User in diesem Thread gebannt : Neben der Spur |
Es hängen Erinnerungen dran. Onkel und Tante aus dem Westen waren Ende der Siebziger mit solch einem hier. Natürlich mit der bürgerlichen Version. Trotzdem der Hingucker in der ganzen Stadt. Knalliges Gelb-Grün und braunes Kunststoff-Dach. Dazu die Nachtbeleuchtung innen. Das war Klasse!![]()
"Lieber entdeckte ich einen Satz der Geometrie, als daß ich den Thron von Persien gewänne!"
Thales von Milet (Philosoph, Staatsmann und Mathematiker 624 v.u.Z. - 546 v.u.Z.)
Wenn man "Alteisenjunkie" ist, lohnt sich das (Ein-)Sammeln von alten
automobilen Truemmerhaufen so oder so. Wenn auch nicht unbedingt finanziell.
Darum geht es dem wirklich "Infizierten" oft auch nicht.
Nicht wenige "Jaeger und Sammler" in diesem Bereich verstehen sich als
"Retter".


Ich weiß was Du meinst.
Mit den Wanderdünen ist das so eine Sache und dem heutigen Strassenverkehr. Als daily muss man es wollen. Entschleunigt aber auch. Mein Traumauto ist ja der e39, als R6 Handschalter, also nicht so ganz Oldie. Eigentlich krass, dass die schon H Kennzeichen bekommen werden. Ist für mich irgendwie kein Oldie. Die gehen schon gut. Zwei Sachen sind mit aber aufgefallen: Mit dem Handschalter kleben einem moderne Autos beim Beschleunigen aus dem Stand beim Schaltvorgang oft hinten drauf. Nicht wegen dem Abzug, aber weil die modernen Gurken ja mit DSG oder was auch immer den kurzen Einbruch beim Schaltvorgang nicht haben. Ich beschleunige moderat durch schalte dann, die Deppen hinten meinen dann wahrscheinlich oft, stark reintreten zu müssen, rechnen aber nicht mit dem Schaltvorgang, Meist junge SchnöselINNEN. Der R6 sauger zieht ja ab 4500 erst richtig, was dann den Jagdinstinkt bei den anderen auslösen könnte...
Für das vermehrte stop and go heutzutage ist natürlich eine Automatik besser, aber das hat ja auch nichts mit Fahren zu tun.
Zur Servo muss ich sagen, dass der eine schon eher schwer geht, erinnert an die Zeiten ohne Servo. dafür liegt er bei 240 immer noch wie ein Brett, mit einer Hand zu fahren. Vielleicht mal die Servoflüssigkeit mit Filter wechseln... Finde das aber nicht störend, irgendwie mag ich das, wenn man was in der Hand hat. Der andere mit M-Paket lenkt sich ohne jegliche Anstrengung beim Parken, die Lenkung ist aber messerscharf im Gegensatz zu modernen Gurken.![]()
Warum sich beide da so unterscheiden, keine Ahnung,
Heizerist in Ben Ephraims Gemeinde.
Ja, das vermute ich auch. Ein Indiz wäre auch der oft magelnde Rostschutz aber Werk, oder aber solche Scherze wie lifetime Füllungen. Es wird also Herstellerseitig schon damit gerechnet, daß die Gurken nach einer bestimmten Kilimoterleistung oder Zeit über den Jordan gehen, bauartbedingt.
Ist schön nachzuvollziehen bei meinen beiden e39. Der facelift hat schon lifetimefüllungen beim Getriebe und Differentialöl. Die Öle unterscheiden sich nicht wissentlich, die Getriebe auch nicht. Man merkt es auch an vielen Kleinigkeiten, daß der facelift schon die abgespecktere Version ist. Am Plastik, Scheibenwischermotor, Verschraubungen usw.
Für mich sind Autos, die mehr an Kutschenbau erinnern irgendwie fremd und alt. Ich bewundere das sehr, finde das auch geil, aber täglich fahren möchte ich das nicht. Borgwart, Carmann usw. sind schon sehr geil. Die sind aber eigentlich zu schade als daily. Für sowas fehlt mir der Platz, das Geld und die Zeit. Leider.
Heizerist in Ben Ephraims Gemeinde.
Hmmm, schwierige Frage, daß wir da nicht aneinander vorbeireden. Also was sich "lohnt". Finanziell kann ich Dir das nicht beantworten, da kenn ich mich nicht aus. Wer das wie als Lebensunterhalt betreibt, keine Ahnung.
Ich hab hier einen Schrotthändler, der sich auf BMW bis 2000 spezialisiert hat. Der holt über die Jahre Unfallwägen usw., lässt die am Hof gammeln und man kann sich das Zeug selber ausbauen. Der weiss genau, was es noch neu gibt und dementsprechend hoch sind dann die Preise. Je mehr Zeit vergeht, desto höher die Preise und desto schlechter die Teile. Ist aber auch KFZ Meister und hat eine Werkstatt dabei.
Die andere Variante ist die pure Liebhaberei. Ich hab seit mehreren Jahren eine Internetbekanntschaft aus Australien, ehem. Steuerberater. Sein einziges Hobby ist die Restauration eines T2. Extrem zeitaufwändig, in Australien extrem teuer aufgrund der Ersatzteile usw. Der hat das Ding komplett entkernt und die Karrosserie professionell instandsetzen gelassen, neu lackiert in individueller Farbe. Die Innenausstattung individualisiert als Camper, dezentes zeitgemässes Motortuning mit weber doppelvergaser usw. Er meint scherzhaft, daß da sein komplettes überschüssuiges Geld rein geht. Er liebäugelt jetzt schon mit einem Käfer oder Iltis...
Die reingesteckte Kohle da irgendwie wieder rauszubekommen ist unrealistisch, aber darum gehts dem ja nicht.
Dann noch was ganz Interessantes zu dem Thema. Die Legenede Fritz Wagner aus Kolbermoor. Ich hab ihn zweimal getroffen, nur am Rande - kautziger aber warmherziger Typ, wir sind durch die BMW Leidenschaft und Schrauberei gleich prima ins Gespräch gekommen, nach einigem abchecken. Der Mann ist theoretischer Multimillonär, aber das interessiert ihn nicht. Weil sein Lebenstraum immer der M1 war. Ein Leben voller Entbehrungen um den Traum m1 zu leben (u.a. in der Freizeit in den Mülltonnen bei der M Gmbh zu wühlen und sowas...). Er hat gemeint, daß wenn er mal Geld brauchen würde, er vielleicht (!) einen verkaufen würde. Aber nicht an irgendeinen Deppen der nur Geld hat.
Unbedingt anschauen:
ps: Dann gibt es solche wirklichen Spezialisten und Könner wie Raab (Wagner macht das auch, aber nicht aus finanziellem Interesse), die ihren Lebensunterhalt damit verdienen. Die aus mehreren Autos ein neuwertiges bauen. Aber das ist für mich ein anderes, unerreichbares Universum:
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Geändert von Heinrich_Kraemer (11.12.2025 um 10:40 Uhr)
Heizerist in Ben Ephraims Gemeinde.
Ich bin mittlerweile dabei, Ersatzteile zu horten, ist mir nach Deinem Beitrag erst aufgefallen...Leisten, Dichtungen, Felgen, Nabendeckel, Plastikverkleidungen, Disa, KG entlüftung, Clipse, Spreiznieten, Schrauben, Halter...
Nein nein, von einer Infektion kann man hier niemals nicht sprechen....![]()
Heizerist in Ben Ephraims Gemeinde.
Für unsere Oldtimer-Junkies zur Info. Hier nochmal der Artikel zu den Oldtimern: [Links nur für registrierte Nutzer]
Jahrelang ging es für Oldtimer auf dem Markt nach oben. Doch spätestens seit Anfang des Jahres sieht das anders aus. Oldtimer aus den 50er und 60er Jahren bekommen kein Rad auf den Boden. Dafür stehen junge Klassiker hoch im Kurs.
Ich hab jetzt in der Bücherei den bisher unbekannten Krimi von Edgar Wallace entdeckt: Der Siezer!
Nein, du bist natuerlich nicht infiziert...
Aber ernsthaft, wenn man ein entsprechend altes Fahrzeug besitzt und auch fahren
will, sollte man bei passenden Gelegenheiten auch Teile "auf Lager" legen.
Ich fahre einen 4x4 Nissan Patrol ( H-Kennzeichen) aus den 1980ern als Alltagsauto.
Einige wichtige Teile gibt es neu, andere nur noch gebraucht.
Eventuell werde ich mir sogar einen moeglichst kompletten Schlachtwagen hinstellen.
Normalerweise sind diese Autos wegen massivem Rost an Rahmen und Karrosserie
gestorben, der Rest ist meist nicht sooo schlecht, wenn man Glueck hat.
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