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Stimmt! Wir sollten daher unbedingt auf das Verhalten des Israeliten achten. Wenn die Israeliten
ploetzlich freiwillig in den Tibet ziehen, steht die Sintflut unmittelbar bevor.
Konfessionen.org Juli 3, 2022
Die Sintflut – Fakt oder Mythos?
in Bibel, Christentum, Gott, Heilige Schriften, Islam, Jahwe, Jesidentum, Judentum, Koran, Religion, Tanach
Die Sintflut ist eine der bekanntesten Geschichten der Bibel. Ihre Spuren führen jedoch über biblische Zusammenhänge hinaus in eine weitaus ältere Geschichte. Was ist dran an der Sintflut – wie viel Fakt steckt im Mythos der großen Flut?
War die Sintflut eine „Sündflut“?
Zur Etymologie
Das Wort „Sintflut“ leitet sich etymologisch aus dem Althochdeutschen ab. Hier steht die Vorsilbe „sin“ aber nicht etwa für „Sünde“, sondern bedeutet so viel wie „groß, umfassend, dauernd“. Die Sintflut ist also nichts weiter als die „große Flut“. Mit dem Wort „Sünde“ hat sie nur insofern etwas zu tun, dass sie im mittelalterlichen Volksmund zur „Sündflut” umgedeutet wurde, was sich aus dem christlichen Sündenwahn unschwer ableiten lässt.
Geschichte der Sintflut
Die Sintflut ist den meisten Menschen aus der Bibel bekannt. Aber auch der Koran bedient sich der Geschichte. Die Bibelstelle mit der Geschichte der Sintflut befindet sich im 1. Buch Mose, Kapitel 6 und spielt in einer Zeit, als es „auf der Erde noch Riesen gab“. (Gemeint sind die sogenannten Nephilim.)
...
Die Sintflut im Atraḫasis-Epos
Bereits in altorientalischen Texten finden sich Berichte einer Sintflut. Das sumerische Atraḫasis-Epos schildert die Überschwemmung bereits im 19. Jahrhundert vor Christus – also gut 1.000 Jahre vor den Autoren des Alten Testaments.
Die Atraḫasis-Steintafel berichtet von der Sintflut
Hier wird die Sintflut nicht als Strafe Gottes geschildert, sondern als bewusste Maßnahme zu deren Dezimierung. Es gab zu viele Menschen und ihr Lärmen störte den Schlaf des sumerischen Hauptgottes Enlil.
Nach mehreren erfolglosen Anläufen, die Menschheit zu vernichten, schickte er eine Sintflut. Der Weisheitsgott Enki hingegen warnte den Priester Atraḫasis und riet ihm, ein Schiff zu bauen, um die Flut zu überstehen.
Na, das kommt uns aber bekannt vor!
Atraḫasis wählt eine Anzahl handverlesener Freunde und Verwandte aus, welche die Sintflut in dem „würfelförmigen und wasserdichten“ Schiff überleben. Da Enlil aber noch besänftigt werden muss, weil sein genozidaler Vernichtungsplan gescheitert ist, macht Enki die Menschen ab diesem Moment sterblich. Somit ist die Vermehrung gebremst und Enlil besänftigt.
Die Sintflut in der Sumerischen Königsliste
Die sumerische Königsliste stammt aus dem späten dritten oder frühen zweiten Jahrtausend vor Christus. Sie listet sumerische und akkadische Herrscher ab dem vierten Jahrtausend v. u. Z. mit Namen, Residenzort und Herrschaftsdauer auf. Auch hier gibt es einen Hinweis auf die Sintflut:
„Die Flut ergoss sich über das Land. Nachdem die Flut sich über das Land ergossen hatte, stieg die Königswürde zum zweiten Mal vom Himmel herab. Kisch wurde zum Sitz der Herrschaft …“
Übersetzung der Inschrift aus dem Ashmolean Museum (Oxford)
Etana-Mythos und Sintflut
Etana war der erste König der Sumerischen Königsliste und Begründer der ersten Dynastie von Kisch. Er gilt als der erste König „nach der großen Flut“. Die Datierung der vorhandenen Schriften reicht bis ins 24. Jahrhundert vor Christus.
Die Sintflut im Gilgamesch-Epos
Aus vermutlich derselben Zeit stammt auch das Gilgamesch-Epos, das bekannteste Schriftdenkmal der sumerischen und akkadischen Kultur. Gesichert ist die Rückdatierung bis ins 18. Jahrhundert vor Christus. Das Epos schildert die Heldentaten des Königs Gilgamesch. Später fanden Teile des Atraḫasis-Epos ihren Eingang in die Gilgamesch-Geschichte, sodass auch diese dann die Überlieferung der Sintflut forttrug. Hier wird sie übrigens nicht (wie in der Bibel) durch Regen verursacht:
„Einen ersten Tag walzte der Sturm das Land nieder. Rasend brauste er einher. Dann aber brachte der Ostwind die Sintflut. Wie ein Schlachtengemetzel ging die Wucht der Flut über die Menschen hinweg. Der Bruder kann seinen Bruder nicht sehen, noch erkennen die Menschen einander in der Vernichtung. Selbst die Götter packte da vor der Sintflut die Angst! Sie wichen zurück, sie hoben sich fort in den Himmel des Anum. […] Wie Fische im Schwarm füllen die Menschen das Meer! […] Sechs Tage und sieben Nächte lang gehen Wind und Wetter, Sturm und Sintflut brausend einher. Doch als der siebente Tag anbrach, da begann der Sturm sich aufzuhellen, die Sintflut nahm ein Ende.“
Quelle: Gilgamesch-Epos
In der sumerischen Fassung gehört die Sintflut allerdings nicht zu den ursprünglichen Elementen des Gilgamesch-Epos.
Deukalionische Flut
Auch die griechische Mythologie kennt die Sintflut: Hier spielt der König von Thessalien, Deukalion, die Hauptrolle.
Zeus hatte beschlossen, die Menschheit auszurotten, weil sie verdorben war. Deukalion war der Sohn des Prometheus und der Pronoia, was soviel wie „Vorsorge“ bedeutet. Auf Geheiß des Prometheus baute Deukalion ein großes Schiff. Daraufhin setzte ein starker Regen ein, der ganz Griechenland überschwemmte. Nur Deukalion und seine Frau Pyrrha überlebten, laut anderen Quellen gab es aber noch mehr Überlebende, die auf Bergspitzen geflohen waren.
Um eine neues Menschengeschlecht zu begründen, riet ein Orakel ihnen dazu, Steine über ihre Schultern zu werfen. Aus den Steinen wurden dann neue Menschen. Die Deukalionische Flut ist dank der Parischen Chronik datierbar: Demnach soll sie im Jahr 1529 oder 1528 v. u. Z. stattgefunden haben.
Die Sintflut in anderen Kulturkreisen
Aus zahlreichen anderen Kulturen sind ebenfalls Sintfluten überliefert. Zudem findet sich des öfteren der Topos einer „Arche“ im Sinne eines großen Schiffs, mit dessen Hilfe die Überschwemmung gemeistert werden kann.
Dazu gehört eine Geschichte aus Indien ebenso wie die Kosmogonie des isländischen Edda-Epos. Auch australische Aborigines berichten von einer „Großen Flut“. Weitere Beispiele finden sich in China, Neuguinea sowie bei den amerikanischen Ureinwohner. Auch im Islam und im Jesidentum gibt es eine Sintflut.
Die Sintflut in der Bibel
Am bekanntesten ist wohl die Sintflut der Bibel mit ihrem Helden Noah. Noah (auch Noe oder Noach) wurde als einziger gottesfürchtiger Mensch von Gott (Jahwe) selbst vor der Sintflut gewarnt.
„Der Herr sah, dass auf der Erde die Bosheit des Menschen zunahm und dass alles Sinnen und Trachten seines Herzens immer nur böse war. Da reute es den Herrn, auf der Erde den Menschen gemacht zu haben, und es tat seinem Herzen weh. Der Herr sagte: Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe, vom Erdboden vertilgen, mit ihm auch das Vieh, die Kriechtiere und die Vögel des Himmels, denn es reut mich, sie gemacht zu haben. Nur Noach fand Gnade in den Augen des Herrn.“
1. Mose 6, 5-8
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Wann fand die Sintflut statt?
Die christliche Geschichtsschreibung ist sich uneins, wann die Sintflut stattgefunden haben soll.
Ältere Datierungen weisen auf das Jahr 3268 v. u. Z. Jüngere Datierungen weisen meist in eine Zeit zwischen dem 26. und 23. vorchristlichen Jahrhundert.
Naturwissenschaftliche Erklärungsmodelle der Sintflut
In der Wirklichkeit gibt es eine ganze Reihe von Ereignissen, die katastrophale Überschwemmungen, Überflutungen und Tsunamis auslösen können.
Schwemmfluten
So ist insbesondere das Zweistromland mit den beiden Flüssen Euphrat und Tigris zweifellos Schauplatz vieler Überschwemmungen. Von denen waren sicherlich auch einige katastrophal. Den Ägyptern ging es mit den Schwemmfluten im Nildelta („Nilschwemme“) genauso.
Megafluten durch Stauseen
Am Übergang des Pleistozäns in das jetzige Erdzeitalter Holozän vor rund 12.000 Jahren gab es sogenannte Megafluten. Diese entstanden in Europa und Asien durch das Aufbrechen von Gletscherstauseen.
Minoische Eruption
Etwa im 17. Jahrhundert v. u. Z. wurde die ägäische Insel Thera (heute: Santorini) von einem gigantischen Vulkanausbruch erschüttert. Große Teile der vulkanischen Insel stürzten ins Meer.
Der als Minoische Eruption bekannte Ausbruch bewegte rund 60 Kubikkilometer Gestein und löste einen gigantischen Tsunami aus, der sicherlich von den betroffenen Menschen an den Küsten als Sintflut bezeichnet worden wäre. Spuren des Tsunamis wurden in Israel, der Türkei und Kreta eindeutig der Minoischen Eruption zugeordnet – in teils über 1.000 km Entfernung.
Durch die Verbindung mit der ägyptischen Chronologie weiß man recht genau, wann das Ereignis stattfand: um das Jahr 1650 v. u. Z. ( ± 30 Jahre). Damit scheidet die Minoische Eruption als Erklärung für die (sumerische) Sintflut aus, da diese ja schon früher überliefert wurde.
Impakte, Seebeben und Erdbeben
Ein Meteoriten-Impakt, Erdbeben und Seebeben wären eine weitere Erklärung für vernichtende Tsunamis.
Allerdings wurden bislang keine passenden Meteoriten-Einschläge in der in Frage kommenden Erdregion datiert. Otto Muck vertrat die Ansicht, ein Asteroiden-Einschlag im Atlantik mit anschließendem Mega-Tsunami wäre für die Sintflut und den Untergang von Atlantis verantwortlich. Erd- und Seebeben gibt es in den Küstenregionen und im östlichen Mittelmeer nicht selten, da sich hier die Afrikanische Platte unter die Eurasische Platte schiebt, was zu tektonischen Spannungen führt. Diese Beben könnten durchaus Ursache einer sintflutartigen Tsunamiwelle gewesen sein.
Ein weiterer Kandidat ist ein gigantischer Erdrutsch am italienischen Vulkan Ätna etwa 6.000 v. u. Z.
Wassereinbruch im Schwarzen Meer
Als heißer Kandidat für die wissenschaftliche Begründung der Sintflut gilt seit 1997 die Theorie zum Wassereinbruch im Schwarzen Meer. Hintergrund ist der Anstieg des Meeresspiegels nach dem Ende der letzten Eiszeit vor rund 9.000 Jahren. Das Schwarze Meer war bis dahin ein Süßwassersee gewesen. Nun aber erreichte das Meerwasser das Niveau des Bosporus und überspülte diesen. Der Wasserspiegel stieg zunächst um 15 Zentimeter pro Tag, dann etwas langsamer – allerdings für mindestens drei Jahrzehnte. Die Theorie wird zwar von einigen Indizien gestützt, unter anderem von Messungen des Titanic-Entdeckers Robert Ballard. Trotzdem gilt sie aber noch nicht als gesichert. In diesen beiden Büchern gibt es mehr Informationen dazu (klicke auf die Cover für mehr Details).
Fazit: Gab es die Sintflut?
Es erscheint sehr wahrscheinlich, dass es die Sintflut wirklich gab. Ursache war aber wohl nicht ein zorniger massenmörderischer Gott, sondern ein Naturereignis. Als mögliche Erklärungen kommen Vulkanausbrüche, Seebeben, der Schwarzmeer-Wassereinbruch und Asteroiden-Impakte in Frage. Auch Schwemmfluten oder Stauseefluten lassen sich wohl nicht gänzlich ausschließen. Die Sintflut-Geschichte der Bibel hingehen ist im besten Fall als literarisch überhöht zu betrachten. Sicher ist lediglich, dass die darin geschilderten Ereignisse so nicht stattgefunden haben können. Ziel der Bibel-Autoren war vermutlich, durch Aufnahme des sumerischen Sintflut-Epos eine bereits bekannte Geschichte in die Bibel zu integrieren.
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Geändert von ABAS (25.06.2025 um 09:16 Uhr)
" Streicht die Kuechenabfaelle fuer die Aussaetzigen! Keine Gnade mehr bei Hinrichtungen!
Und sagt Weihnachten ab! " (Sheriff von Nottingham)
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Die Aussage „Lasst uns einen Holocaust in Gaza veranstalten“ ist eine zutiefst beleidigende und aufrührerische Bemerkung, die Elad Barashi, einem Fernsehproduzenten in Israel, zugeschrieben wird. Er sah sich intensiver Kritik ausgesetzt, nachdem er in den sozialen Medien gepostet hatte: „Guten Morgen, lasst es eine Shoa (einen Holocaust) in Gaza geben.“
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Genetik kannste nicht bescheißen. Meine Frau ist so groß wie du und ich bin „nur noch“ Einsachtundachzig hoch. War mal 191 Zentimeter.
Meine kleinste Partnerin war 159 cm hoch. Die konnte mir unter den Achseln durchlaufen, war aber äusserst handlich beim Sex. Die wog ja nüscht. ;-)
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Zahme Vögel singen Dir ein Lied von Freiheit
Freie Vögel fliegen!
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