q.e.d.
q.e.d.
Der Liberalismus (lat. liber: frei, lat. liberalis: die Freiheit betreffend, freiheitlich) ist eine Geisteshaltung sowie die darauf aufbauende politisch-philosophische Lehre und politische Ausrichtung, die die individuelle Freiheit als normative Grundlage der Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung anstrebt.
Sozialismus und Freiheit schließen einander definitionsgemäß aus. - Friedrich Hayek
Sprüche 1:7
Des HERRN Furcht ist Anfang der Erkenntnis. Die Ruchlosen verachten Weisheit und Zucht.
Für dein Schwachsinnsgelaber brauche ich ganz sicher keine intellektuelle Kapazität.Wenn du mir mal handfeste Belege oder was habwegs sinnvolles geben würdest, dann könnten wir ernsthaft diskutieren.Aber du saugst dir hier irgendeinen Schwachsinn aus den Fingern, hast nicht EINEN EINZIGEN Beweis dafür und dann sollen dir das alle glauben.Und wer das nicht tut, hat keine Inteligenz.
Du hast genug Gelegenheiten gehabt ,mir was zu liefern.Jetzt kommt das Predikat Troll duff und gut is.


Ich habe hier mal im Wortlaut die Reaktion des Kaisers auf die serbische Reaktion:
Kaiser Wilhelm II. an den Staatssekretär des Auswärtigen
D.D.z.K., Bd. II, Nr. 293, S.16 f.
Handschreiben vom 28. Juli 1914, 10 Uhr vormittags
Ew. Exzellenz
Nach Durchlesung der Serbischen Antwort, die ich heute Morgen erhielt, bin ich der Überzeugung, daß im Großen und Ganzen die Wünsche der Donaumonarchie erfüllt sind. Die paar Reserven, welche Serbien zu einzelnen Punkten macht, können M. Er. nach durch Verhandlungen wohl geklärt werden. Aber die Kapitulation demütigster Art liegt darin orbi et urbi verkündet, und durch sie entfällt jeder Grund zum Kriege.
Falls Ew. Exz. diese meine Auffassung teilen, so würde ich vorschlagen Österreich zu sagen: Der Rückzug Serbiens in sehr demütigender Form sei erzwungen, und man gratuliere dazu. Natürlich sei damit ein Kriegsgrund nicht mehr vorhanden. Wohl aber eine Garantie nötig, daß die Versprechungen ausgeführt würden. Das würde durch die militärische vorübergehende Besetzung eines Teils von Serbien wohl erreichbar sein. (Ähnlich wie wir 1871 in Frankreich Truppen stehen ließen, bis die Milliarden gezahlt waren.) Auf dieser Basis bin ich bereit, den Frieden in Österreich zu vermitteln.
von [Links nur für registrierte Nutzer]


zu 1.: In wie fern?
zu 2.: Bei der Aufklärung von Straftaten gibt es zwangsläufig eine Verdunklungsgefahr - deshalb ist Eile geboten. Ich frage mich regelmäßig, wie sich beispielsweise das Schreiben des Kaisers als Reaktion auf die serbische Antwort ( siehe [Links nur für registrierte Nutzer]) mit der angeblichen Kriegslust von Wilhelm II vereinbaren lässt.
zu 3.: Hegemonie heißt Übermacht, dabei gibt es die politische, wirtschaftliche, kulturelle und militärische Ebene. Wirtschaftlich und kulturell war das Kaiserreich spätestens seit 1890 Hegemon und zwar einfach aufgrund seiner Existenz. Das deutsche Reich hatte schließlich eine größere Bevölkerung als GB oder Frankreich und war um Welten produktiver als Russland. Man vergleiche Indikatoren wie Analphabetenrate, Buchproduktion, Technologieverbreitung, Wirtschaftskraft, Infrastruktur wie Eisenbahnstreckenlänge uvm. nach [Links nur für registrierte Nutzer]). Das Kaiserreich strebte also nicht nach Hegemonie sondern war defacto bereits Hegemon. Und selbstverständlich konnte sich Frankreich und GB wirtschafltich bedroht fühlen, schließlich funktioniert der Tausch von Glasperlen gegen Kolonialwaren nicht mehr, wenn der Mitbewerber ein besseres Angebot machen kann. In militärischer Hinsicht, war das Kaiserreich jedenfalls keine Hegemon und strebte es auch nicht an. Ich sage nur Kriegsrat und die Aussage von Moltke: "...die Marine würde auch dann nicht fertig sein u. die Armee käme in immer ungünstigere Lage, denn die Gegner rüsteten stärker als wir, die wir mit dem Gelde sehr gebunden seien." - militärische Hegemonie sieht anders aus. Auch Niall Ferguson meint, dass eine stärker gerüstetes Kaiserreich den Krieg wahrscheinlich verhindert hätte (!). Zum Thema Rüstung läst man ohnehin besser Zahlen sprechen, die sind weniger anfällig für Manipulation.
zu 4.: Hier deutest du wieder - wie ich eben auch.
MfG


Selbstverständlich hat Russland defacto den Krieg erklärt. Wer mobilisiert kann schneller angreifen, als der nicht mobilisierte Gegner sich verteidigen kann. Russland hat mehrere Aufforderungen des Kaisers zur Demobilisierung missachtet. Das deutsche Reich hat mobilisiert (und den Krieg erklärt), als Russland bereits mobilisiert war und Frankreich angekündigt hat sich nicht rauszuhalten. Die französische Mobilmachung erfolgte am 1. August
4.40 Uhr nachmittags: Allgemeine Mobilmachung in Frankreich.
5 Uhr nachmittags: Allgemeine Mobilmachung in Deutschland.
Tja was hat Österreich wohl mit Deutschland zu tun? Bündnispartner, defacto das gleiche Volk (Ungarn und Minderheiten außen vor)...komische Frage
Er hat aber auch kurz vor Antritt seiner Nordlandreise Anfang Juli dem Franz-Josef in einem Brief mitgeteilt, dass dieser mit den Serben machen darf, was er will (=Angeblicher Blankoscheck, der spätestens am 29. Juli 1914 geplatzt war, da das Deutsche Reich Serbien nicht den Krieg erklärte, so wie das Tschechien-Ungarn (richtiger als Österreich-Ungarn) bereits am 28. Juli bereits getan hatte. Das Deutsche Reich hatte Habsburg definitiv die Nibelungentreue verweigert.
Und weiter heißt es im besagten Brief des lieben Willy II.: "Wenn er jedoch deutsche Hilfe in Anspruch nehmen wolle, solle er sich an den Dreibundvertrag halten."
Beide, Dreibundvertrag und Brief Wilhelms an Franz-Josef, sind in der Kautsky-Sammlung zu finden.
Aktive Benutzer in diesem Thema: 2 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 2)