
Zitat von
Alfredos
Inzwischen rücken einige Mitglieder der 9/11-Kommission vom ihrem eigenen Bericht ab. In einem erstaunlichen Artikel, der am 2. August 2006 unter der Überschrift "9/11 Panel Suspected Deception by Pentagon - Allegations Brought to Inspectors General" in der Washington Post erschienen ist, wurde berichtet, bei der 9/11-Kommission sei man während der Untersuchung des 11. September "zu dem Schluß gekommen, daß die ursprüngliche Geschichte des Pentagons, wie es auf die Terrorangriffe von 2001 reagiert" habe, "Teil eines absichtlichen Versuches gewesen sein" könnte, "die Kommission und die Öffentlichkeit in die Irre zu führen, statt einer Spiegelung der verwirrenden Ereignisse an jenem Tag..." Dazu schrieb der Post-Journalist Dan Eggens weiter:
Nach Angaben einiger Kommissionsquellen erschien der Verdacht auf Missetaten dermaßen begründet, daß die zehnköpfige Kommission bei einem geheimen Treffen gegen Ende ihrer Amtszeit im Sommer 2004 darüber diskutierte, die Angelegenheit an das Justizministerium zwecks strafrechtlicher Ermittlung weiterzuleiten. Die Stabsmitarbeiter und einige Ausschußmitglieder seien der Meinung gewesen, daß E-Mails und andere Beweismittel einen hinreichenden Grund für den Verdacht lieferten, daß sich Beamte des Verteidigungsministeriums und der zivilen Luftfahrtbehörden strafbar gemacht hätten, indem sie falsche Aussagen gegenüber dem Kongreß und der Kommission in der Hoffnung gemacht hätten, die mißratene Reaktion auf die Entführungen zu kaschieren, sagten diese Quellen.
Am Ende habe sich der Ausschuß auf einen Kompromiß geeinigt und die Vorwürfe dem Generalinspekteur jeweils im Verteidigungs- und im Transportministerium übergeben, die, falls sie es für erforderlich hielten, Ermittlungen einleiten könnten, sagten Beamte.
"Bis heute wissen wir nicht, warum NORAD [das North American Aerospace Command] uns das sagte, was es uns gesagt hat", erklärte Thomas H. Kean, der ehemalige republikanische Gouverneur von New Jersey, der den Vorsitz der Kommission innehatte. "Es war dermaßen von der Wahrheit entfernt ... Es war später eines dieser losen Enden, die einfach nicht verknüpft werden konnten."