Wenn ich das hysterische Gekreische in den Medien und aus unseren Parteien richtig interpretiere, dann ist gegen S. ein Kesseltreiben eröffnet an dessen Ende er sowohl seine SPD-Mitgliedschaft und seinen Job als Bundesbanker los ist. Das ganze noch garniert von einer Anklage wegen Volksverhetzungo.ä.
Wenn man sich dagegen verschiedenste Umfragen und die Verkaufszahlen seines Buches betrachtet, dann ist die Zustimmung zu seinen Thesen grandios und ein erdrückendes Indiz dafür, daß er ein zu lange unterdrücktes Thema offensiv anspricht. Unsere Politkaste wird dies aber dennoch nicht daran hindern, ihn zu diffamieren und letztendlich mundtot zu machen.
Das Militär ist der einzige Weg (Q-Drop #26)
a irrst du, mein Lieber. Diese These ist in der wissenschaftlichen Debatte alles andere als sententia communis. Wäre dem so schlicht, dann können wir uns ja sämtliche Bildungsmaßnahmen sparen und munter Eugenik treiben. Zu dumm, daß das "Intelligenzgen" so nicht existiert.
Ich halte es da eher mit Schirrmacher, der heute in der FAZ wie folgt kommentiert:
Und das wichtigste steht wie so oft am Schluß. Denn Sarrazin öffnet, so Schirrmacher, mit seiner Gen-Diskussion die Büchse der Pandora:Thilo Sarrazin, hat ein Buch geschrieben, das durchaus sehr viele richtige und notwendige Dinge sagt. Aber es führt zu Konsequenzen, die er sich selbst nicht zu ziehen traut und sogar mit Fleiß verbirgt und die in ihrem Ergebnis manchem seiner Anhänger den Atem rauben würden. Es ist kein Zufall, dass entscheidende Begriffe, Namen und Quellen im Register nicht auftauchen, obwohl sie sich in den Fußnoten oder über Verweise rekonstruieren lassen. Das ist kein Versehen. Man sollte Sarrazin nicht unterschätzen. Er will eine völlig neue politische Debatte auslösen, die im Kern biologisch und nicht kulturell argumentiert. (...) Sarrazin spricht, wenn er von Kultur redet, nicht vom Erbe, sondern vom Erbgut, und auch das ist Bestandteil demokratischer Diskurse vor exakt hundert Jahren: „Die Gesellschaft“, so der mächtige Biologe Harry Laughlin, „muss Erbgut als etwas betrachten, das der Gesellschaft gehört und nicht allein dem einzelnen.“
Mit jeder Seite, die man liest, wird klarer, dass es sich hier nicht um ein bildungsbürgerliches Traktat handelt, sondern um die Etablierung eines völlig anderen Kulturbegriffs. Es geht um die Verbindung von Erbbiologie und Kultur und damit letztlich um, ein Wort, das Sarrazin (Darwin zitierend) so unerschrocken benutzt, wie einst Gottfried Benn, „Zuchtwahl“ und „Auslese“. Sarrazin redet nicht von Goethe und Schiller, obwohl auch Dichter in seinem Buch vorkommen. Kultur ist ihm der Reflex biologischer Prozesse. (...)
Da er, der die Kultur verteidigen will, in Wahrheit selbst nicht mehr an ihre bindende und verbindliche Kraft glaubt, geschieht das, was grundsätzlich geschieht, wenn Gesellschaften um ihre Identität fürchten und ihren eigenen Werten misstrauen: die Flucht in den Biologismus.
Sarrazin entsorgt den Kulturbegriff und ersetzt ihn durch ein erbbiologisches Phantasma, das dem 19. Jahrhundert entstammt. Für die Gegenwart liefert dergleichen keine zielführenden Antworten.Seine Antwort ist so radikal, dass sie vor muslimischen Milieus nicht haltmachen wird. Sie betrifft alle, das sollten seine Anhänger wissen. Es ist ein Symptom, dass eine demographisch verwundete Gesellschaft ihren Ausweg in der Biologie sucht. Es ist ein fataler Irrweg. Sarrazins Intelligenzmodell kennt keine spontanen Ausbrüche an Begabung und Talent. Er kann nicht erklären, wieso viele große geistige Leistungen der letzten Jahrhunderte aus bildungsferneren Schichten stammten. Dabei wäre dies der Impuls, mit dem man auch die muslimischen Milieus aufwecken könnte. Bildung und das Vermögen, sich des eigenen Verstandes zu bedienen, hat Menschen aus dem gesellschaftlichen Nichts zu den großen Bewegen gemacht, ganz gleich, wer ihre Eltern waren. Es stimmt nicht, dass, wie Frau Merkel meint, Sarrazins Buch nicht „hilfreich“ ist. Es ist sehr hilfreich und wird einen Wendepunkt markieren. Es ist hilfreich, um wirklich zu verstehen, was auf dem Spiel steht.
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"Die beiden Gelehrten Gabundus und Terentius diskutierten 14 Tage und 14 Nächte lang
über den Vokativ von Ego. Am Ende griffen sie zu den Waffen."
Umberto Eco
Unsere fälschlich so genannte „Zivilisation“ beruht in Wirklichkeit auf Zwangsarbeit und Sklaverei, Zuhälterei und Prostitution, Organisierter Kriminalität und Kannibalismus.
Prof. Dr. Jack D. Forbes
Wulf traut sich nicht:
[Links nur für registrierte Nutzer]Trotz immensen Drucks aus der Politik verzichtet die Bundesbank darauf, die Abberufung ihres umstrittenen Vorstands zu beantragen.
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