Romanlänge nennst du das?Dragus blubbert das nach was er in der Springer-Presse liest. Von der Tatsache daß seine Beiträge oft Romanlänge erreichen scheinen sich hier leider einige blenden zu lassen. Inhaltlich ist es nichts als Stuss was von dem kommt.
Er ist schon so oft von der Realität widerlegt worden, lernt aber partout nichts dazu. Solche Klugscheisser sind mir ganz unabhängig von der politischen Einstellung zutiefst unsympathisch.
Nicht so schlimm wie die Sunniten, ja. Harmlos? Nein. Austritt aus dem Islam oder Missionieren für andere Religionen als dem Schiitentum wird auch heute noch mit dem Tod bestraft. Wo du recht hast: Wenn man sich als Ungläuber im Iran damit abfindet, Mensch zweiter Klasse zu sein und sich jeder Kritik daran enthält, darf man weiter leben. Das wäre mir nicht genug, bin schließlich nicht blöd.
Was ist eigentlich so schwer daran, zu zu geben, das die Schiiten zwar toleranter sind als Sunniten, man als Ungläubiger aber auch unter ihnen Mensch zweiter Klasse ist? Daraus leite ich ja nicht ab, das man sich nicht mit dem Iran verbünden könne, wenn es rationale Vorteile für Deutschland beinhaltet, man muss sich halt nur in Acht nehmen.
Boo, ein Lob von dir?
Der Iran unter einem gemäßigten Präsidenten scheint mir ein besserer Verbündeter als Saudi-Arabien und Konsorten, auch wenn man die Mullahs immer im Auge behalten muss. Man wird bald sehen, wie weit der neue Präsident dem Land einen anderen Kurs aufdrücken kann.
Ich finde es im übrigen positiv, das du die Positionen von Westerwelle würdigst. Innerhalb des Möglichen für einen Regierungsminister hat er sich äußerst klug verhalten. Viele mögen sich über ihn das Maul zerreißen, weil er Schwul ist und FDPler, Systemling eben, aber sowohl innerhalb als auch außerhalb der Nato hat man sehr wohl bemerkt, das er sich gegen den Libyen Einsatz aussprach und nun auch versucht, Deutschland aus dem Syrien Konflikt raus zu halten, Waffenlieferungen vehement ab lehnt und die Kanzlerin zieht still mit. Auch hat der BND seine Kontakte zur Baath Partei nicht einfach abgebrochen, in der Tat, gute Positionierung.
Das Interview habe ich heute Morgen gelesen, wie es scheint, ist Assads Position gereift, er kommt nicht mehr mit den Übertreibungen, die in orientalischen Regionen so üblich sind, sondern hat seine Kommunikation deutlich verbessert. Vor ca. 4 Wochen gab es schon mal ein Interview, in dem er sehr Rational erklärte, auch die USA würden sich letztlich an veränderte Fakten an passen müssen, war überrascht über die Sachlichkeit. Die von großen Teilen der FSA ausgehende Terrorgefahr ist genau der Dorn im Auge der meisten Nato-Mitglieder, die sie zögern lassen den USA zu folgen. Es ist nun nicht mehr so leicht möglich, ihn als irrationalen, blutrünstigen Diktator ab zu stempeln. Ob Russland ihm geholfen hat, seinen Tonfall so an zu passen, das er im Westen leichter Gehör findet? Einem Rüstungswettlauf, in dessen Verlauf der Bürgerkrieg ewig weiter geht und immer mehr moderne Waffen in der Region landen, ist sowohl Russland als auch großen Teilen der Nato ein Greuel, denn tatsächlich weiß keine Großmacht, wo die letztlich landen werden. Daher haben auch die Russen noch bedenken mit den S300. Also mal sehen, die nächsten Wochen werden bestimmt neues bringen, die Zeit, in der die Hintermächte mit verdeckten Karten pokerten, geht langsam zu Ende.Deine Einschätzung teile ich, erlaube mir nur eine kleine Bemerkung zum Schluss: Krisen beschleunigen Reformen und je länger man mit notwendigen Reformen wartet, desto heftiger wird die kommende Krise. Es wird also zu weitreichenden Reformen kommen, das ist die direkte Konsequenz aus deiner Position - ich gab nur die von mir gewünschte Richtung zum Besten.
Für Revolutionen ist Europa aber zu gesättigt. Existenziell wird es für die Schwellenländer, wenn die Rohstoffeinnahmen und damit 25-75% der Staatshaushalte weg brechen, ohne das eine industrielle Basis die Eigenversorgung mit Industriegütern oder Lebensmitteln sichern kann und keine Sozialhilfe mehr da ist, um die Armut der gewaltig wachsenden Unterschichten oberhalb der absoluten Armut zu stabilsieren.Ach quatsch. Wer zu 100% gegen etwas ist, der riskiert sein Leben dafür.
Wer zu 10% gegen etwas ist, erhebt sich 1-2 Stunden pro Tag nach der Arbeit vom Sofa und setzt sich für seine Überzeugungen ein, sammelt Geld, organisiert Versammlungen usw.
Wer zu 1% gegen etwas ist, schreibt dazu seine Meinung in einem anonymen Internet Forum . . . wenn er gerade lust hat.
Das für 100% Überzeugung zu halten, ist Teil der Deutschen Krankheit . . .Ja, die Türken haben dafür jetzt ihre Claudia Roth am Hals, hat diesmal Tränengas inhaliert. . . sonst gebe ich dir recht, Satan oder Luzifer, mehr kann man als Christ in der Region nicht wählen und auch im Iran wird eine offene Diskussion um die Vorzüge des Christentums als Missionierung geahndet, die mit langjähriger Haft oder Tod bestraft wird, auf Konvertierung zum Christentum steht auch der Tod und dann kommen hier Pseudochristen mit dem Argument 0,17% sei doch toll, da fühlt man sich gleich richtig wohl.Du kennst mich, ich denke äußerst Rational. Wenn du also andere Zahlen hast, wie sich das Christentum im Iran entwickelt hat, dann her damit. Aber bitte keine Einzelschicksale - ich will Zahlen. Wenn du keine anderen Zahlen hast, halte ich dein Urteil eben für schlecht fundiert oder politisch motiviert. Aber das ist kein Problem, da deine Meinung keinen Einfluss auf meine Lebensentscheidungen hat. So würde ich als Christ bestimmt nicht im Iran leben wollen aber noch weniger in Saudi-Arabien. Südamerika hingegen ist wirklich toll. Und wie sieht es mit dir aus?Nein, Al Kaida ist auch nicht o.k. und mich juckt die Hizbollah auch nicht. Es ging mir wie gesagt um die Frage, wie die sunnitischen Staaten auf den Machtgewinn der Hizbollah in Syrien reagieren werden. Diese Frage ist für mich wichtig, weil die Sunniten die Soldaten und einen Großteil des Geldes stellen. Und nein, man muss nicht Jude sein, um sich die Frage zu stellen, selbst die Hizbollah und die iranische Regierung stellen sich diese Frage, weil von der Reaktion dieser Staaten auch ihre weiter Strategie ab hängt.Die Leute bekommen, was sie wählen, auch wenn dir das nicht in den Kram passt. Russen haben gelenkte Demokratie und China hat noch weniger Meinungsfreiheit und beide überschwemmen den Schwarzmarkt mit Waffen oder liefern direkt an Krisenstaaten, wenn es ihren Interessen nutzt und führen auch Kriege oder beliefern Islamisten, je nach dem, ob es außenpolitische Zweckbündnisse gibt oder nicht. So ist China inzwischen der größte Lieferant von Waffen an Pakistan und Russland beliefert den Iran.
Außenpolitik hat wenig mit Menschenrechten zu tun, bei niemandem und China begründete die Annektion Tibets auch damit, dem tibetischen Volk zu dienen, in dem es das Land modernisiere, die Russen zur Zarenzeit mit Kulturexport, da unterschieden sie sich kaum von den Amis usw. Also bleib mir bitte mit deiner Doppelmoral vom Leib, die anderen wären auch nur einen Hauch besser.Die fünf größten Erdölförderer Aufstellung 2008 in Mt:
1 Saudi-Arabien 514,0
2 Russische Föderation 486,8
3 USA 315,0
4 Iran 208,1
5 China 198,7
China und USA importieren zusätzlich, da die Förderung unter dem Eigenbedarf liegt. Richtig verdienen durch Erdölexporte tun also Saudi-Arabien, Russische Föderation und Iran.






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