Die Russen und auch die Chinesen bekämpfen Guerilla ohne eine "kritische" Presse und freie Wahlen im Nacken. Dennoch ist Tschetschenien ein Pyrrhus Sieg. Die Islamisten wurden zwar geschlagen, aber es war der russischen Armee nicht möglich, die russischen Bewohner der Region zu schützen. Tschetschenien ist heute zwar noch ein Teil Russlands aber weitgehend autonom verwaltet und wie bei beim Islam so üblich, von Ungläubigen und ethnischen Russen nahezu vollständig gesäubert. Sollte die Zentralregierung wieder schwächer werden, geht es dort auch wieder los.
Die besten Lösungen für solche Konflikte bestehen darin, den Grund für die Auseinandersetzungen zu beseitigen durch einen politischen Prozess - sofern es sich nicht um rein ideologische Gründe handelt. Andernfalls sind die politischen Extremisten anfangs durchaus für politische Zugeständnisse zu einem Gewaltverzicht bereit. Erst das Ausbleiben eines politischen Prozesses und dauerhafte Diskriminierung schafft die Grundlage für solche Kriege, denn ohne Unterstützung in der Bevölkerung können die Guerilla gar nichts erreichen. Das sah man auch in Tschetschenien. In den Nachbarrepubliken konnte man gerade noch erfolgreiche Raubzüge und Terroranschläge durchführen, aber das politische System dort zu stürzen, war weit außerhalb der Reichweite.
Was die regulären Armeen an geht, die ziehen nur den kürzeren, wenn das Kriegsziel Besatzung und Wiederaufbau lautet. Lautet das Kriegsziel: Zerstörung aller feindlichen Kapazitäten, war der Sieg regulärer Armeen nach einigen Wochen nahezu ohne eigene Verluste sicher. Die alte Kanonenbootpolitik . . .




Mit Zitat antworten


