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Thema: Steuern sind Raub

  1. #31
    statt BILD Benutzerbild von -jmw-
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    Standard AW: Steuern sind Raub

    Zitat Zitat von Efna Beitrag anzeigen
    Und wer soll die Infrastruktur erhalten?
    Deren Eigentümer.

    Zitat Zitat von Efna Beitrag anzeigen
    Und wer bezahlt und vergibt die Aufträge?
    Wer meint, irgendwo müsse 'ne Infrastruktur hin, wird sich Finanziers suchen müssen, erstmal für den Bau, dann aber auch den nötigen Grund & Boden.
    Aktueller Kalenderspruch, KW 2: Bless with a hard heart those who surround me... (Jethro Tull, Broadsword)

  2. #32
    Audentes fortuna iuvat Benutzerbild von Gryphus
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    Standard AW: Steuern sind Raub

    Zitat Zitat von -jmw- Beitrag anzeigen
    (...)
    Ein Staat, der staatseigene Monopolunternehmungen betriebe, könnte damit wohl schon einiges erwirtschaften.
    Ich denke da an Monopole im Verkehrswesen; in den Bereichen Energie, Schwerindustrie, Medien; und selbst Klassiker wie Salz, Zucker, edle Stoffe usw. könnten wiederkommen.
    Stellst du dir die Monopole als inländische Monopole vor, sprich alle Produktionsmittel eines bestimmten Gewerbes müssten in Hand des Staates sein, oder als totale Monopole, also ersteres mit einem zusätzlichen Verbot ausländischer Konkurrenz auf dem Binnenmarkt? Bei ersterem würde der Preisdruck aus dem Ausland die Gewinnspanne deutlich dezimieren, bei zweiterem würde sich vermutlich ein Schwarzmarkt bilden, der die selbe Wirkung hätte und auch noch die Korruption fördern würde.

    Ob das dann reicht um Straßen, Schulen, Krankenhäuser, Militär usw. zu finanzieren?

    Das hängt von einigen Faktoren ab, u.a. von der aussenpolitischen Lage und vom Zustand der Zivilgesellschaft bzw. Volksgemeinschaft.
    Mit Doofnucken a la Bunte Republik ginge es derzeit nicht - zwei, drei Tage Minimalstaat und die eine Hälfte wär verhungert, die andere liefe irgendeinem Führer hinterher.
    Selbst mit einer gescheiten Bevölkerung könnte der zu starke Rückzug des Staates Probleme verursachen. Wenn der Staat politische und ökonomische Instrumente aus der Hand gibt, wird die Gesamtheit der Staatsbürger schwerer koordinierbar, was zwar im Sinne der Freiheitlichkeit auch das Ziel sein mag, aber die Volksgemeinschaft auch von außen angreifbarer macht. Wie stellt ein Minimalstaat sich z.B auf Kriegswirtschaft um?
    Geändert von Gryphus (04.06.2012 um 19:15 Uhr)
    "Dem modernen Menschen ist es gleichgültig, in seinem Leben keine Freiheit zu finden, wenn er sie in den Reden jener verherrlicht findet, die ihn unterdrücken." - Nicolás Gómez Dávila

  3. #33
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    Standard AW: Steuern sind Raub

    Zitat Zitat von Gryphus Beitrag anzeigen
    Stellst du dir die Monopole als inländische Monopole vor, sprich alle Produktionsmittel eines bestimmten Gewerbes müssten in Hand des Staates sein, oder als totale Monopole, also ersteres mit einem zusätzlichen Verbot ausländischer Konkurrenz auf dem Binnenmarkt? Bei ersterem würde der Preisdruck aus dem Ausland die Gewinnspanne deutlich dezimieren, bei zweiterem würde sich vermutlich ein Schwarzmarkt bilden, der die selbe Wirkung hätte und auch noch die Korruption fördern würde.
    Dem stimme ich zu.
    Einen Wettbewerb würde der Staat nur schlecht gewinnen, drum müsste er ihn zu seinen Gunsten regulieren oder garnicht erst stattfinden lassen.

    Ob das dann reicht um Straßen, Schulen, Krankenhäuser, Militär usw. zu finanzieren?
    Ich weiss nicht, ob es reichte, ich weiss auch nicht, ob jemand schonmal versuchte, es auszurechnen, zu schätzen, ein Modell zu machen odgl.

    Selbst mit einer gescheiten Bevölkerung könnte der zu starke Rückzug des Staates Probleme verursachen. Wenn der Staat politische und ökonomische Instrumente aus der Hand gibt, wird die Gesamtheit der Staatsbürger schwerer koordinierbar, was zwar im Sinne der Freiheitlichkeit auch das Ziel sein mag, aber die Volksgemeinschaft auch von außen angreifbarer macht. Wie stellt ein Minimalstaat sich z.B auf Kriegswirtschaft um?
    Gute Frage!
    Da musst Du einen Minarchisten fragen, wie die sich das vorstellen, ich hab mich damit nicht sonderlich beschäftigt.
    Untergekommen jedenfalls ist mir noch nix, was diese Frage beantwortet.
    "Minimalstaat" ist halt ein doofes Konzept.

    (Für den AnKap empfähle ich den Aufbau eines volksgemeinschaftlich kontrollierten MIC.)
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  4. #34
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    Standard AW: Steuern sind Raub

    Zitat Zitat von Felix Krull Beitrag anzeigen
    Steuern beschneiden das Naturrecht auf Eigenbestimmtheit und freies Leben. Der Staat ist ein Konstrukt dem niemand zugestimmt hat, der gerade geboren wurde, dessen Muttermilch aber sogar schon der Steuer unterliegt. Steuern und ihre Bürokratie sind Monster, die niemand gerufen oder bestellt hat.

    Steuern sind Raub, und Steuern verstoßen gegen die Menschenrechte.
    Jüdische Steuern und Wucher = Enteignung = keine Rechte = kollektive marxistische Plünderung.

  5. #35
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    Standard AW: Steuern sind Raub

    Zitat Zitat von -jmw- Beitrag anzeigen
    (...)
    Dem stimme ich zu.
    Einen Wettbewerb würde der Staat nur schlecht gewinnen, drum müsste er ihn zu seinen Gunsten regulieren oder garnicht erst stattfinden lassen.


    Ich weiss nicht, ob es reichte, ich weiss auch nicht, ob jemand schonmal versuchte, es auszurechnen, zu schätzen, ein Modell zu machen odgl.
    Was ich sagen will ist, dass bei einem solchen Konzept nicht nur einige wenige, sondern aufgrund der geringen Wirtschaftlichkeit vermutlich sehr viele Industrien verstaatlicht werden müssten. Dies führte aber wieder zu einer hohen Staatsquote und es würde sich die Frage stellen: Wozu dann auf Steuern verzichten?

    (Für den AnKap empfähle ich den Aufbau eines volksgemeinschaftlich kontrollierten MIC.)
    Was ist ein MIC?

    Ich bin so ungebildet.
    "Dem modernen Menschen ist es gleichgültig, in seinem Leben keine Freiheit zu finden, wenn er sie in den Reden jener verherrlicht findet, die ihn unterdrücken." - Nicolás Gómez Dávila

  6. #36
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    Standard AW: Steuern sind Raub

    Zitat Zitat von Gryphus Beitrag anzeigen
    Was ich sagen will ist, dass bei einem solchen Konzept nicht nur einige wenige, sondern aufgrund der geringen Wirtschaftlichkeit vermutlich sehr viele Industrien verstaatlicht werden müssten. Dies führte aber wieder zu einer hohen Staatsquote und es würde sich die Frage stellen: Wozu dann auf Steuern verzichten?
    Die Frage stellt sich dann durchaus, ja.
    Und es ist mir auch keine politische Richtung bekannt, die Steuern rundheraus ablehnt, aber umfangreiche staatliche Monopole odgl. nicht, insofern ist das, was wir hier treiben, eigentlich mehr Denksport denn was anderes.

    Zum konkreten Problem fällt mir ein: Man könnte innerhalb des Staatsmonopols Unternehmungen in einem geregelten Wettbewerb gegeneinander antreten lassen.

    Was ist ein MIC?
    Ein military-industrial complex, der militärindustrielle Komplex insbesondere der Vereinigten Staaten, wo Industrie, Kapital und Verteidigungsministerium eng verknüpft sind, was Geldströme, Forschung und Personal angeht.

    Ich bin so ungebildet.
    Nicht wirklich, nein.
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  7. #37
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    Standard AW: Steuern sind Raub

    Zitat Zitat von Patriotistin Beitrag anzeigen
    Zahlen wir einfach alle keine Steuern mehr
    Hab ich schon mal versucht, und dabei gnadenlos verloren. Auswandern will ich aber auch nicht, also zahle ich die Zwangsabgaben. Schließlich droht man mir mit Gewalt, worauf auch unser Staatssystem basiert.

  8. #38
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    Standard AW: Steuern sind Raub

    Zitat Zitat von -jmw- Beitrag anzeigen
    (...)
    Die Frage stellt sich dann durchaus, ja.
    Und es ist mir auch keine politische Richtung bekannt, die Steuern rundheraus ablehnt, aber umfangreiche staatliche Monopole odgl. nicht, insofern ist das, was wir hier treiben, eigentlich mehr Denksport denn was anderes.
    Zu wissen wie man's nicht macht, ist auch eine Art von Wissen.

    Zum konkreten Problem fällt mir ein: Man könnte innerhalb des Staatsmonopols Unternehmungen in einem geregelten Wettbewerb gegeneinander antreten lassen.
    So wie das System mit den unterschiedlichen Konstruktionsbüros in der sowjetischen Luft- und Raumfahrt? Ja, das könnte gehen. Man müsste sich dann noch die Frage stellen, welche Anreize man für diese Art von Wettbewerb schaffen will, aber da kann man sich schon was einfallen lassen.

    Ein military-industrial complex, der militärindustrielle Komplex insbesondere der Vereinigten Staaten, wo Industrie, Kapital und Verteidigungsministerium eng verknüpft sind, was Geldströme, Forschung und Personal angeht.
    Verstehe.

    "Volksgemeinschaftlich kontrolliert" hört sich für mich aber wie eine andere Umschreibung für "staatsverwaltet" an. Es geschähe also eine Rekonstruktion des Staates zum Zwecke der Selbstverteidigung oder zumindest der Abschreckung. Oder nicht?

    Nicht wirklich, nein.
    Ich vertraue dir einfach mal.
    "Dem modernen Menschen ist es gleichgültig, in seinem Leben keine Freiheit zu finden, wenn er sie in den Reden jener verherrlicht findet, die ihn unterdrücken." - Nicolás Gómez Dávila

  9. #39
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    Standard AW: Steuern sind Raub

    Zitat Zitat von Gryphus Beitrag anzeigen
    Zu wissen wie man's nicht macht, ist auch eine Art von Wissen.
    Stimmt.

    So wie das System mit den unterschiedlichen Konstruktionsbüros in der sowjetischen Luft- und Raumfahrt? Ja, das könnte gehen. Man müsste sich dann noch die Frage stellen, welche Anreize man für diese Art von Wettbewerb schaffen will, aber da kann man sich schon was einfallen lassen.
    Wen man Boni, Lohnhöhen, sogar die Existenz der Unternehmen selber davon abhängig macht, also Marktwirtschaft betreibt, ginge das wohl.

    Verstehe.

    "Volksgemeinschaftlich kontrolliert" hört sich für mich aber wie eine andere Umschreibung für "staatsverwaltet" an. Es geschähe also eine Rekonstruktion des Staates zum Zwecke der Selbstverteidigung oder zumindest der Abschreckung. Oder nicht?
    Öhm...
    Jain.
    Ich gehe aus von autonomen Rechts- und Sozialgemeinschaften, die sich zusammenschliessen, um u.a. die Landesverteidigung zu organisieren.
    Das kann man einen "Staat" nennen, insofern sie in ihrer Gesamtheit ein territoriales Gewaltmonopol hätten.
    Jedoch gehen die gängigen Definitionen aus von einer Staatsgewalt, die bei einer Organisation liegt.

    Ich vertraue dir einfach mal.
    Kluge Entscheidung!
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  10. #40
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    Standard AW: Steuern sind Raub

    Zitat Zitat von -jmw- Beitrag anzeigen
    (...)
    Wen man Boni, Lohnhöhen, sogar die Existenz der Unternehmen selber davon abhängig macht, also Marktwirtschaft betreibt, ginge das wohl.
    So ganz marktwirtschaftliche wäre das nicht, da es keine marktwirtschaftliche Preisbildung durch Angebot und Nachfrage gäbe, sondern der Preis, trotz konkurierender Hersteller, vom Monopolisten gesetzt werden würde, aber funktionieren könnte es trotzdem.

    Öhm...
    Jain.
    Ich gehe aus von autonomen Rechts- und Sozialgemeinschaften, die sich zusammenschliessen, um u.a. die Landesverteidigung zu organisieren.
    Das kann man einen "Staat" nennen, insofern sie in ihrer Gesamtheit ein territoriales Gewaltmonopol hätten.
    Jedoch gehen die gängigen Definitionen aus von einer Staatsgewalt, die bei einer Organisation liegt.
    Hängt in der Tat von der Staatsdefinition ab.

    Ich nehme für meine das erste Buch von Aristoteles' "Politics" zur Grundlage. Laut der spricht man von einem Staat, sobald sich Dörfer (Gemeinschaften) zum Schutze oder zur Durchsetzung gemeinsamer Interessen zusammenschließen, nach dem sich zuvor Mann und Weib zur Familie, und mehrere Familien zum Zwecke der Bedarfsdeckung zum Dorf zusammengeschlossen haben. Das heißt, der Staat beginnt dort, wo der Bedarfsbund aufhört und der Interessensbund beginnt. Das wäre bei Verteidigungsgemeinschaften der Fall.
    "Dem modernen Menschen ist es gleichgültig, in seinem Leben keine Freiheit zu finden, wenn er sie in den Reden jener verherrlicht findet, die ihn unterdrücken." - Nicolás Gómez Dávila

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