Der Berliner SPD-Politiker Heinz Buschkowsky hat jedoch scharfe Kritik geübt.
„Wenn jemand wegen umstrittener Thesen mit einem Berufsverbot belegt wird, geht das den Menschen gehörig gegen den Strich”, sagte der Bürgermeister des Bezirks Neukölln gegenüber „Spiegel Online”.
„Es gibt bei uns immer noch die Meinungsfreiheit.”
Der Berliner Innensenator Ehrhart Körting (SPD) hat Wulff scharf kritisiert. Im Sender n-tv warf Körting Wulff vor, die Bundesbank dazu ermuntert zu haben, sich von Vorstandsmitglied Thilo Sarrazin zu trennen. Das sei ein „zweiter Skandal”. Körting sagte: „Für noch skandalöser halte ich, dass der Bundespräsident als derjenige, der über die Abberufung Sarrazins neutral und unabhängig entscheiden soll, sich vorher schon äußert und die Bundesbank ermuntert, tätig zu werden.”
„HEXENJAGD“ AUF SARRAZIN
Körting sprach von einer „Hexenjagd” auf Sarrazin, die er problematisch finde. Der Bundesbank warf er vor, den Fall noch gar nicht geprüft zu haben. „Dass die Bundesbank darüber nachdenkt, ob dieser Mensch für das Institut noch tragbar ist, ist in Ordnung. Das müssen die Leute entscheiden und nüchtern prüfen. Das aber scheinen sie ja noch gar nicht gemacht zu haben, wenn sie jetzt erst mal einen Anwalt beauftragen, der das alles verifizieren soll.” Körting legte Sarrazin nahe, von selbst aus der SPD auszutreten. Sarrazin wäre gut beraten, Privatier zu werden und nicht Mitglied einer Partei.