
Zitat von
DenkMal
Zu Sarrazins Ausdruck „Kopftuch-Mädchen“:
Das Kopftuch ist Teil der Religionsausübung und kein politisches Symbol.
!!! So wie die Nonnen-Haube oder die jüdische Kippa Teil der Religionsausübung ist !!!
Wer in einem Kopftuch eine Bedrohung sieht oder sich allein deshalb daran stört, weil es ihm fremd ist bzw. aus einem anderen Kulturkreis kommt, der sollte sich ernsthaft fragen, ob er noch alle Latten am Zaun hat.
Angesichts der verbrecherischen Holocaust-Vergangenheit Deutschlands ist das alles besonders unbegreiflich.
Nach der extrem verbrecherischen Vergangenheit in Sachen Rassismus, Nationalismus, deutschem Größenwahn und Fremdenfeindlichkeit sind wir glücklicherweise eine multikulturelle Gesellschaftsordnung geworden. Was für Rechtspopulisten und Nationalisten, wie z.B. den geistigen Brandstifter Sarradinedschad und seine Anbeter ein großes Unglück darstellt. Es bleibt zu hoffen, daß diese „Fraktion“ es nicht über eine neue Partei verhindern wird, daß hier die gesetzlich verankerte Religionsfreiheit und die Gleichberechtigung von Religionen weiterhin angestrebt wird und daß begriffen wird, daß das Christentum keine Platzhirsch-Position hat, sondern gleichberechtigt neben dem Islam zu stehen hat.
Deshalb müssen in diesen Zeiten verstärkt Zeichen gesetzt werden gegen die immer schlimmer um sich greifende Apartheid und Moslemverfolgung in Deutschland durch Faschisten und Rassisten. Es darf nicht gewartet werden, bis Sarrazin und Co. dieses Land soweit sturmreif geschossen haben, daß eine derartige Form von Apartheid, Rassismus, Verunglimpfung und Ausgrenzung, wie sie derzeit in der BRD zu beobachten ist, Normalität geworden ist und sich kaum noch jemand darüber empört.
Die Anhänger vom geistigen Brandstifter Sarradinedschad und anderer Rassisten haben es immer noch nicht kapiert:
Es geht in der Integrations-Debatte um die Integration von Migranten und nicht um deren Anpassung!!!
Migranten wird also seitens der Berliner Politiker nahegelegt, daß sie sich integrieren (lat.: einpassen, einfügen) sollen und nicht, daß sie sich assimilieren (anpassen) sollen!
Der Unterschied ist der, daß Integration zu eine bunten, vielfältigen Gesellschaft auf dem Boden gemeinsam akzeptierter Werte und Normen führt, während Assimilation ein Gleichmachen und eine Unterdrückung individueller Besonderheiten bedeutet.
Beispiele: Es ist sinnvoll, wenn die Kinder der Migranten zweisprachig aufwachsen und nicht nur Deutsch sprechen.
Es ist unsinnig, wenn die Migranten ihre eigene Kultur und ihre eigenen Wertvorstellungen an der Garderobe abgeben und künftig Schweinefleisch essen, alkoholabhängig werden (wie so viele in der deutschen Leitkultur und besonders bei ihren Jugendlichen), sich Krachlederne statt Kopftuch anziehen und das Jodeln erlernen.
Früher hieß es „Ka . nacken raus“ und dieser Rassisten-Spruch kam aus der Unterschicht. Heute heißt dasselbe „Islamkritik“ und kommt von ganz oben. (frei nach Hagen Rether).
Und Sarrazin kommt von oben. Nach Angaben der „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ erhält er ab Oktober 2010 eine um 1.000 Euro höhere Pension, als ihm derzeit eigentlich zustehen würde Sie hätte sie ihm erst bei einem regulären Ausscheiden ab 2014 zugestanden. Insgesamt bekommt er ab Oktober 2010 eine Altersversorgung von rund 10.000 Euro (incl. Ansprüche aus seiner Tätigkeit als Berliner Finanzsenator, Staatssekretär in Rheinland-Pfalz und Bundesfinanzministeriums-Beamter). Es geht ihm finanziell also sehr schlecht, drum kauft sein Buch und sponsert diesen armen Menschen.
Ein Buch von oben also, daß sich laut Andrea Nahles (SPD-Generalsekretärin) gegen die Leute von unten richtet und in dem die ganze deutsche Unterschicht diffamiert wird. In Sarrazins Thesen zur Vererbung von Intelligenz verbreitet Sarrazin veraltete Gen-Theorien und ein Elite-Denken, welches die Menschen in nützliche und unnütze Menschen einteilt. Diese Ansichten sind mit den Grundwerten der SPD nicht vereinbar.
Ein kluger Mensch hat einmal im Zuge der Debatte um Sarrazin, um Rassismus gegenüber Ausländern im Allgemeinen und um Rassismus gegenüber Muslimen im Besonderen gesagt:
Der Rassismus ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Das ist die Folge von jahrzehnte langer Verunglimpfen von Ausländern. Diese Verunglimpfung wurde nun im Kampf der deutschen „Leitkultur“ gegen eingewanderte Kulturen zur Normalität und zum Alltag. Immer weniger werten diese Verunglimpfung als das, was es ist: Rassismus und Apartheid! Demnächst wird man wohl zu lesen bekommen: „Kein Zutritt für Muslime“, „Nur für Christen“, „Nur für Deutsche" oder "Kauft nicht bei Türken" - und das genau ist der maßgebliche Knackpunkt. Früher waren es die Juden, in der DDR waren es die "Fitschies" und in der BRD von heute sind es die Mitbürger muslimischen Glaubens. Und wo so etwas endet, das wissen wir alle aus der jüngsten Geschichte.
Beachtenswert daß die Opfer dieser Fremdenfeindlichkeit und dieses Rassismus (insbesondere muslimische Mitmenschen) immer noch erstaunlich friedlich sind und das alles hinnehmen. Diese Friedfertigkeit ist Teil ihrer gelebten Religion, welche sie damit in anerkennenswerter Weise umsetzen. So manches Mal (insbesondere beim Thema Sarrazin) habe ich in Diskussionen mit unseren muslimischen Mitmenschen gesagt: "Menschenskinder, warum laßt Ihr Euch das eigentlich alles gefallen. Es wird Zeit, daß Ihr endlich einmal deutlich und nachhaltig reagiert." Aber sie tun es nicht. Vielleicht muß es erst noch dicker kommen, wer weiß?
Es ist jedenfalls erstaunlich, wieviel brauner Dreck noch im deutschen Michel steckt. Da werden schon wieder und ungeachtet unserer jüngsten Verbrecher-Vergangenheit frei nach Julius Streicher Minderheiten als General-Schuldige für alles Ungemach ausgemacht und in übelster Weise mit Rassismus und Fremdenfeindlichkeit überschüttet, denn der Mob sprang schon immer willig auf Hetzer wie Sarrazin an. Und ganz besonders in Deutschland. Eine unerträgliche Situation ist es aber, wenn nun auch noch berüchtigte Sozial-Darwinisten wie Clement (das ultimative Bolzenschußgerät gegen ALG-II-Empfänger) anfangen, dem hetzenden Rassisten-Pöbel Rechnung zu tragen, weil selbiger gerade besonders laut brüllt. Es ist doch erstaunlich, was für Gestalten alles in der SPD waren/sind. Clement ging ja bemerkenswerter Weise von selber. Sarrazin jedoch wird die Opfer-Nummer durchziehen.
Fazit:
Sarrazin hat Recht. Er spricht einfach nur aus, was viele Deutsche denken - nämlich nichts!!!