"Was wir hier in diesem Land brauchen sind mutige Bürger, die die roten Ratten dorthin jagen, wo sie hingehören - in ihre Löcher"
FJS in der "Welt" vom 23.09.1974
Überhaupt ist sehr interessant, dass gerade jene, die immer wieder Pseudohelden entdeckt haben, diesmal ein Sarrazin, zuvor war es Merkel, Sarkozy und sonstige Kasper, nie aus ihren Fehlern lernen, dass sie im Grunde genommen nur ausgenutzt werden. Da werden Nebelkerzen gezündet, um die eigentlichen Schritte einzuleiten.
Wollen wir uns einfach folgendes vor Augen führen. Da ist eine selbsternannte Elite und Grossindustriellen bis Banken, die mit grossem Lobbyismus schliesslich ab den 60er Jahren bei der Politik dafür sorgten, dass Niedriegstlohnarbeiter nach Deutschland kommen. Primär ging es neben der verbilligten Arbeitskraft auch darum, das deutsche Lohnniveau zu drücken. Die Industrie hat seine Wettbewerbsfähigkeit und Exporte genau diesem Umstand zu verdanken. Wobei die Kostenreduzierung auch durch Automatisierung, Umorganisierung der Prozesse und deren Optimierung ebenfalls geschafft worden wäre. Man ist allerdings den vermeintlich bequemeren Weg gegangen, zumal durch die Migration von Millionen Niedrigstlohnarbeitern langfristig die Löhne senken liessen, somit dieser Weg für die Grossindustrie ganz besonders verlockend erschien.
Ich überspringe nun die 80er bis Mitte der 90er Jahre, wo die eigentliche Problemmigration geschehen ist, unter Helmut Kohl. Das ist nämlich ein Thema für sich.
Anfang der 90er Jahre hatte mal bereits eine Wirtschaftskrise. Und was hat damals die Kohl Regierung gemacht? Trotz der Arbeitslosenzahlen wurden über 4.5 Mio Russlanddeutsche geholt. Auch da wurde nicht auf Qualifikation geachtet. Habe kein Problem mit Russlanddeutschen. Schliesslich sind es auch Deutsche. Das Probleme ist aber, wieso holt man über 4.5 Mio Russlanddeutsche in einen Arbeitsmarkt, das ohnehin stark überlastet ist und es sich zunehmend abgezeichnet hat, dass der Niedriglohnsektor langfristig schrumpft und in vielen Regionen sogar wegbricht?!
Die Frage beantwortet sich von selbst. Das Ergebnis sieht man heute mit den 1 Euro Jobbern. Von einem gesunden Arbeitsmarkt, das einst den Arbeitnehmern eine langfristige Perspektive bieten konnte, hat die Politik Hand in Hand mit der Wirtschaft einen Arbeitssklavenmarkt geschaffen, wo Menschen nun für extreme Niedriglöhne arbeiten, damit gerade mal so überleben können. Erinnert einen an Zustände in der Dritten Welt.
Erstaunlich in diesem Zusammenhang ist folgendes. Hans-Olaf Henkel, früher selbst Manager und später Präsident des BDI Bundesverband der Deutschen Industrie, hat in der öffentlichen Debatte recht früh, quasi von Anfang an, bevor überhaupt das Buch erschienen war, den Sarrazin öffentlich unterstützt. Da macht sich gerade der Bock zum Gärtner. Da stellt sich also gerade jener, der einst sich mit grossem Lobbyismus für Arbeitsmigranten in den Niedriglohnsektor stark gemacht hat hervor und unterstützt eine Person wie Sarrazin, der für sozialdarwinistische, besonders menschenverachtende neoliberale Positionen steht!
Muss man da noch gross erläutern, wer sich da gegenseitig die Eier krault?
In der ganzen Diskussion mit Sarrazin sticht eines recht deutlich heraus. Mit den Migranten wird nun ein Sündenbock geschaffen, das nun die deutsche Bevölkerung darauf einstimmen soll, insbesondere im Sinne von weiterer Ausbeutung im Niedriglohnsektor letztendlich entscheidende Einschnitte im Sozialstaat vorzunehmen. Im Zusammenhang mit Sarrazin wurden nämlich begleitend die steigenden Sozialkosten andiskutiert. Dass die deutschen Grossunternehmen Steuersubventionen dafür nutzten, um deutsche Arbeitsplätze ins Ausland auszulagern und mit diesem Geld dort Arbeitsplätze zu schaffen, die wiederum mit dem deutschen Lohnstandort konkurrieren, darüber redet natürlich angesichts des Nebelwandes keiner.
Hinzu kommt, es bestand von Anfang an überhaupt kein Interesse daran, dass eingewanderte Migranten gesellschaftliche Aufstiegschancen bekommen, auch die Bildung der Kinder war nicht erwünscht. Letztendlich wird es auch von Sarrazin ausgesprochen, wenn jemand dumm ist, wozu noch in deren Bildung investieren, so der Tenor. Letztendlich steckt dahinter nichts anderes, um Menschen aus sozial schwachen Schichten weiter niedrig zu halten, damit den Wohlhabenden keine Konkurrenz entsteht. Exakt diese Debatte und Ängste des Grosskapitals gab es schon mal in Deutschland, diesmal gegenüber deutschen Arbeitern und Bauern. Diese seien von Natur aus dumm, so dass es unnütz wäre, in deren Bildung zu investieren.
Letztendlich schadet sich der deutsche Bürger, indem sie solchen kapitalistischen Sozialdarwinisten hinterdackelt nur sich selbst. Einerseits werden die Einschnitte ganz gewiss nicht die Migranten betreffen, die übrigens laut Studien mit Armut viel besser umgehen können, da sie es in ihren Heimatländern auch kennen, sondern ganz besonders Deutsche.
Es ist wie mit den Antiterrorgesetzen. Da möchte man angeblich die Kontenbewegungen von Terroristen überwachen, letztendlich wurde daraus die Finanzamtsüberwachung, die nun deutsche Bürger ausspioniert.
Im ersten Step werden zunächst Deutsche auf eine Linie gebracht, um sich erst einmal über Migranten zu empören, was im zweiten Step dazu führen wird, die Einschnitte im Sozial- und Gesundheitswesen zu begründen, weiterhin erneute Verschärfung in Richtung Arbeitssklaverei.
Dasselbe Spielchen hat man übrigens mit den Fachkräften versucht. Auch da sollte ein Fachkräfteniedriglohnsektor geschaffen werden, mit ständiger Jammerei der Industrie, über angeblichen Fachkräftemangel. Es scheiterte allerdings daran, dass kaum ausländische Fachkräfte nach Deutschland wollen. Und die Gründe sind mitnichten ein angeblicher Rassismus, sondern finanzielle Nachteile für die Fachkräfte und bessere Alternativen in anderen Ländern. Länder wie die USA oder Kanada sind schlichtweg perspektivisch attraktiver. Währenddessen fällt kaum einem auf, dass die hier ausgebildeten Fachkräfte in Deutschland aufgrund immenser Steuern ins Ausland abwandern!
Die Rechnung ist ganz einfach. Wieso sollte man seine Lebenszeit in einem Land absitzen, das etwa Dreiviertel des hart erarbeitetes Geldes direkt und indirekt einem aus der Tasche zieht, wenn man gleichzeitig im Ausland dasselbe verdienen kann, bei viel höherem Lebensstandard und mit deutlich mehr in der Tasche.
Wenn ich mir zahlreiche deutsche Bekannte von mir betrachte, bei denen es bereits ausgereicht hat, zwei Jahre im Ausland zu arbeiten, um sich ein eigenes Haus zu kaufen, hierzulande muss derjenige 15-30 Jahre hart sparen, beantwortet sich die Frage von selbst, was rational der beste Weg ist. Nämlich seine Qualifikation zu nehmen, die Koffer zu packen und im Ausland mit besserer Perspektive loszulegen.
Vor kurzem war eine Dokumentation über deutsche Wissenschaftler, die mangels Perspektiven und Geld aus Deutschland scharenweise auswandern. Einer davon landete in Australien. Innerhalb weniger Jahre hat er nun sein eigenes Haus, schickes Auto, alles drum und dran. Finanziell und von der Lebensqualität her ein gravierender Unterschied zu seinem Leben in Deutschland. Alleine die niedrigeren Steuern machen viel aus.
Aber so lange man auf Kosten der Bürger die Pleitebanken sanieren kann und hunderte Milliarden für EU-Pleitestaaten übrig hat, das man auch von den Bürgern auspresst, kann es ja so schlimm nicht alles sein. Zumal auch kaum jemand dagegen protestiert, dass sie ausgepresst werden wie eine Zitrone.
Geändert von Durkheim (04.09.2010 um 17:31 Uhr)
"Was wir hier in diesem Land brauchen sind mutige Bürger, die die roten Ratten dorthin jagen, wo sie hingehören - in ihre Löcher"
FJS in der "Welt" vom 23.09.1974
Das ist doch vollkommen irreal und undurchführbar. Es leben allein schon über 3 Millionen Türken hier in Deutschland. Die haben eine Wohnung, gehen teilweise zur Arbeit oder betreiben ein Geschäft. Die werden wir nicht mehr los, der Zug ist abgefahren.
Die Begrenzung bzw. der Stopp des Familiennachugs, der Ausschluss von Sozialleistungen für die ersten fünf Jahre des Aufenthalts und die rigorose Abschiebung von Straftätern wären möglich, alles Andere ist utopisch.
###edit###
:depp: :depp: Zunächst mal wurde er nicht seines Amtes enthoben und niemand hätte das auch getan oder beantragt oder ihn verklagt etc. Das stand nie zur Debatte! Er wurde lediglich für seine (richtigen) Äußerungen kritisiert und sah das als Beschädigung des Amtes an, was es teilweise ja auch war. Was es nie und zu keiner Zeit war ist grundgesetzwidrig.
Geändert von bernhard44 (04.09.2010 um 17:31 Uhr)
"Was wir hier in diesem Land brauchen sind mutige Bürger, die die roten Ratten dorthin jagen, wo sie hingehören - in ihre Löcher"
FJS in der "Welt" vom 23.09.1974
Mitglied der nationalbolschewistischen Front
"Der Prinz fürchtet lediglich, nun habe er eine Revolution am Hals. Lasst uns ihm zeigen, wie furchtbar er uns unterschätzt..."
-Harald, Brujah Primogen von New York City, zu Beginn der Zweiten Feuernacht
"Was wir hier in diesem Land brauchen sind mutige Bürger, die die roten Ratten dorthin jagen, wo sie hingehören - in ihre Löcher"
FJS in der "Welt" vom 23.09.1974
Zitat Petra Dannebaum:
7Selbst Sarrazingegner haben ihre Probleme mit diesem Eingriff in die Meinungsfreiheit. Wenngleich die Sarrazin-Befürworter schon das Gros der dt. Bevölkerung stellen, mit dem Rausschmiss Sarrazins brächte die obere Klasse noch weit mehr Menschen gegen sich auf.Hallo Herr Bundespräsident
Ich als Niedersächsin schätze Ihre Arbeit sehr! Ihre Klarheit und Toleranz bewunderte ich. Und nun ... Herrn Sarrazin aus der Partei und seinen Ämtern verbannen?
Ich bin absolut NICHT seiner Meinung.
Aber ich war immer der Ansicht, dass in einer Demokratie das Recht auf freie Meinungsäußerung besteht. Gilt das nicht mehr? Gerade Sie, der die Ohren beim Volk hatte. Vorbei?
Sehr schade.
Lieblingsgericht: Thunfischgrütze.
1. Frauen schulden keiner einzigen Religion Dank für auch nur einen Impuls der Freiheit
2. Vier Dinge kommen nicht zurück:
Das gesprochene Wort, der abgeschossene Pfeil, die vertane Zeit
und die verpasste Gelegenheit.


USRAEL und der US-Kongress provozieren den (Atom-)Krieg! Die EU-Vasallen sowie die westlichen Massenmedien wirken aktiv mit. Und Europa wird - endlich wieder, dafür aber zum allerletzten Mal - Kriegsschauplatz!
WAHNSINN- aber mit Methode!
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