User in diesem Thread gebannt : autochthon and Optimist |
Verbreite nicht ständig Blödsinn, ist ja peinlich
Blöd ist heute Standard
Vom subtilen Unterschied zwischen Angela Merkel und Ursula von der Leyen
15.12.2025 18:14
Man muss schon genau hinsehen, um sie zu unterscheiden.
Über die Meinungsfreiheit in Deutschland und der EU.
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Die Selbstverwaltungsstrukturen, die die NATO im Kosovo wachsen ließ, kritisierte eine als „Verschlusssache“ eingestufte Studie des Instituts für Europäische Politik (IEP) 2007 als „fest in der Hand der Organisierten Kriminalität“, die „weitgehende Kontrolle über den Regierungsapparat“




Die Quitessenz aus all dem ist: Der Einfluss der Politik auf die Wirtschaft und auf die technische Entwicklung muss zwingend begrenzt bleiben. Was im Sozialismus natürlich nur sehr schwer umsetzbar ist. Aber, wie wir heute sehen, auch ein formal kapitalistisches System kann an einen Punkt kommen, an dem politischer und ideologischer Einfluss zum wirtschaftlichen Stillstand führt.
"Wenn es um die ganz großen Verbrecher geht, gibt es für die Polizei nur eine Aufgabe: Ihnen Schutz zu gewähren!"
Kriminalkommissar Jensen
Die Selbstverwaltungsstrukturen, die die NATO im Kosovo wachsen ließ, kritisierte eine als „Verschlusssache“ eingestufte Studie des Instituts für Europäische Politik (IEP) 2007 als „fest in der Hand der Organisierten Kriminalität“, die „weitgehende Kontrolle über den Regierungsapparat“
Zunächst zur Drohkulisse:
Dass Russland nuklear rhetorisch eskaliert, ist unbestritten. Das gehört seit 2022 zum festen Bestandteil strategischer Kommunikation aus Moskau. Aber zu behaupten, nur Russland drohe explizit, ist historisch schlicht falsch. Die USA haben über Jahrzehnte mit "all options on the table", "extended deterrence" und "decapitation strikes" gearbeitet – nur eben in technokratischem Pentagon-Englisch statt in Talkshow-tauglichen One-Linern.
Das ist kein moralischer Unterschied, sondern ein kommunikativer Stilunterschied. Abschreckung funktioniert überall über implizite und explizite Drohung. Wer glaubt, westliche Nuklearstrategie sei reine Friedenslyrik mit freundlicher Fußnote, verwechselt PR mit Doktrin.
Jetzt zum eigentlichen Highlight:
"Dunkle Mächte", "Versklavung der Welt", "Benutzung ganzer Völker" – da verlassen wir endgültig die Politikwissenschaft und betreten das Reich der Marvel-Bösewichte.
Du ersetzt Akteursanalyse durch Mythologisierung. Staaten, Eliten, Interessen, innere Konflikte, ökonomische Zwänge – alles verschwindet zugunsten eines binären Weltbildes: hier das Licht, dort die Dunkelheit. Das ist nicht "realitätsgerechter" als formale Logik, das ist schlicht Manichäismus mit geopolitischem Anstrich.
Wenn China und Russland "die Welt versklaven wollen", stellt sich ganz banal die Frage: Wie genau?
Mit welchen Instrumenten, gegen welche Widerstände, bei welchen Kosten? China hängt ökonomisch tief in westlichen Märkten, Russland kämpft seit Jahren mit strukturellen Schwächen. Das sind keine allmächtigen Schattenreiche, sondern Staaten mit sehr realen Begrenzungen. Großmächte, ja. Dämonen, nein.
Und genau hier kippt deine Argumentation erneut:
Erst sind es barbarische Kulturen. Dann sind es finstere Strippenzieher. Dann wiederum werden "deren Völker benutzt". Mal sind sie Täter, mal Werkzeuge, mal Teil einer nebulösen Pyramide. Das ist kein konsistentes Modell, das ist ein narrativer Baukasten, der je nach Bedarf umgesteckt wird.
Zur "freien westlichen Welt" als Gegenpol:
Auch hier wieder viel Pathos, wenig Analyse. Der Westen ist kein homogener Kulturblock der Individualisten, sondern ein konfliktreiches Bündnis mit Machtasymmetrien, Interessenwidersprüchen und – Überraschung – ebenfalls reichlich Unterwanderungs- und Einflussversuchen in beide Richtungen. So funktioniert internationale Politik seit Jahrhunderten. Daran ist exakt nichts neu.
Ich sehe das genau umgekehrt: Nicht die Politik hemmt die Wirtschaft, sondern mächtige Konzerne und Lobbyisten beeinflussen Politik massiv – und damit Wirtschaft und technologische Entwicklung.
Subventionen, Gesetze, Regulierungen und Förderprogramme werden oft so gestaltet, daß etablierte Großakteure profitieren, während Innovationen kleinerer Firmen ausgebremst werden.
Politische Entscheidungen dienen dann weniger dem Gemeinwohl, sondern den Interessen der wirtschaftlich Mächtigen. In diesem Sinne ist der eigentliche Stillstand oft das Ergebnis von Lobbyismus, nicht von zu viel politischer Steuerung.
Du interpretierst mich falsch. Ich gehe nicht davon aus, dass es irgendeine Art von Automatismus gibt, was die Reaktionen in der politisch-diplomatischen Interaktion betreffen. Wovon ich allerdings ausgehe ist, dass es die Option gibt, auf Machtspiele mit Machtspielen zu reagieren. Das war's dann auch schon.
Und es ist genau diese Option, die ich als (mindestens!) gleichwertig den anderen bekannten Handlungsoptionen zuordne: mäßig und behutsam Kleinbeigeben, kapitulieren, verhandeln bis zum Exzess, Zeit schinden oder schlicht dem Verlauf der militärisch-operativen Entwicklungen die Festsetzung der Verhandlungsziele zu überlassen. Vieles ist möglich, aber auch alles ist unmöglich!
Zur "Verhärtung" bei atomar bewaffneten Staaten.
Es drängt sich der Eindruck auf, dass Atommächte grundsätzlich nicht dazu bereit sind, "das Letzte" aus den diplomatischen Bemühungen herauszuholen. Man ist sich zu gewiss, dass man nicht wirklich, also total, verlieren kann, ohne dass dieses Schicksal zugleich den Gegner trifft. Diese Gewissheit macht meiner Meinung nach "verhandlungsträge", ja fast schon "verhandlungsüberheblich"!
Was das Ende des Kalten Krieges betrifft, so war das "Totrüsten" des militärischen Gegners nur marginal merklich durch Gespräche flankiert. Wenn du SALT I+II oder die darauf folgenden START I+II Verträge meinst, so ging es da ausschließlich um die Reduzierung strategischer Waffen, aber nie um die Reduzierung eines konventionellen Bedrohungspotentials. Auf den Punkt gebracht, was die Kosten betraf: Auch nach den Abrüstungsverhandlungen war die Sowjetarmee immer noch ein immenser Kostenfaktor in der Budgetierung des Riesenlandes. Zu kostenintensiv, aber vor allem: zu personalintensiv. Das muss man sich mal überlegen: Die Sowjetunion hielt sich auch nach Ende des Zweiten Weltkrieges kontinuierlich eine Streitkräftestärke von vier Millionen Mann. Dauerhaft. Über Jahrzehnte. Diese Human Resources fehlten natürlich im Produktionsprozess bzw. in der Wertschöpfungskette!
Und zum Schluss: Man wird durch das reine Durchhalten zwar nicht stärker; aber man kann den Gegner dadurch ökonomisch oder auch psychologisch schwächen. Gerade dieses Argument wird doch von den Putinverstehern verwendet, um diese offensichtliche "Abnutzungstaktik" der russischen Streitkräfte zu verteidigen. Dass es sich dabei um Menschen handelt, die nicht nur "abgenutzt", sondern "totgenutzt" werden, scheint der russischen Führung allerdings egal zu sein.
Geändert von amendment (17.12.2025 um 20:27 Uhr)
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