Die Beschneidung ist nur das äußere Signum des Bundes, der auch gelebt werden muß. Insofern beschreibt Spengler ohne wirkliche Kenntnis und setzt unzusammenhängende Mosaiksteine zusammen, wie er ja auch selber des tatsächlichen, überzeugenden Lebens entbehrt.
Das Zitat ist ein gutes Beispiel für die Beurteilung Spenglers durch Christoph Steding: "Auch das Spenglersche Werk ist ja Ausdruck jenes Verfalls des Politischen...Der Irrtum all dieser Männer ist wie derjenige Huizingas der, daß sie die spezifische Situation ihrer Generation verabsolutierten und von den Erlebnismöglichkeiten her, die im wesentlichen nur Verfall und buntes Konglomerat, aber keine klare "Linie" sehen, alle Vergangenheit und Zukunft als ohne aufsteigende Entwicklung, ohne Linie und Ordnung dachten...Es ist der Beweis für die tragische Größe Spenglers, daß er 1933 nicht umlernte, sich nicht gleichschaltete, auch nicht emigrierte. Das ist immer nur Sache des Durchschnitts....Die breite Masse des an der "Kultur" erkrankten Volkes wird mit dem Wiederaufgreifen der Forderung der Entwicklung zum Reich hin auf den Weg der Genesung getrieben." ( Steding, Christoph, Das Reich und die Krankheit der europäischen Kultur, Hanseatische Verlagsanstalt, 1943, S. 632, 633





Mit Zitat antworten




