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Auch nach Jahren mit hohen Wachstumsraten ist das türkische Pro-Kopf-Einkommen nur halb so groß wie im EU-Durchschnitt“, erläutert Handrich. Der für ein Schwellenland
niedrige Investitionsanteil am Bruttoinlandsprodukt bei gleichzeitig hohem inländischen Verbrauch stellt ein weiteres Problem dar. „Angesichts der schnell wachsenden Bevölkerung sind vor allem
langfristige Investitionen in die Infrastruktur und das Bildungssystem notwendig.“ Auch die Tatsache, dass internationale Investoren ihr
Geld nur kurzfristig in der Türkei anlegen, birgt für das Land große Risiken. „Ein erheblicher Teil des ausländischen Kapitals fließt in den Konsum und nicht in den Aufbau produktiver Strukturen. Der durch die kurzfristigen Kapitalzuflüsse getriebene Wechselkursanstieg gefährdet zudem die Exportwirtschaft des Landes.“
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