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Friede den Hütten! Krieg den Kriegstreiberpalästen! (Georg Büchner und ich)

Exakt. Wobei sich bei mir beruflich oft die Annahmen als falsch herausstellten. Vieles liess sich nur durch Probieren, Anfragen, Nachfragen, ... ergründen. Allerdings war der Ehrgeiz der treibende Faktor. In der Politik sollte das anders sein; das ist ja kein Nischenplatz, sondern eher eine Wissenschaft.
Ich verstehe deinen Idealismus – Visionen braucht Europa dringend.
Aber Visionen ohne Bodenhaftung tragen nicht. Politik ist kein Gedankenspiel, sondern muss Machtverhältnisse, Akzeptanz und reale Interessen berücksichtigen. Kritik daran ist nicht unkreativ, sondern notwendig.
Europa scheitert nicht an zu wenig Vision, sondern daran, daß viele Visionen die Lebensrealität der Menschen ignorieren. Idealismus wird erst stark, wenn er sich dieser Realität stellt.
Ich nehme dir deinen Idealismus ab. Wirklich.
Aber Idealismus wird erst dann politisch stark, wenn er sich der Realität stellt, statt sie bewusst auszublenden. Sonst bleibt Europa nicht Neuland – sondern ein Experiment, das viele Menschen innerlich längst verlassen haben.
FUCK THE WOKE
Dinge kommen zurück und sind wieder in. Ich kann es kaum erwarten,bis Moral, Respekt und Inteligenz wieder im Trend sind.
Der Mai-1945-Vergleich greift deshalb zu kurz, weil er Analyse mit Hellseherei verwechselt. Eine Baseline-Analyse hätte damals verlässlich gezeigt, was nicht möglich ist, welche Pfade unbezahlbar, instabil oder politisch nicht durchsetzbar sind. Und genau diese negative Erkenntnis ist in Krisenzeiten oft wertvoller als jede positive Vision.(Produktionskapazitäten, Demografie, Institutionelle Zerstörung, Finanzielle Restriktionen)
Visionen haben eine eigentümliche Eigenschaft: Sie können sich erfüllen – müssen es aber nicht. Historisch haben sich viele große, emotional aufgeladene Zukunftsbilder als realitätsfremd, falsch kalibriert oder sogar als Weg ins Unglück erwiesen, gerade weil sie strukturelle Grenzen ignorierten. Die Geschichte Europas selbst liefert dafür leider mehr als genug Anschauungsmaterial.
Sachliche Analyse ist weniger glamourös, aber robuster. Sie verspricht keine Erlösung, sondern liefert belastbare Ergebnisse: Kostenräume, Reaktionszeiten, institutionelle Engpässe. Sie kann enttäuschen, aber sie täuscht nicht. Und selbst wenn sich die Rahmenbedingungen später ändern, bleibt Analyse anschlussfähig – Visionen dagegen brechen oft genau dort, wo die Realität nicht kooperiert.
Dass die EU politisches Neuland ist, bestreite ich nicht. Aber Neuland entbindet nicht von Physik. Auch dort gelten Traglasten, Legitimitätsgrenzen und soziale Reibung. Visionen zeigen, wohin man will – Analyse entscheidet, ob man unterwegs abstürzt.
Kurz gesagt: Visionen können inspirieren. Analyse hingegen führt immer zu einem sinnvollen Ergebnis – manchmal unbequem, manchmal ernüchternd, aber verlässlich.
Und in Zeiten von Krieg und systemischer Krise ist Verlässlichkeit kein Mangel an Fantasie, sondern eine Form von Verantwortung und manchmal überlebenswichtig.
...... dann wärst du in der Strafkompanie im Konzentrationslager Sachsenhausen "Schuhläufer Kommando". Täglich täglich zu laufende Strecke von 40 bis 48 Kilometer mit Steinen im Gepäck. Wer liegenblieb wurde erschossen.
Du bist der rechts im Bild:
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Ich bin frei von Vorurteilen. Ich hasse alle Menschen gleichermaßen. #W. C. Fields#
Die Selbstverwaltungsstrukturen, die die NATO im Kosovo wachsen ließ, kritisierte eine als „Verschlusssache“ eingestufte Studie des Instituts für Europäische Politik (IEP) 2007 als „fest in der Hand der Organisierten Kriminalität“, die „weitgehende Kontrolle über den Regierungsapparat“