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Da kann ich dem damaligen Stuttgarter OB nur zustimmen.
Mit dem Tod hat jede Feindschaft zu enden. Jeder Tote hat das Recht auf eine würdige Bestattung.
Leider scheinen das jewisse Kreise im Falle Priebke anders zu sehen.
Die Proteste jüdischer Verbände sprechen da eine beredte Sprache.
Selbst "Christen", die ihren Glauben hierzuforum wie eine Monstranz vor sich hertragen, mutieren im Falle Priebke zu Racheengeln. Christliche Gnade und Vergebung im Angesichts des Todes? Fehlanzeige.
Geändert von Xarrion (18.10.2013 um 16:52 Uhr)
Gott mit uns
Nicht wer zuerst die Waffen ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt. Niccolò Machiavelli
Doch. Ich.
Hemingway war Schriftsteller. Ich erkläre dir mal kurz was ein Schriftsteller ist: das ist ein Mensch mit überbordender Fantasie, der sie nutzt um Dinge zu schreiben, die andere dann gerne lesen. In einer Form, die unterhaltsam und hie und da stilprägend, neuartig, individualistisch ist.
Zweitens haben wir bereits festgehalten daß Hemingway ein Maskulinist war (damals mag es das Wort noch nicht gegeben haben). Also jemand, der gewissermaßen einen Männlichkeitwahn hat und sich ständig was beweisen muß, in der Regel, daß er ein toller Kerl ist und alle in den Schatten stellt, top begehrt bei den Weibchen blabla. Also wie 'Schröder' gern sein möchte.
Es unterscheidet ihn also nicht wirklich viel von unseren unter Dampf stehenden Grobklötzen wie 'Hammerkopf' und ähnlichen rechten Heldenanwärtern.
Kommt bei Hemingway hinzu, daß er ein Problem mit dem Älterwerden hatte. Klar, der virile Held möchte ewig jung und attraktiv bleiben.
Nun schreibt er in diesem Brief an seinen Verleger, was für ein toller Hecht er in Geheimdiensten war und was er mit dem SS-Kraut gemacht haben will.
Möglicherweise ist das Fiktion. Angeberei. Aufschneiderei. (Internetforen gabs damals auch noch nicht)
Kann mir keiner erzählen, daß man in einem US-Kriegsgefangenenlager beim Verhör (Augenzeugen? Ohrenzeugen?) jemanden mit mehreren Schüssen umlegen kann und es bleibt unbemerkt und hat keinerlei Nachspiel, keine Aktennotizen bis hin zu Disziplinarverfahren. Die US-Armee war ja kein rechtloser Haufen. Wenn unser schriftstellernder Aufschneider also 100 oder so Leute (nicht an der Front, sondern beim Verhör) umgelegt haben will, dann muß es darüber Armee-Akten geben. Bring uns die her, dann kann man weiter darüber reden.
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Eurasischer Faschismus wird gestoppt von Wachsamkeit, Widerstand, Einigkeit der Demokratien.
Das kann man jetzt nur noch als böswillige Verdrehung ansehen, was du hier betreibst. Ein Christ stellt den P. wie jeden anderen Menschen der Gnade Gottes anheim. Das habe ich getan. Ansonsten habe ich festgestellt, daß sich der Mann in keinster Weise als Vorbild für heutige und künftige Generationen eignet. Nix "Racheengel", das ist eine Feststellung, zu der ich wie alle Christen als "Mitarbeiter der Wahrheit" (3 Joh 8) verpflichtet bin. Wie oft muß ich das eigentlich noch wiederholen, bis du das zur Kenntnis zu nehmen geruhst?
Du kannst die Erschütterungsflagge wieder einholen.
"Die beiden Gelehrten Gabundus und Terentius diskutierten 14 Tage und 14 Nächte lang
über den Vokativ von Ego. Am Ende griffen sie zu den Waffen."
Umberto Eco
Gott mit uns
Nicht wer zuerst die Waffen ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt. Niccolò Machiavelli
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