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navy
Wer will schon ein Elektronisches Monster, das Niemand reparieren kann. Bei Mercedes schon lange zu sehen, aber der korrupte, dumme Vorstand, steuerte nicht dagegen, baute Autos, was die Kunden und Werkstätten wünschen
Interview mit Autorin Gaby Weber: Für Mercedes Benz geht die Justiz bis heute über Leichen
8 Mai 2024 21:20 Uhr
Für ihr neues Buch recherchierte Gaby Weber zu den Morden an Betriebsräten und Gewerkschaftern bei Mercedes Benz während der Militärdiktatur in Argentinien. Bis heute erfahren die Familien der Opfer keine Gerechtigkeit. Der deutsche Autokonzern wird von der Justiz geschützt.
Interview mit Autorin Gaby Weber: Für Mercedes Benz geht die Justiz bis heute über Leichen
Daimler Konzernzentrale, Untertürkheim bei Stuttgart, 14. Juli 2021
Von Felicitas Rabe
Im Interview mit RT berichtet die Journalistin Gaby Weber über ihr neues Buch „Causa Mercedes Benz – Mörder und Profiteure“. Sie erläutert, warum es bis heute wichtig ist, sich mit den Verbrechen des deutschen Autobauers in den siebziger Jahren zu beschäftigen.
Wirtschaftliche Logik hinter den Ermordungen während der argentinischen Militärdiktatur
Bislang habe man sich in Bezug auf die Morde in Argentinien in der Zeit der Militärdiktatur immer auf den Sadismus seitens des Militärs fokussiert. Die dahinter stehende wirtschaftliche und finanzielle Logik, werde selten erwähnt. Darum geht es in ihrem Buch über die „Causa Mercedes Benz“. Der schwäbische Autobauer habe schließlich „Erfahrungen“ mit Diktaturen, erklärte Gaby Weber über ihre Motivation für das Buch.
Nachdem in einer ersten Recherchephase von 1999 bis 2014 alle juristischen Möglichkeiten gegenüber Mercedes-Benz in Deutschland, den USA und Argentinien ausgereizt und gescheitert gewesen seien, habe sie das Projekt aufgeben wollen. Die „Menschenrechtsbürokratie“ sei zu frustrierend. Doch schließlich habe sie ein neuer Gerichtstermin motiviert, die Causa Mercedes Benz wieder aufzunehmen.
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Ab 1976 wurden von argentinischen Militärs vor allem in den Arbeitervierteln linke Gewerkschafter systematisch ermordet, Mercedes-Benz Argentina (MBA) war dabei kein Einzelfall. Im Unterschied zu vielen anderen Unternehmen könne man die Verbrechen des deutschen Konzerns allerdings mittels Beweisen belegen.
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