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Thema: Krisenherd Ukraine ab Mai 2023

  1. #140841
    Mitglied Benutzerbild von Panther
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    Standard AW: Krisenherd Ukraine ab Mai 2023

    Mehrere tausend nordkoreanische Militäroffiziere werden in der Russischen Föderation ausgebildet und könnten bis Ende des Jahres an die Front versetzt werden – ISF.

    Sie behaupten, nordkoreanische Offiziere beobachten russische Truppen und studieren das Schlachtfeld, aber ihren Angaben zufolge hat
    die ukrainische Seite ihre direkte Teilnahme an Kampfhandlungen noch nicht registriert.

    Das Institut für Kriegsforschung geht davon aus, dass russische Militärkommandanten sie angeblich bis Ende 2024 entweder an die Front
    in der Ukraine oder in die Grenzregionen Russlands verlegen könnten, um russische Reserven freizusetzen.

    "Ein Volk, das korrupte Politiker, Betrüger, Diebe und Verräter wählt, ist kein Opfer, sondern ein Komplize."
    George Orwell
    "Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient."
    Joseph Marie de Maistre

  2. #140842
    Mitglied Benutzerbild von luggi69
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    Standard AW: Krisenherd Ukraine ab Mai 2023

    Zitat Zitat von Panther Beitrag anzeigen
    Mehrere tausend nordkoreanische Militäroffiziere werden in der Russischen Föderation ausgebildet und könnten bis Ende des Jahres an die Front versetzt werden – ISF.

    Sie behaupten, nordkoreanische Offiziere beobachten russische Truppen und studieren das Schlachtfeld, aber ihren Angaben zufolge hat
    die ukrainische Seite ihre direkte Teilnahme an Kampfhandlungen noch nicht registriert.

    Das Institut für Kriegsforschung geht davon aus, dass russische Militärkommandanten sie angeblich bis Ende 2024 entweder an die Front
    in der Ukraine oder in die Grenzregionen Russlands verlegen könnten, um russische Reserven freizusetzen.


    Sobald in Kriegen andere Nationen mit eingebunden werden, ist die Situation neu zu beleuchten und wird ausufern.

    Aber was erzähle ich euch wisssenden Forenteilnehmern?
    Ungerechtigkeit fordert zu Widerstand auf"

  3. #140843
    liberal mind Benutzerbild von Virtuel
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    Standard AW: Krisenherd Ukraine ab Mai 2023

    Zitat Zitat von Cybeth Beitrag anzeigen
    Putin sollte die gesamte Ukraine einnehmen und eine Pufferzone schaffen. Alles andere gibt nur Palaver und Stress auf Jahrzehnte.
    Ja und ich finde, die Ukraine sollte von den Russen befreit werden und zur westlichen Pufferzone werden.
    Alles andre gibt nur Palaver und Stress auf Jahrzehnte.

    In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch
    (Edward Kennedy)
    Geben Sie Deutschland die Führungsrolle, die Deutschland verdient. ​(Wolodymyr Selenskyj)
    Igno: Dr.Mittendrin, Flaschengeist, Politikqualle, Hr.Mayer

  4. #140844
    Balkan Spezialist Benutzerbild von navy
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    Standard AW: Krisenherd Ukraine ab Mai 2023

    Zitat Zitat von Virtuel Beitrag anzeigen
    Ja und ich finde, die Ukraine sollte von den Russen befreit werden und zur westlichen Pufferzone werden.
    Alles andre gibt nur Palaver und Stress auf Jahrzehnte.
    Seitdem die NATO dort Nazis ausbilden, ist die Ukraine kaputt. Die Ukraine war einmal ein "unabhängier Staat" bis der Westen einfach korrupte Politiker dort bezahlte. Du schwafelst also Schwachsinn, denn das waren die schon mal.

    Auch das ist Strafbar, Auslands Bestechung für Politiker ebenso: Pariser Antikorruptions Konvention, von allen EU Staaten ratifiziert




    Russische Streitkräfte haben erneut präzise Schläge gegen strategische Ziele in der Ukraine ausgeführt. Odessa, Kiew und weitere wichtige Städte wurden von Kinzhals und Iskander-Raketen getroffen, was die militärischen Fähigkeiten der Ukraine schwer beeinträchtigt. Während Russland seine Dominanz auf dem Schlachtfeld ausbaut, warnt Colonel Douglas Macgregor, dass die NATO an ihre Grenzen stößt und die Unterstützung für die Ukraine bröckelt. Ist dies das Ende für die Ukraine? Erfahren Sie die neuesten Entwicklungen und analysieren Sie die entscheidenden Wendungen im Krieg.
    Die Selbstverwaltungsstrukturen, die die NATO im Kosovo wachsen ließ, kritisierte eine als „Verschlusssache“ eingestufte Studie des Instituts für Europäische Politik (IEP) 2007 als „fest in der Hand der Organisierten Kriminalität“, die „weitgehende Kontrolle über den Regierungsapparat“

  5. #140845
    SchwanzusLongusGermanicus Benutzerbild von ABAS
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    Standard AW: Krisenherd Ukraine ab Mai 2023

    Zitat Zitat von Panther Beitrag anzeigen
    Mehrere tausend nordkoreanische Militäroffiziere werden in der Russischen Föderation ausgebildet und könnten bis Ende des Jahres an die Front versetzt werden – ISF.

    Sie behaupten, nordkoreanische Offiziere beobachten russische Truppen und studieren das Schlachtfeld, aber ihren Angaben zufolge hat
    die ukrainische Seite ihre direkte Teilnahme an Kampfhandlungen noch nicht registriert.

    Das Institut für Kriegsforschung geht davon aus, dass russische Militärkommandanten sie angeblich bis Ende 2024 entweder an die Front
    in der Ukraine oder in die Grenzregionen Russlands verlegen könnten, um russische Reserven freizusetzen.

    Zitat Zitat von luggi69 Beitrag anzeigen
    Sobald in Kriegen andere Nationen mit eingebunden werden, ist die Situation neu zu beleuchten und wird ausufern.

    Aber was erzähle ich euch wisssenden Forenteilnehmern?
    Im krassen Gegensatz zu von den USA in Stellvertreterkriege eingebetteten Soldaten privater US Militaerkonzerne kaempfen die eingebettenen Soldaten der Demokratische Volksrepublik Korea aus Ueberzeugung und Dankbarkeit. Ohne die militaerische Hilfe der UDSSR waere die Gruendung der Demokratischen Volksrepublik Korea nicht moeglich gewesen.

    Koreakrieg (1950-1953)

    Der Koreakrieg war ein Stellvertreterkrieg während des Kalten Krieges und dauerte von 1950 bis 1953. Auf der einen Seite standen Südkorea und die von den USA angeführten UNO-Truppen, auf der anderen Seite Nordkorea und China. Die beiden kommunistischen Staaten wurden dabei von der Sowjetunion unterstützt, die USA und Südkorea von vielen westlichen Staaten. Der Krieg forderte insgesamt 4,5 Millionen Todes-Opfer und hatte die Vertiefung der Spaltung Koreas und die Fortsetzung der Containment-Politik der USA zur Folge.

    Hintergrund

    Korea war während des 20. Jahrhundert Spielball der imperialistischen Großmächte.

    • Besetzung durch Japan von 1910 bis 1945
    • Japanische Besatzungsmacht beutet das Land aus
    • Japan verliert den Zweiten Weltkrieg → Sowjetische und amerikanische Truppen marschieren in Korea ein (haben Japan besiegt)
    • Besetzung durch amerikanische und sowjetische Truppen ab 1945: Grenze zwischen beiden Einflusszonen liegt beim 38. Breitengrad (ähnliche Situation mit den Besatzungszonen wie in Deutschland nach 1945)

    Sowjetische Einflusszone im Norden: Kommunistische Diktatur unter Kim Il-sung
    Amerikanische Einflusszone im Süden: Autokratische Regierung unter Rhee Syng-man
    • 1948/49: Truppen der USA und Sowjetunion verlassen das Land
    → Korea politisch und gesellschaftlich durch sehr unterschiedliche Besatzungszonen tief gespalten, Land geteilt

    • Süden will Demokratie in ganz Korea einführen → Rhee Syng-man ruft Republik Korea aus (Südkorea)
    • Norden will kommunistisches Korea → Kim Il-sung ruft Demokratische Volksrepublik Korea aus (Nordkorea)
    • Beide Seiten wollen ganz Korea unter der jeweiligen eigenen Führung vereinen und sehen sich als das "richtige Korea" mit dem richtigen System an
    → Erste kleinere Kämpfe brechen an der Grenze aus

    Verlauf

    Der Krieg beginnt am 25.06.1950 mit der Überschreitung der Grenze durch die nordkoreanische Armee nach Südkorea.

    • Nordkoreanische Truppen durch Sowjetunion gut ausgerüstet
    → Besetzen mit Ausnahme eines kleinen Brückenkopfes ganz Südkorea
    • UN-Sicherheitsrat verurteilt Invasion Südkoreas durch Nordkorea und beschließt Einsatz von UNO-Truppen
    → Koalition aus verschiedenen Staaten treten aufseiten Südkoreas in den Krieg ein (von USA angeführt)
    • UNO-Truppen erobern ganz Südkorea zurück und verfolgen die nordkoreanische Armee bis kurz vor die chinesische Grenze
    • Volksrepublik China greift in den Krieg aufseiten Nordkoreas ein (jedoch nicht offiziell, sondern mit sogenannten "Freiwilligenarmeen")
    → UNO-Truppen werden wieder bis an die Grenze des 38. Breitengrades zurückgedrängt
    sowjetische Luftstreitkräfte greifen als chinesische Kampfflugzeuge getarnt auf kommunistischer Seite in die Kampfhandlungen ein
    • Kommt zu Art Stellungskrieg am 38. Breitengrad → Militärisches Patt
    • 1951: Erste Waffenstillstandsverhandlungen
    • Erst 27. Juli 1953 kann Waffenstillstand ausgehandelt werden

    Bedeutung und Auswirkungen

    • Enorme Verluste:
    • Insgesamt etwa 4,5 Millionen Tote: Besonders die Zivilbevölkerung litt unter dem Krieg

    Politische Bedeutung:

    • Erste und einzige Mal, dass sowjetische und amerikanische Truppen im Kampf aufeinandertreffen
    • Erster Einsatz von UNO-Truppen
    • Erwägung des Atomwaffeneinsatzes: Vor allem der amerikanische General MacArthur drängte wiederholt auf den Einsatz von Nuklearwaffen, kam zum Glück nicht dazu

    Politische Auswirkungen:

    • Verfestigung der Spaltung: Korea blieb auch nach dem Krieg geteilt. Beide Staaten stehen sich noch heute unversöhnbar gegenüber und haben zwei sehr unterschiedliche Systeme (Südkorea: Demokratie nach westlichem Vorbild, Nordkorea: Kommunistische Diktatur)
    • Wiederbewaffnung der BRD: USA und Verbündete befürchten ähnliche Situation auch in Europa. Um Westeuropa also erfolgreich verteidigen zu können, wurde Westdeutschland in die NATO aufgenommen und die Bundeswehr gegründet.
    • Fortsetzung der "Containment-Politik":

    Verschiedene Sicherheitsbündnisse wurden zwischen westlichen Staaten geschlossen. Die Erfahrungen der Amerikaner im Koreakrieg bestärken sie auch in ihrem Bestreben, die "Ausbreitung des Kommunismus" zu verhindern (Ausblick auf Vietnamkrieg).

    Sidefacts

    Da nur ein Waffenstillstand 1953 geschlossen wurde und kein Friedensvertrag, befinden sich Nordkorea und Südkorea noch heute offiziell im Kriegszustand.

    [Links nur für registrierte Nutzer].

    Stimme Koreas / 20.06.2024

    Der verehrte Genosse Kim Jong Un und Genosse Wladimir Wladimirowitsch Putin unterzeichneten den „Vertrag über die umfassende strategische Partnerschaft zwischen der Demokratischen Volksrepublik Korea und der Russischen Föderation“

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    Geändert von ABAS (12.10.2024 um 22:08 Uhr)
    " Streicht die Kuechenabfaelle fuer die Aussaetzigen! Keine Gnade mehr bei Hinrichtungen!
    Und sagt Weihnachten ab! " (Sheriff von Nottingham)

  6. #140846
    liberal mind Benutzerbild von Virtuel
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    Standard AW: Krisenherd Ukraine ab Mai 2023

    Zitat Zitat von Schloss Beitrag anzeigen
    Doppelschicht? Am Wochenende....

    Du armer.
    Man tut was man kann...

    Interessanter Twitter Account....

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    Russland: Ab 2026 werden 1,21 Milliarden Dollar – das gesamte Jahresbudget für die Modernisierung des Gesundheitswesens (Krankenhausreparaturen, Kauf medizinischer Geräte usw.) – an das Militär umgeleitet, um die Invasion der Ukraine fortzusetzen. Hier das Botkin-Krankenhaus in Sankt Petersburg......

    https://x.com/i/status/1843741921195503641

    Man könnte meinen, diese Szenen kämen aus der von Bomben verwüsteten [Links nur für registrierte Nutzer] . Doch dies ist [Links nur für registrierte Nutzer] in Russland. Niemand hat diese Stadt jemals bombardiert. Das einzige Problem ist, dass diese Stadt in Russland liegt. Dies ist das wahre Gesicht von Putins [Links nur für registrierte Nutzer] im 21. Jahrhundert – Korruption und Armut.

    https://x.com/igorsushko/status/1608724973539201026

    In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch
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  7. #140847
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    Standard AW: Krisenherd Ukraine ab Mai 2023

    Zitat Zitat von Virtuel Beitrag anzeigen
    Man tut was man kann...

    Interessanter Twitter Account....

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    Russland: Ab 2026 werden 1,21 Milliarden Dollar – das gesamte Jahresbudget für die Modernisierung des Gesundheitswesens (Krankenhausreparaturen, Kauf medizinischer Geräte usw.) – an das Militär umgeleitet, um die Invasion der Ukraine fortzusetzen. Hier das Botkin-Krankenhaus in Sankt Petersburg......

    Man könnte meinen, diese Szenen kämen aus der von Bomben verwüsteten Ukraine. Doch dies ist Workuta in Russland. Niemand hat diese Stadt jemals bombardiert. Das einzige Problem ist, dass diese Stadt in Russland liegt. Dies ist das wahre Gesicht von Putins Russland im 21. Jahrhundert – Korruption und Armut.

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    Das Geld muss sogar umgeleitet werden, weil die in den Etat eingeplanten umgerechnet 1.21 Milliarden US Dollar fuer die Modernisierung des Gesundheitswesen ueber von Wladimir Putin im TV regelmaessig oeffentlich veranstalteten Oligarchen-Spendenwettbewerben fuer juedische-russische Milliardaere schon eingenommen wurde. Es sind Spenden fuer die Modernisierung des Gesundheitswesens in Hoehe von umgerechnet 2 Milliarden US Dollar bereits ueberwiesen und wertgestellt.

    Im uebrigen war in Workuta zu Zeiten der UDSSR ein besonders beliebtes Arbeits-, Umerziehungs- und Besserungslager. Dort wurde konterrevolutionaere Subjekt und reaktionaere Subversivlinge, wie Du und Deinesgleichen, in Sicherungsverwahrung gehalten.

    Workutlag (Workuta)

    „Besserungsarbeitslager“ Workuta


    Die Stadt Workuta, in der sich eines der bekanntesten Lager des sowjetischen Gulag-Systems befand, liegt in der russischen Polarregion. Um an diesen Ort zu gelangen, reist man 40 Stunden im Zug von Moskau aus. Die Stadt ist vor allem außerhalb Russlands als Zentrum verschiedener Arbeitslager für politische Häftlinge bekannt. Diese bestanden zwischen den 1930er- und 1960er-Jahren. Inhaftiert waren gleichzeitig bis zu 73 000 Menschen, die hauptsächlich in der Kohleförderung, im Untertagebau, im Eisenbahnbau und in der metallurgischen Industrie Zwangsarbeit leisten mussten.

    Zur Entstehung des Lagers

    Unter Aufsicht von Offizieren der Geheimpolizei brachen im Juni 1929 mehrere Expeditionen in entlegene Gebiete im hohen Norden der Sowjetunion auf, um nach Bodenschätzen zu suchen. Einer dieser Erkundungstrupps wurde in die Autonome Sozialistische Sowjetrepublik der Komi entsandt, nahe des Flusses Workuta. In der Sprache der hier heimischen Nenzen bedeutet Workuta „reich an Bären“. In einigen Publikationen wird der Begriff auch mit „Diebesversteck“ übersetzt, wobei es sich jedoch um einen Irrtum handelt. Während sowjetische Zeitungen ab 1929 über die erfolgreiche Verwirklichung der Ziele des ersten Fünfjahresplanes berichteten, schufen rund 9 000 Zwangsarbeiter unweit des Flusses Petschora am Polarkreis ein Lager.

    Bis zur administrativen Reorganisation im Mai 1938 waren im Lagerkomplex „Uchtinsko-Petschorskij-ITL“ bereits 55 000 Menschen eingesetzt. Ab 1939 wurde das Lager erneut umstrukturiert. Das dabei neu entstandene und bis zu seiner Auflösung im Januar 1960 existierende Lager wurde in Anlehnung an den nahegelegenen Fluss „Workutlag“ genannt.

    Probebohrungen im Oktober 1931 ergaben, dass unter dem Permafrostboden gewaltige Steinkohlevorkommen lagerten. Die daraufhin geförderte Kohle wurde zunächst auf Halden zwischengelagert, da die vorhandene Schmalspurbahn sich nicht zu deren Abtransport eignete. Aufgrund der im Lager herrschenden unerträglichen Arbeits- und Lebensbedingungen traten die Häftlinge im Oktober 1936 erstmals in einen Hungerstreik, der jedoch erfolgslos blieb.

    Entwicklung und Besonderheiten

    Mit dem Befehl Nr. 00221 des Volkskommissariats für innere Angelegenheiten (NKWD) und der Staatsanwaltschaft der UdSSR vom 22. Juni 1941 wurden die Haftbedingungen im Lager verschärft. Der Bewegungsradius der Häftlinge, die sich bis dato relativ frei bewegen durften, wurde eingeschränkt. Politische Häftlinge wurden von Funktionen innerhalb des Lagers entfernt. Arreststrafen waren an der Tagesordnung. Die Bewachung wurde intensiviert und Lagerleitung sowie operative Einsatzkräfte erhielten uneingeschränkte Befugnisse. Gleichzeitig verschlechterten sich Verpflegung und medizinische Versorgung. Für Schwerstarbeiten wurde ein elfstündiger Arbeitstag eingeführt, die reguläre Arbeitszeit betrug 12 Stunden.

    Im März 1943 kamen die ersten deportierten 3 341 Russlanddeutschen, die pauschal der Kollaboration mit Deutschland beschuldigt wurden, in das Lager. Am 22. April 1943 wurde der Erlass des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR „Über die Bestrafung der Vaterlandsverräter mit Zwangsarbeit“ verabschiedet. Gemäß dem Dekret wurden in Workuta zusätzlich spezielle Abteilungen für Zwangsarbeit mit verschärften Haftbedingungen organisiert. Dies bedeutete völlige Isolation von anderen Häftlingen und der Außenwelt, den Einsatz der Häftlinge bei Schwerstarbeit im Bergbau sowie verlängerte Arbeitszeiten.

    Die Arbeitskleidung der Häftlinge, die zur Zwangsarbeit verurteilt wurden, unterschied sich durch das Tragen von Nummern am Rücken, Hose und Mütze von den anderen Häftlingen. Bei der Arbeit in den Schächten wurden die verschiedenen Häftlingsgruppen gemischt. In den folgenden Kriegsjahren entstanden weitere Zwangsarbeitslager. Sie füllten sich mit immer neuen Häftlingen, darunter viele Menschen aus dem Baltikum, der Westukraine und Weißrussland, Gebiete, die nach dem Hitler-Stalin-Pakt von der Sowjetunion annektiert worden waren. Später kamen kriegsgefangene Deutsche, Ungarn, Rumänen und andere hinzu. Insgesamt wurden Menschen 76 verschiedener Nationen und Ethnien inhaftiert.

    Der Volkskommissar für Innere Angelegenheiten, Lawrenti Berija, ordnete in den Kriegsjahren an, die Kohlegewinnung zu verzehnfachen. Die Produktionsausweitung schlug sich in neuen Förderstätten nieder, 1944 nahmen weitere Schächte ihre Arbeit auf.

    Belegung nach 1945

    In der Nachkriegszeit füllten zunehmend Häftlinge aus den von der Sowjetunion besetzten Ländern das Workutlag. Dabei handelte es sich nicht nur um als Kriegsverbrecher verurteilte deutsche und japanische Kriegsgefangene, sondern auch zahlreiche verurteilte Zivilisten zählten zu den Häftlingen. Nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes sind folgende Transporte von Deutschen nach Workuta nachweisbar:

    4 200 Volksdeutsche vom Balkan 1947, 2 500 verurteilte deutsche Kriegsgefangene aus anderen Lagern 1948, 4 500 verurteilte deutsche Kriegsgefangene und 1 000 verurteilte Zivilisten aus der SBZ und DDR 1949.

    Verbesserung der Haftbedingungen

    Mit dem Befehl Nr. 00273 des Ministeriums für innere Angelegenheiten (MWD) der UdSSR vom 29. April 1950 erhielten die Häftlinge einen regulären Lohn. Die Bezahlung hing davon ab, ob das Arbeitssoll erfüllt wurde.

    Später gab es die Möglichkeit, in der Lagerkantine je nach Verfügbarkeit Zitronen oder Konfekt einzukaufen. Außerdem wurde eine zusätzliche Kantine im Workutlag eingeführt, in der man gegen Bezahlung essen konnte – ein Stück Fleisch und Backwaren. Die Freizeit begann nun um 16 Uhr, nachdem das Werkzeug gereinigt und abgegeben worden war. Es folgten ein Zählappell, Rückmarsch, um 17 Uhr brigadeweise Abendessen und um 19 Uhr der Verschluss der Baracken. Zwischen Abendessen und Barackenschluss blieb etwas Zeit, sich in der „Kulturbaracke“ eine Zeitung oder ein Buch in russischer Sprache auszuleihen.

    Sonderlager Nr. 6 („Retschlag“)

    Am 27. August 1948 wurde das Sonderlager Nr. 6 bzw. Retschlag („Flusslager“) des Ministeriums für innere Angelegenheiten (MWD) der UdSSR gegründet, in das aus stalinistischer Sicht besonders gefährliche Verbrecher einzuweisen waren. Im Januar 1954 zählte dieses Lager mit 37 654 Personen die höchste Zahl von Inhaftierten.

    Fast alle Häftlinge waren wegen „Konterrevolutionärer Straftaten“ verurteilt worden, darunter 7 892 Personen (22,3 Prozent) wegen „Vaterlandsverrat und Beihilfe für deutsche Okkupanten“. Unter den im Lager vertretenen Nationalitäten befanden sich vor allem Ukrainer, Russen, Balten, Weißrussen und Polen. 441 Deutsche stellten nur eine Minderheit dar. Die Häftlinge des Lagers wurden in verschiedenen Bereichen eingesetzt. Zu den wichtigsten Aufgaben zählten: Kohlegewinnung in den zahlreichen Schächten, Arbeit in der Straßenbauverwaltung Nr. 4 (Station Nord), Bau des Heizkraftwerkes Nr. 2 des MWD sowie Kohletransport zum Kombinat „Workutaugol“. Am 26. Mai 1954 wurde das Lager geschlossen, indem die Verwaltungen von Retschlag und Workutlag zusammengeführt wurden.

    Stalins Tod und der Aufstand von Workuta

    Im Sommer 1953 erhoben sich Gefangene zu einem Aufstand, der oft auch als Streik bezeichnet wird. Viele Häftlinge hatten nach Stalins Tod auf eine Verbesserung der Haftbedingungen gehofft. Tatsächlich kam es auch zu einigen Lockerungen, nachdem die Nachricht über das Ableben Stalins zunächst zu Irritationen der Lagerverwaltung vor Ort geführt hatte. Auslöser des Streiks waren nach heutigem Kenntnisstand enttäuschte Deportierte aus dem Lager Karaganda in Kasachstan. Diese hatten sich freiwillig für die Arbeit in der Komi ASSR gemeldet, da ihnen hierfür bessere Haftbedingungen sowie das Recht auf freie Ansiedlung nach der Verbüßung der Strafe versprochen worden waren. Nachdem die in Aussicht gestellten Privilegien nicht gewährt wurden, legten sie die Arbeit nieder. Der Aufstand dauerte insgesamt zehn Tage und wurde am 1. August 1953 mit Waffengewalt beendet. Dabei starben insgesamt 53 Menschen, darunter zwei Deutsche, 123 Häftlinge wurden verletzt. In der Lagerabteilung Nr. 10 wurden schließlich 11 Häftlinge verhaftet und 246 weitere in andere Gefängnisse überführt.

    Erinnerung an den Gulag in Workuta

    1988 errichtete die Menschenrechtsorganisation „Memorial International“ einen Gedenkstein für die Opfer politischer Repressionen in Workuta. In den 1990er-Jahren fanden hier zahlreiche Treffen und Begegnungen ehemaliger Häftlinge der Lager um Workuta statt. 1995 wurde eine Gedenkplatte mit Kreuz angebracht. Bis heute sind einige wenige Überreste der Schächte Nr. 29 und 40 sowie einzelne Gräber auf dem Lagerfriedhof Nr. 10 erhalten. Am 1. August wurde in den vergangenen Jahren von „Memorial International“ und der Gesellschaft der Russlanddeutschen „Wiedergeburt“ regelmäßig eine Gedenkveranstaltung für die Opfer durchgeführt.

    Literatur

    Roland Bude/Falco Werkentin (Hg.), Workuta. Strafe für politische Opposition in der SBZ/ DDR, Berlin 2010 (Schriftenreihe des Berliner Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, Band 30).

    Jan Foitzik/Horst Hennig (Hg.), Begegnungen in Workuta. Erinnerungen, Zeugnisse, Dokumente, Leipzig 2003.
    Wladislaw Hedeler/Horst Hennig (Hg.), Schwarze Pyramiden, rote Sklaven. Der Streik in Workuta im Sommer 1953. Eine dokumentierte Chronik, Leipzig 2007.

    Gerald Wiemers/Lagergemeinschaft Workuta/GULAG (Hg.), Der Aufstand. Zur Chronik des Generalstreiks 1953 in Workuta, Lager 10, Schacht 29, Leipzig 2013.

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    Geändert von ABAS (12.10.2024 um 22:40 Uhr)
    " Streicht die Kuechenabfaelle fuer die Aussaetzigen! Keine Gnade mehr bei Hinrichtungen!
    Und sagt Weihnachten ab! " (Sheriff von Nottingham)

  8. #140848
    Neutraler Unparteiischer Benutzerbild von Nachbar
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    Standard AW: Krisenherd Ukraine ab Mai 2023

    Inzwischen kann öffentlich gelesen werden, dass die Weltterroristen und Kriegstreiber Nr.1 USA bedauern, den Krieg gegen Russland begonnen zu haben, aber ...
    ... die hiesigen USA-Lakaien setzen ihre Stumpfheit fort.

    Kuba will Teil der BRICS werden, der Antrag wurde gestellt.
    Vielleicht wird aus der BRICS auch eine Verteidigungsorganisation und positioniert sich vor den USA.
    Ob Mexiko zu den BRICS aufstossen könnte, oder würde in diesem Fall Mexiko von den USA überfallen werden, weil sie in Nordamerika die einzige Macht sein und bleiben wollen?

    Für uns Europäer ist wichtig die Macht der USA zu brechen.
    Mir ist der Frieden in Europa wichtig, die Kriege können in den USA ausgetragen werden!
    Geändert von Nachbar (13.10.2024 um 00:44 Uhr)
    Antwort bei Anstand und nicht Duzen für: amendment, Minimalphilosoph, Zack1, Stanley_Beamish, Larry Plotter, Hitman, XARRION, SingSing, ABAS, Nathan, mabf, Le Bon, Würfelqualle, witcher, Flaschengeist.Ötzi, Götz, GSch, tosh, Empirist, Ruprecht, Pommes, Mäcki. Hay, Kotzfisch
    Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten. (hellenische Mysterien, Dionysos, später als Plagiat im Christentum)

  9. #140849
    Fehlerteufel Benutzerbild von Hakim
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    Standard AW: Krisenherd Ukraine ab Mai 2023

    Zitat Zitat von Nachbar Beitrag anzeigen
    Inzwischen kann öffentlich gelesen werden, dass die Weltterroristen und Kriegstreiber Nr.1 USA bedauern, den Krieg gegen Russland begonnen zu haben, aber ...
    ... die hiesigen USA-Lakaien setzen ihre Stumpfheit fort.

    Kuba will Teil der BRICS werden, der Antrag wurde gestellt.
    Vielleicht wird aus der BRICS auch eine Verteidigungsorganisation und positioniert sich vor den USA.
    Ob Mexiko zu den BRICS aufstossen könnte, oder würde in diesem Fall Mexiko von den USA überfallen werden, weil sie in Nordamerika die einzige Macht sein und bleiben wollen?

    Für uns Europäer ist wichtig die Macht der USA zu brechen.
    Mir ist der Frieden in Europa wichtig, die Kriege können in den USA ausgetragen werden!
    Mexico ist wirtschaftlich sehr abhängig von den USA. Ein BRICS-Beitritt könnte Klausel 32.10 des USMCA berühren. Dann könnten die USA Mexico aus dem Handelsabkommen werfen.
    Hier unterschreiben

  10. #140850
    Mitglied Benutzerbild von Ennea Silvio P.
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    Standard AW: Krisenherd Ukraine ab Mai 2023

    Zitat Zitat von Cybeth Beitrag anzeigen
    Putin sollte die gesamte Ukraine einnehmen und eine Pufferzone schaffen. Alles andere gibt nur Palaver und Stress auf Jahrzehnte.
    "Pufferzone" wird immer Stress bedeuten - jedenfalls wenn sie nicht eigenes Territorium ist.

    Man sollte lesen und - soweit man Russisch versteht - anhören, was Putin so schreibt und sagt und das auch ernst nehmen!

    Er wird die gesamte sogenannte "Ukraine namens Lenin" einnehmen, denn er sieht "sein Los" darin, (wie Imperator Peter I.) "zurückzukehren"
    und die "Einheit der Russischen Welt", des "historischen Russland", wiederherzustellen !

    Was soll dann überhaupt "Pufferzone" sein? [*]
    - natürlich Finnland, Estland, Lettland, die "Litauische Rus" - weil das alles "historisch zu Russland gehört"
    - und "Russisch Polen" ? - das war (einschließlich Warschau) doch vor 110 Jahren noch Herrschaftsgebiet der Zaren
    - ...
    oder doch alles bis Lissabon ?!
    --------------------------------------
    [*] Polen war "Pufferzone"zwischen dem Zarenreich/Sowjetunion und Preußen/Deutschen Reich:
    ist vier mal "geteilt" worden, zweimal von der politischen Landkarte verschwunden, verschoben worden und es gab immer wieder Kriege darum ...

    Was nützte den "neutralen Staaten" (Luxemburg, Belgien, Niederlande, Dänemark, Norwegen, Finnland) die in West- und Nordeuropa "Pufferzone" sein sollten ???
    Geändert von Ennea Silvio P. (13.10.2024 um 03:17 Uhr)
    (könnte immer möglich sein!)

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