Zitat Zitat von -jmw- Beitrag anzeigen
Polen wurden, wenn ich das recht erinnere, i.W. der "ostbaltischen Rasse" zugerechnet, die zwar in geringem Umfang auch im deutschen Volke vorhanden war, aber dort nicht zu den bestimmenden Elementen gehörte, politisch letztlich benachteiligt war - sieh SS-Aufnahmerichtlinien, sieh Eindeutungsrichtlinien - und als Kern*- oder Leitrasse* eines Volkes gemäss der NS-Rassenlehre dieses Volk ungermanisierbar machte.

Historisch besehen war die Praxis des NS-Staates in diesen Dingen allerdings bekanntermassen nicht unbedingt konsistent; ebensowenig die Haltung gegenüber Polen als Volk und Staat.


*Ich weiss nicht, ob es damals dafür einen offiziellen Begriff gab. Ich gehe davon aus, kenne ich aber nicht.
Aus den annektierten polnischen Gebieten wurden ca. 10% der Bevölkerung (als feindlich gesinnt Eingestufte und rassisch Unerwünschte) ins Generalgouvernement ausgewiesen, 90% konnten ganz normal bleiben. In Preußen waren ja sowieso polnische Nachnamen ganz normal, auch heute in Deutschland immer noch.


Zitat Zitat von -jmw- Beitrag anzeigen
Für mich wäre das gleichbedeutend mit "Die Reichsregierung hat die Geschichtsphilosophie des Nationalsozialismus nicht verstanden."
Das Hauptaugenmerk war, mit "Heim ins Reich" die Auslandsdeutschen zum Umzug ins Wartheland, Pommerellen und Oberschlesien zu bewegen, um diesen Gebieten eine klare deutsche Mehrheit zu geben. Es gab einfach nicht genug Deutsche zum Besiedeln. Diese von der UdSSR eroberten Gegenden (Balten, Belarus, Ukraine) wurden vorbereitet, Satellitenstaaten zu werden wie die Slowakei.