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Horst Eberhard Richter hat in einem seiner Bücher ("Eltern, Kind, Neurose" oder "Patient Familie") die Funktion eines "Sündenbockkindes" so beschrieben: Weil sich in einer neurotischen Familie alle Mitglieder darauf geeinigt haben, daß dieses bestimmte Kind "schuld" ist an allen familiären Problemen, stabilisiert sich so ein neurotischer Familienverband und kann nach außen "normal" wirken. Das betroffene Kind bekommt alle Aggressionen der übrigen Familienmitglieder ab, die jedoch keinerlei schlechtes Gewissen dabei empfinden. Denn sie sind davon überzeugt, moralisch vollkommen richtig zu handeln.
Das sieht für mich eher psychotisch als neurotisch aus.

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Die sogenannte Völkergemeinschaft benutzt uns als solch einen "Stabilisator". Denn eigentlich sind sie alle untereinander Konkurrenten, die sich am liebsten gegenseitig an die Kehle gingen, um sich die immer geringer werdenden Ressourcen abzujagen. Weil man aber immer schön auf Hitlerdeutschland verweisen kann, ziehen alle schnell die Köpfe ein und freuen sich, daß sie selber so frei sind von derart niedrigen Beweggründen, wie man sie uns Deutschen gern unterstellt.
Die Westler werden uns den Bombenholocaust nicht verzeihen.

Die menschlich relevante Auschwitzlüge, nämlich die Behauptung, man könne die eigenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit gegen die der Nazis aufrechnen und erhalte einen positiven Saldo, ist ja die Lebenslüge des Westlers. Selbst ein führender englischer Moralphilosoph wie A.C. Grayling hat sich diesen Fehlgriff geleistet. Man kann also noch immer alle Hoffnung fahren lassen.

Das Gerede von der deutschen "Rückkehr in die Zivilisation" ist ja eigentlich nur grauenhaft. Die westliche Zivilisation besteht seit Jahrhunderten darin, beim Menschenfressen Fingerschalen zu benutzen. Man sollte einen Blick in Heinsohns Lexikon der Völkermorde geworfen haben, bevor man so einen entsetzlichen Mist von sich gibt.