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Erich Priebke gestorben.
Ja und, was gibt es dazu hunderte von Beiträgen zu schreiben???
Weißt du, es gibt hienieden keine dem Recht übergeordnete Gerechtigkeit. Dein persönliches Gerechtigkeitsemfinden ist nicht verbindlich für die Welt. Meines auch nicht. Das jeweils wirkende Recht ist die Gerechtigkeit persönlich, ob das nun mit dem jeweiligen individuellen Gerechtigskeitsempfinden harmoniert oder nicht, spielt dafür keine Rolle. Du könntest noch die himmlische Gerechtigkeit anrufen, aber mit der ist es auch nicht allzuweit her. Die Pfaffen flüchten sich in die Aussage, du müsstest Gottes ewigen Ratschluss nicht verstehen, Hauptsache du glaubst, dass er recht hat...
Man bekomme vor Gericht ein Urteil aber nicht unbedingt Gerechtigkeit, heißt es tröstend von den Anwälten an den unterlegenen Klienten. Das ist sehr banal, denn es ist erstens nicht Aufgabe des Gerichts, die jeweiligen persönlichen Gerechtigkeitsempfindungen zu bedienen und zweitens liegt es in der Natur der Sache, dass dies auch überhaupt nicht möglich ist. Der Unterlegene fühlt sich ungerecht behandelt, der Täter fühlt sich zu hoch bestraft, das Opfer hätte den Täter gerne noch höher bestraft. Je höher die Strafe übrigens, umso gerechter wird sie empfunden, auch vom Verurteilten. Das ist kurios, aber so sind wir.
My car is fast, my teeth is shiny
I tell all the girls they can kiss my heinie
Tja, so sieht Gerechtigkeit aus:
Der eine pflanzt den Baum,
der andere ißt die Pflaum.
Auf dem RECHTEN Weg!
Pass mal auf, Freundchen: Wir können uns hier normal unterhalten, wir können uns aber auch gerne in die Wolle kriegen. Sich mit mir in die Wolle zu kriegen geht ganz schnell und macht richtig Spaß. Mir.
Kannst dich ja mal umhören.
Auf meine sehr konkreten Fragen mit "Spielt mit euren Puppen" zu antworten bedeutet, du fliehst von der Fahne noch bevor der Kampf begonnen hat und setzt dabei noch eine Pappnase auf in der Hoffnung, du könntest auf deiner Flucht unbemerkt bleiben. Daraus wird nichts, genausowenig wie aus der Weltherrschaft. Die holen sich die Chinesen, wenn wir uns nicht bald besinnen.
Die Frage war, ob du wirklich nur deswegen keinen Menschen tötest, weil es unsere Gesetze verbieten. Dies ist keine juristische Frage, also keine Sorge.
Das ist auch (noch) kein Ausleben von Tötungsphantasien sondern eine an sich einfache Frage der persönlichen Moral. Zwischen der moralischen Rechtfertigung und der Tat ist es ja auch nochmal ein weiter Weg. Lebewesen zu töten ist nicht wirklich einfach. Frage KuK hierzu.
Man könnte also durchaus laut sagen: Wenn es unsere Gesetze erlauben würden Menschen zu töten dann würde ich "Musel" killen. Sagst du es?
Dabei kann weder dem HPF noch dir etwas geschehen, außer natürlich ein paar heftige Ansagen von mir zu kassieren, aber auch diese Schmerzen lassen nach.
1.Ich denke, du machst den Fehler, alles von der Warte des Jahres 2013 zu betrachten. Wir sprechen hier aber von Taten, die vor 1945 verübt wurden, und da sah die Rechtslage etwas anders aus.
Zunächt erst einmal, das Völkerrecht kennt keinen rechtlichen Staus als Partisan. Damit fallen solche Zivilpersonen unter die Regelungen des Kriegsvölkerrechtes, und dies sieht 4 Kriterien vor, damit solche zu den Kombattanten und damit ggf. auch als Kriegsgefangene betrachtet werden. Die Haager Landkriegsordnung von 1907 führt dazu in Artikel 1 aus:
- An ihrer Spitze steht eine für ihre Untergebenen verantwortliche Person.
- Sie tragen ein bleibendes und von weitem erkennbares Zeichen.
- Sie tragen ihre Waffen offen.
- Sie halten bei ihren Operationen die Gesetze und Gebräuche des Krieges ein
Nun mag zwar Punkt 1 zutreffen, die anderen 3 Punkte wurden aber mehr oder weniger nicht eingehalten. Punkt2 setzt ja das Tragen von Uniformen o.ä. voraus. Zeige mir mal, wie die französische Resistance oder der italienischen Resitenza dies eingehalten haben sollen.
So war die Rechtslage 1945. Erst 1977, in den beiden Zusatzprotokollen zum Genfer Abkommen von 1949 ,wurden diese Anforderungen noch einmal konkretisiert, so dass nun allein schon das offene Tragen der Waffen beim militärischen Aufmarsch und Angriff ausreicht, um als Kombattant zu gelten.
Außerdem heißt es in der auch heute noch gültigen Fassung der Haager Landkriegsordnung von 1907, Artikel 43: "Nachdem die gesetzmäßige Gewalt tatsächlich in die Hände des Besetzenden übergegangen ist, hat dieser alle von ihm abhängenden Vorkehrungen zu treffen, um nach Möglichkeit die öffentliche Ordnung und das öffentliche Leben wiederherzustellen und aufrechtzuerhalten, und zwar, soweit kein zwingendes Hindernis besteht, unter Beachtung der Landesgesetze.“
Diese Regelung schließt, wenn man sie entsprechend auslegt, Geiselnahmen und die Erschießung von Zivilisten als Repressalie nicht grundsätzlich aus.
Das Problem war, dass mehrere Versuche, nach den Erfahrungen des Ersten Weltkrieges und den deutschen Repressalien gegen vermeintliche Freischärler, die angeblichen "Franktireure", in Belgien im August und September 1914 ,verschärfte Regeln festzuschreiben, an politischen und diplomatischen Einwänden scheiterten . Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges gab es daher zwar bindende Regeln zur Behandlung von Kriegsgefangenen und zu einzelnen Aspekten der Besatzungsherrschaft, nicht jedoch zu Repressalien.
Um jetzt aber wieder den Bogen zu den Partisanen zu kriegen- nach den Regeln, die bei Ausbruch des 2.WK und bis zu seinem Ende galten, konnten Partisanen also durchaus als Freischärler betrachtet werden. Die Haager Landkriegsordnung von 1907 unterscheidet genau zwischen Freischärlern und den Angehörigen der regulären Streitkräfte. Nach der damals herrschenden Rechtsauffassung brauchten Freischärler nicht einmal vor ein Gericht gestellt werden. Sie konnten vor einem Standgericht abgeurteilt und erschossen werden .
Genau genommen machst du mit deinen Ausführungen im Punkt 1 auch solche Organisationen, wie die Werwölfe, zu Partisanen, denn auf die trifft deine Aussage „außerhalb ihrer geschlagenen Armeen gegen fremde, kriegerische Eindringlinge kämpften, also echte Partisanen“ auch zu 100% zu.
2.Nicht die Militärs erklären den Krieg, sie müssen ihn nur ausfechten. In der Regel wird ein Krieg von Politikern vom Zaun gebrochen, und Politiker repräsentieren nun mal den Staat. Als Militär bin ich dem Staat verpflichtet und werde auf ihn vereidigt. Wenn ich nicht gerade höchsten, militärischen Führungskreisen angehöre, habe ich in der Regel keine Kenntnis von den genauen Umständen, die zum Kriegsausbruch führten bzw. in der unmittelbaren Kampfhandlung von Umständen, die einen gegebenen Befehl zur Folge haben.
Wie soll also ein Soldat in vorderster Reihe, der einen Befehl erhält, diesen als völkerrechtswidrig, als Aufforderung zum Töten, verstehen? Er muss sich da auf seine Vorgesetzten verlassen. Die Mär vom „ mitdenkenden Soldaten , die ab und an mal durch die Presse und linke Gehirne geistert, ist Humbug. Richtige Armeen, wie z.B. die russische und amerikanische, kennen solche Auffassungen nicht.
Aber immerhin schreibst du ja, dass „Aufforderung zum Töten, die nicht direkt der Landesverteidigung dienen, Unrecht sind.“
Damit räumst du der Wehrmacht immerhin das Recht zur Landesverteidigung mit allen Mitteln ein, nachdem sie auf deutsches Territorium zurückgeschlagen wurde.
3. Wie schon im Punkt 1 beschrieben, ist das heute alles wesentlich genauer definiert als 1945.
4. Ohne die Ereignisse von 1944 zu beschönigen oder zu billigen, war Priebke nicht derjenige, der ermorden liess. Dies trifft wohl eher auf seinen Vorgesetzten Kappler zu.
Verwunderlich ist, dass sich nur Priebke und Hass verantworten mussten. Solche SSler wie Thunat , Winden oder Schütz aber nicht.
Geändert von Murmillo (14.10.2013 um 08:35 Uhr) Grund: da fehlte was
„Falls Sie in einem Land leben, in dem Sie für das Fischen ohne Angelschein bestraft werden, jedoch nicht für illegalen Grenzübertritt ohne gültigen Reisepaß, dann haben Sie das volle Recht zu sagen, dieses Land wird von Idioten regiert.“
Miloš Zeman, Präsident der Tschechischen Republik seit 2013
Lass deine plumpen Beleidigungen.
So geht das:
Stell dir eine Toilette vor. Das Braune daran ist nicht etwa das Gute darin, sondern das bist du. Ein Abfallprodukt unseres gesellschaftlichen Verdauungsprozesses, dem alles Verwertbare bereits entzogen ist. Der Rest ist ein dampfendes schädliches Ärgernis. Es riecht auch nicht gut, btw.
Zum Thema: Wenn du unbedingt auch die andere Seite bestrafen möchtest dann gewinn gefälligst deinen Krieg, Versager! Wage es nicht, ohne Erfolgsmeldung wieder zu mir zurückzukommen.
So, und nun sieg mal schön!
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