Wahlergebnis in Syrien verspätet sich –
Annan warnt vor Bürgerkrieg
Aktualisiert um 20:16
UNO-Sondervermittler Kofi Annan sieht angesichts anhaltender Gewalt nur noch in der
Beobachtermission die Chance auf eine Stabilisierung des Landes. Die
Regierungsangriffe haben wieder zugenommen.
Einen Tag nach der Parlamentswahl in Syrien haben
Truppen des syrischen Regimes ihre Angriffe auf die Protesthochburgen wieder verstärkt.
Nach Angaben
von Aktivisten der Opposition wurden durch Schüsse und Artillerieattacken in sieben Provinzen insgesamt
17 Menschen getötet.
(Wer waren diese Menschen??)
Das Regime von Präsident Bashar Assad feierte die Parlamentswahl von gestern als Meilenstein bei den zugesagten Reformen. Regierungsvertreter erklärten heute, mit der Auszählung der Stimmen sei begonnen worden,
vor morgen sei aber mit den Resultaten nicht zu rechnen.
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Die Opposition sah in der Abstimmung eine Farce und beteiligte sich erst gar nicht an ihr.
70 Beobachter im Land
Am Flughafen von Damaskus trafen 15 UNO-Fahrzeuge sowie Ausrüstung für die Beobachter ein.
Syrien-Sondervermittler
Kofi Annan sieht in der Beobachtermission «die einzig verbleibende Chance», das Land zu stabilisieren.
«Ansonsten haben wir die ernste Sorge, dass Syrien voll und ganz in einen Bürgerkrieg abrutscht», sagte Annan.
«Das können wir nicht zulassen.»
Das Assad-Regime stehe immer noch mit gepanzerten Kräften in Wohngebieten und habe das Militär nicht wie zugesagt zurückgezogen.
«Das ist nicht akzeptabel!» Es gebe aber auch Angriffe gegen Regierungstruppen und -einrichtungen.
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Die syrische Regierung erklärte, hinter den Protesten steckten vom Ausland unterstützte Terroristen, die das Land schwächen wollten.