Der SPAGGEL macht sich Sorgen:
Und jetzt der "Spin":Ein Problem auch für die SPD
Doch ist es nicht allein ein Problem der Union. Bei der SPD, die Sarrazin ausschließen will, gehen seit Tagen wütende E-Mails von aufgebrachten Bürgern und Mitgliedern ein. Generalsekretärin Andrea Nahles sah sich gezwungen, mit einem Brief um Verständnis zu werben. "Wir machen uns unsere Entscheidungen in dieser Sache nicht leicht", schrieb sie. 90 Prozent der Zuschriften, so SPD-Chef Sigmar Gabriel, würden Sarrazin recht geben. Es ist eine schwierige Lage für die Noch-Volksparteien.
Denn Sarrazins Thesen, das zeigen auch Meinungsumfragen, treffen in der Bevölkerung auf viel mehr Zustimmung als unter den führenden Köpfen der Parteien von der CSU bis zur Linken. Selten war sich die politische Elite so einig wie in der Ablehnung von Sarrazins Buch und seinen Interview-Äußerungen, die die Migrationsdebatte auf einen simplen Biologismus verengt.
Die Argumentation von Merkel, Gabriel und Co.: Ja, es stimmt, nicht alles in der Integrationspolitik läuft nach Plan. Und nein, man kann deshalb keine derart verallgemeinernden Thesen wie Sarrazin aufstellen.
[Links nur für registrierte Nutzer]Letzteres scheinen mehr Deutsche anders zu sehen als es den etablierten Parteien lieb ist: Sarrazin könne für manche seiner umstrittenen Zitate mit bis zu 50 Prozent Zustimmung rechnen, sagt der Sozialforscher Andreas Zick von der Universität Bielefeld. Der Bielefelder Langzeitstudie zu "Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit" zufolge finde jeder zweite Bundesbürger, in Deutschland lebten zu viele Zuwanderer. [...]
Nicht zu viele "Zuwanderer", zu viele brunzdämliche, gewaltbereite, nicht integrierbare MUSLIME!



Mit Zitat antworten







