Hier kritisieren Fundamentalisten andere Fundamen*talisten, Sekte greift Sekte an.
Nicht häufig, aber doch relativ regelmäßig, darf der Scheich in der IZ seine Beobach*tungen zu weltbewegenden Ereignissen zu Protokoll geben. Die Lektüre dieser Artikel gleicht einer Reise nach Absurdistan, z. B. wenn der Scheich große Naturkatastrophen wie den Tsunami vom Dezember 2004 als „eine Strafe von Allah, dem Herrn der Wel*ten" ausdeutet. Sein Mitleid mit den Opfern ist sehr verhalten; es beunruhigt ihn mehr, dass die Muslime nicht begreifen, dass diese Naturkatastrophe eine „Manifestation göttlicher Gerechtigkeit" Allahs gewesen sei, der die moralische Dekadenz und den Materialismus, wie er sich in der Tourismusindustrie der betroffenen Regionen zeige, bestraft habe. Mit beispiellosem Zynismus und abgrundtieferVerachtung geißelt er die humanitären Hilfsaktionen des Westens als „Orgie humanistischen Mitleids, die auf den Geldmärkten weitergeht". Die „Ungläubigen", in erster Linie die Christen, werden mit ausgeprägter Herabsetzung als „selbsternannte Retter" diffamiert. Ein „Beweis der moralischen Verwirrung und des Bankrotts" zeige sich z. B. in der „nerventötenden Zurschaustellung ,inter-religiöser' Pseudo-Gottesdienste".
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Allein diese wenigen Zitate reichen aus, um den Scheich und seine Bewegung als poin*tiert antichristliche, nicht dialogfähige Sekte zu kennzeichnen. Eine Vielzahl weiterer Zitate gegen die christlichen Kirchen lassen sich beibringen. So bekundet der Scheich in einer denunziatorischen „Fatwa" gegen Papst Benedikt XVI., den er als „Nazi" verteufelt, offen, dass er den Dialog der Religionen für einen Irrweg hält: „Was den Dialog mit anderen Religionen betrifft, haben wir schlicht keine göttliche Autorität, ihn zu führen.