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Das ist jetzt natürlich ein weites Feld. Ich nehm mal BMW, weil mir diese Marke doch sehr am Herzen liegt, bis 2000. Die arrogante Firmenpolitik paßt mir seitdem nicht mehr, die ihre einzigartige Geschichte verleugnet, die sie eben dem kleinen Mann zu verdanken hat, aber davon längst nichts mehr wissen will...
1972 baute BMW sein erstes Elektroauto zur Olympiade. Wurde nicht weiterverfolgt, das Konzept zu dieser Zeit war aber nicht schlecht.
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1980 wurde dann der erste Wasserstoff-BMW entwickelt. erinnere mich da sehr gut daran, weil wir in der Schule damals um 90 rum, so ein Werbevideo anschauten und der Lehrer erklärte, daß das die Zukunft sei. War die Zeit des Hypes um das sog. "Waldsterben" (das aber hier schon auslief, weil die DDR mit ihrer Industrie den Bach runter war).
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Übrigens erinnere ich mich diesem Zusammenhang an das Wasserstoffkonzept aus der Chemie-Übung...Das mit dem U-Rohr und dem Strom, was dann die Knallgasreaktion machen ließ...
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Egal, auf jeden Fall wird bis heute von BMW womöglich daran rumgetüffelt, aber anscheinend besteht zur Zeit kein großartiges Interesse das Konzept auf den Markt zu bringen, nachdem 1995 der erste 7er mit Wasserstoff serienreif auf den markt kam.
Und da muß ich jetzt unbedingt den Meister mit den golden Händen bringen, die lebende Legende Wongna Fritz aus Kolbermoor. Der jetzt in Eigenregie den ersten M1 als Wasserstoff baut, mit selbsthergestelltem Wasserstoff vom Dach.
Sehr sehenswert, nicht nur für alle mit Solardach, ab 16.45 Min.(der blöde überhebliche Schnöselinterviewer stört etwas)
Sauber Wongna! Weida so!
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Zu dem anderen: Es heißt ja nicht umsonst, entweder man ist ein guter Handwerker, oder guter Kaufmann. Beides gleichzeitig geht nicht.
Ich persönlich glaube, daß ab den 90ern zuviel Controlling einzug hielt und eine Managementkultur, die auf schnellen Profit ausgelegt ist, mit Managern, die nicht aus den Konzernen selbst kommen, nichtmal aus der Branche. Stichwort Lopez bei VW Mitte der 90er, F&E wurde ausgelagert um den Profit zu steigern.
Heizerist in Ben Ephraims Gemeinde.
Ich hab jetzt in der Bücherei den bisher unbekannten Krimi von Edgar Wallace entdeckt: Der Siezer!
Übrigens Kabelklau: was glaubst Du, wie oft auf Baustellen Kabel geklaut werden? Insbesondere die für die Kräne. Laut Antiseptisch ist das dann ja Neid
Als wir im neuen Jahr wieder angefangen hatte, waren die Container eiskalt und dunkel: alle Kabel geklaut. Hat insgesamt etwas über 1500 Euro gekostet, die zu ersetzen.
Genau. Ein perfekter Museumsleiter kann ja auch unmöglich ein perfekter Erfinder sein. Man muss sich schon entscheiden.
Leider machst du mit dem Schlusssatz alles wieder zunichte. Lopez war vor 30 Jahren. Warum spukt das immer noch in den Köpfen rum? Tüftler sehen immer nur, wenn man ihnen ins (entartete, weil overengineerte) Handwerk pfuscht. Natürlich hatte Lopez den Bogen überspannt, allerdings hatte VW zu jener Zeit ein gewaltiges Kostenproblem und unter den weltweiten Autobauern die höchste Stundenzahl für den Bau eines Automobils. Das konnte so nicht weitergehen. Davon wollen die Schrauber und Malocher natürlich nichts wissen, weil sie endlich mal beschnitten und auf international üblichen Rahmen runtergedrückt wurden. Aber das ist dann ein rotes Tuch, über das man nicht spricht.Ich persönlich glaube, daß ab den 90ern zuviel Controlling einzug hielt und eine Managementkultur, die auf schnellen Profit ausgelegt ist, mit Managern, die nicht aus den Konzernen selbst kommen, nichtmal aus der Branche. Stichwort Lopez bei VW Mitte der 90er, F&E wurde ausgelagert um den Profit zu steigern.
Zu Zeiten meines Studiums war Controlling noch nicht salonfähig, und zu viel rechnen galt an einer linksgrünversifften Uni als verpönt. Wenn damals einer mit Laptop und MS-Excel erschienen wäre, hätte man den ausgelacht. Traurig, aber wahr. Heute bekommt man ohne Laptop gar keine Immatrikulation mehr, wie schon um die Jahrtausendwende in Mexiko. Ich war zu bequem, um an einer richtigen Uni zu studieren, da ich lieber bei den Eltern wohnen blieb, was auch einiges an Kosten sparte. So richtig mit Controlling los ging es erst gegen Ende der 90er, und in den amerikanischen Unternehmen, wo ich dann unterkam, wurde mit eiserner Hand durchgekehrt. Deutsche mussten schmerzhaft lernen, was es heißt, sich nicht mehr von Technikern und Ingenieuren für dumm verkaufen, sondern sich von Kennzahlen führen zu lassen. Ein Kulturschock, den viele Unternehmen bis heute nicht verarbeitet haben. Zum Glück wurde durch den Druck internationaler Bilanzierungsregeln (z.B. IFRS) viele Bewertungen regelrecht erzwungen. Wer dabei nicht mitspielt, bleibt bei internationalen Börsen außen vor.
Shut your mouth and open your heart (Elvis Presley, A little less conversation, more action)
Höh? 2000€ pro Woche?
Undefeated Nak Muay/Kickboxer
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