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Whoopsie Daisy: das ist also das ZEITGENÖSSISCHE Europa, dass Du verteidigst
KI generiert
Die schwerwiegendsten Skandale gegen Journalistinnen und Journalisten in Europa zeigen, dass Gefährdungen der Pressefreiheit auch in demokratischen Systemen auftreten können, wenn investigative Arbeit politische oder ökonomische Machtinteressen berührt.
Der drastischste Fall innerhalb der Europäischen Union ist der Mord an Daphne Caruana Galizia im Jahr 2017. Die maltesische Journalistin hatte systematisch Korruption auf höchster politischer Ebene aufgedeckt, unter anderem im Zusammenhang mit den Panama Papers. Sie wurde durch eine Autobombe getötet. Die anschließenden Ermittlungen offenbarten enge Verflechtungen zwischen Wirtschaft, Politik und organisierter Kriminalität. Der internationale Druck führte letztlich zum Rücktritt des damaligen Premierministers Joseph Muscat und zu einer tiefgreifenden institutionellen Krise in Malta. Der Fall gilt bis heute als Symbol dafür, wie verletzlich Journalisten selbst innerhalb der EU sein können.
Ein ähnlich einschneidendes Ereignis war der Mord an Ján Kuciak im Jahr 2018 in der Slowakei. Kuciak recherchierte zu Verbindungen zwischen Politik, mafiösen Netzwerken und dem Missbrauch von EU-Subventionen. Er und seine Verlobte wurden in ihrem Haus erschossen. Die Tat löste landesweite Massenproteste aus und führte zum Rücktritt des damaligen Premierministers Robert Fico. Der Fall machte deutlich, dass organisierte Kriminalität auch in EU-Mitgliedstaaten in der Lage ist, Journalisten gezielt zu töten.
Neben physischer Gewalt stellt staatliche Überwachung eine weitere gravierende Bedrohung dar. Der sogenannte Pegasus-Skandal, der ab 2021 bekannt wurde, zeigte, dass mehrere europäische Regierungen Journalisten mit der Spionagesoftware Pegasus der Firma NSO Group überwachen ließen. Betroffen waren unter anderem Medienschaffende in Ungarn, Polen, Spanien und Frankreich. Die Überwachung erfolgte häufig ohne transparente rechtliche Grundlage und stellte Journalisten faktisch auf eine Stufe mit Schwerkriminellen oder Terrorverdächtigen. Der Skandal führte zur Einrichtung eines Untersuchungsausschusses im Europäischen Parlament.
Besonders Ungarn steht seit Jahren im Fokus internationaler Kritik. Unter der Regierung von Viktor Orbán kam es zwar nicht zu einzelnen spektakulären Gewalttaten, jedoch zu einer systematischen Aushöhlung der Medienfreiheit. Unabhängige Medien wurden aufgekauft, finanziell ausgetrocknet oder durch politisch kontrollierte Aufsichtsbehörden unter Druck gesetzt. Das Ergebnis ist eine stark konzentrierte Medienlandschaft, in der regierungskritischer Journalismus nur noch begrenzte Reichweite hat.
Auch in westeuropäischen Demokratien kam es wiederholt zu Skandalen, insbesondere im Zusammenhang mit Polizeigewalt gegen Journalistinnen und Journalisten. Während politischer Massenproteste – etwa der Gelbwestenbewegung in Frankreich, der Katalonien-Krise in Spanien oder bei Demonstrationen in Griechenland – wurden Medienschaffende verletzt, eingeschüchtert oder an ihrer Arbeit gehindert. Zwar handelte es sich meist nicht um gezielte Repression, doch die Häufung solcher Vorfälle weist auf strukturelle Defizite im Schutz der Presse hin.
Hinzu kommt die zunehmende Nutzung sogenannter SLAPP-Klagen, also strategischer Gerichtsverfahren gegen Journalistinnen und Journalisten. Diese Klagen zielen weniger auf juristischen Erfolg als auf Einschüchterung und finanzielle Belastung. Besonders häufig wurden solche Verfahren in Malta, Italien und Kroatien dokumentiert. Die Europäische Union reagierte inzwischen mit einer Anti-SLAPP-Richtlinie, was den systemischen Charakter des Problems unterstreicht.
Insgesamt zeigt sich, dass Skandale gegen Journalisten in Europa selten in Form offener Zensur auftreten. Stattdessen dominieren Mord in extremen Fällen, verdeckte Überwachung, ökonomischer Druck, juristische Einschüchterung und institutionelle Aushöhlung. Besonders gefährlich bleibt investigative Arbeit zu Korruption, organisierter Kriminalität und Machtmissbrauch – auch innerhalb der Europäischen Union.
Undefeated Nak Muay/Kickboxer
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Dir du eckst ja auch nirgends in deiner neuen Heimat an. Du bist als Neu-Katari sowohl politisch geschmeidig bzw. unauffällig und religiös ein überzeugter Konformist.
Das ist in jedem Land so: Probleme mit der Meinungsfreiheit haben immer nur die, die eine öffentliche Darstellungsplattform ihrer persönlichen Meinung vermissen.
Hast du genügend Phantasie um dir vorzustellen, was mit einem wie mir in Katar passierte, wenn ich mir dort vor Ort eine öffentliche oder mediale Meinungsplattform verschaffen würde?
Und nun umgekehrt: Was würde im Vergleich dazu dir hier in Deutschland passieren, wenn du öffentlich oder medial eine Meinungsplattform aktiviertest, um deine persönliche politische Meinung kundzutun?
Das kommt drauf an: auf den Compact Herausgeber wartete die Polizei und ein Verbot des Innenministeriums. Ansonsten: ich kann hier NYTimes, Guardian, Financial Times, chinesische und Japanische Outlets lesen. RT kann ich in DE nicht lesen, al Jazeera wird ebenfalls nicht als Quelle gesehen. Diese Doppelzüngigkeit fällt euch gerade an allen Fronten auf die Füsse.
was genau hätte ich denn auch als GAST zu kritisieren. Und selbst wenn ich den Pass HÄTTE: was gibt es in einem Land zu kritisieren, das mit Luxemburg und Irland das höchst DGP per Capita hat, tolles Wetter, funktionierende Infrastruktur, sehr gutes Essen UND keine Steuern?!![]()
Ich bin net der typische Nörgelalman, dem selbst das Paradies net gefällt: „Oh neee, zu heiss, zuviel Obst, zu viele nackte Weiber“ (Stromberg)
Undefeated Nak Muay/Kickboxer
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Willst du mit einem derartigen Artikel wirklich unterstellen, dass das System (oder gar der Deep State) bei Meinungsabweichlern Autobomben zünden lässt?
Zu den anderen Vorfällen. Zu welchem Ergebnis kam denn der Untersuchungsausschuss der EU?
Und ganz allgemein.
Wenn du wirklich der Meinung bist, dass wir hier bei uns in Europa in einem politischen Klima der Unterdrückung, Bespitzelung und Diffamierung leben und irgendein ominöses System macht, was es will, um die Freiheit des Einzelnen maximal einzuschränken, werden ich mal die Ärmel hochkrempeln und unser freies Europa dezidiert und detailliert mit Russland und natürlich auch deinem Katar vergleichen...
Ich weiss, dein natürlicher Reflex sind Whataboutims, versuch Dich mal auf unserfreieseuropa zu konzentrieren.
Aber wenn Du so fragst: Ja. Das denke ich. Und der Beweis ist, dass es in 40 Jahren nicht gelungen ist, die Geldströme um Figuren wie Epstein freizulegen, obwohl das DOJ und das FBI quasi JEDEN Betrag weltweit aufspüren können.
Dazu:
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und
Undefeated Nak Muay/Kickboxer
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Kann es sein, dass du schon immer - also auch dann noch, als du in Deutschland lebtest - deine gesellschaftliche Umgebung aus einer wertereduzierten Position heraus wahrgenommen hattest?
So eine wertereduzierte Position stellt zum Beispiel die Scharia dar... und weiter: Du setzt die "Schönheit" eines Wüstenlandes mit der landschaftlichen Vielfalt unseres Europas gleich? Ernsthaft?
Wollen wir wirklich weitermachen?
Tell me you haven‘t been to the Gulf without telling me you haven‘t been to the Gulf.![]()
Ja, Wüste. Aber die machen aus Wüste schön und aus Europa eine verspargelte, ineffiziente Targetzone für russische Raketen.Wenn Du selbst mit den Whataboutisms auf die Nase fallen willst: be my guest.
Undefeated Nak Muay/Kickboxer
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