Zitat Zitat von cajadeahorros Beitrag anzeigen
Ei nun, du breitest deine (angebliche?) Existenz hier zum Erbrechen aus (denn sie muß ja immer als Rechtfertigung herhalten): Österreichisch-französische Intellektuelle, Mutti mit jüdischem Glauben, geschieden und wiederverheiratet mit der gleichen Flachpfeife, die keinen Anzug tragen will, einmalige Ballbesucherin, die wegen einer verrutschten Frisur die ganze Staatsoper zusammenplärrt, zusätzlich an einer manifesten Katzenphobie leidet, was fällt mir spotan noch ein, ach ja, Dirndl hat sie auf ihrer Hochzeit im gelobten Land getragen und etwas ganz abstruses, das ich mir aber für eine passendere Gelegenheit aufspare.

Ich kann nichts dafür, daß mir gerade so ein Geschwafel ewig im Kopf bleibt, der Fluch eines guten Gedächtnisses.
Gute Auswahl, von denen ich peinlicherweise einige nicht kannte.
Meinen Favorit für alle Zeiten hast du aber nicht genannt: Die Story wie sie mit ihrer Freundin eines Abends im verschneiten Wien einen Schneemann baut und währenddessen mit ihr die Werke Kafkas (oder wars Dostojewski?) diskutiert.
Ich habe ihr schonmal empfohlen unbedingt ein Buch über sich und ihr Leben in Wien zu schreiben, sie hat schließlich so viele hochinteressante und teils auch zuckersüße Anekdötchen zu erzählen, aber sie möchte dem eigenem Bekunden nach lieber anonym bleiben. Kann ich verstehen, vor allem wenn ich mir vorstelle was los sein wird, wenn das Buch veröffentlicht und erwartungsgemäß durch die Decke gehen wird. Und wir wissen, dass sie bescheiden genug ist, um nicht ein derartiges Leben in Ruhm und Beachtung anzustreben.