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Thema: Krieg in Israel ab 7.10.2023

  1. #21921
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    Standard AW: Krieg in Israel ab 7.10.2023

    Zitat Zitat von matty2580 Beitrag anzeigen
    Wie furchtbar, bevor ich dass Bild von der Süddeutschen Zeitung nicht zwischen speicher darf, kann ich es nicht posten.....

    Na gut, dann poste ich den Link halt direkt bevor mein langsames Tablet stirbt.....
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    Die Lösung für den größten Brandherd im nahen Osten ist natürlich die 2 Staaten Lösung.
    Warum leben die noch nach Jahrzehnten in Flüchtlingslagern ? Wird denen nicht die libanesische, jordanische, syrische Staatsbürgerschaft angeboten ? Alles sehr komisch !
    Der Vorteil an Klugheit ist, dass man sich dumm stellen kann. Andersrum ist es schwierig.

  2. #21922
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    Putin-Boy Kreml *der Westen hat den Krieg so initiiert *
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    Standard AW: Krieg in Israel ab 7.10.2023

    .
    *** Israel und Russland: Deutsche Politik misst mit zweierlei Maß ***
    .
    ... Für alle Welt offensichtlich misst Deutschland im Ukraine- und im Nahost-Konflikt mit zweierlei Maß. Trotz der brutalen, völkerrechtswidrigen Handlungen Israels, fordert die deutsche Politik keine Sanktionen und kein hartes Vorgehen. Die “regelbasierte Ordnung” ist ohne Regeln.
    -..... von [Links nur für registrierte Nutzer]


    In einer Hinsicht ist der Westen, sind seine Regierungen und die vom Westen dominierten Organisationen schon jetzt die großen Verlierer der aktuellen Konflikte in Nahost und in der Ukraine. Der Westen, verstanden als die Gemeinschaft der Länder, die die US-geführte Hegemonie unterstützen, hat inzwischen jede moralische Glaubwürdigkeit verspielt. Das trifft in ganz besonderem Maße auch für Deutschland zu.
    Die unterschiedlichen Haltungen zum Nahost- und Ukraine-Konflikt machen deutlich, dass die vom Westen ausgerufene “regelbasierte Ordnung” völlig frei ist von jeder verbindlichen Regel. Sie ist reine Willkür, basierend auf dem Recht des (derzeit noch) Stärkeren. Sie ist nicht nur nicht schriftlich fixiert, es fehlt ihr auch jede ethische Richtschnur.

    Dass es mit den westlichen Werten und der für alle gleichermaßen verbindlichen “regelbasierten Ordnung” nicht allzu weit her ist, ist schon lange klar. Wie sehr dabei aber ausgerechnet Deutschland mit zweierlei Maß misst, macht der Vergleich des Umgangs mit Russland und Israel deutlich. Für den laut Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen) “brutalen Überfall Russlands” auf die Ukraine wurden die bisher umfangreichsten Sanktionen erlassen – mit erheblichen Kollateralschäden für Deutschland und die Welt. Das allerdings ist der deutschen Politik zweitrangig, denn Russland beging einen “Zivilisationsbruch” und muss die Konsequenzen zu spüren bekommen. Deutschland gibt den moralischen Wachhund und harten Zuchtmeister im Namen globaler Gerechtigkeit.


    Die Sanktionen hemmen die Entwicklung der Weltwirtschaft und treffen vor allem arme Länder hart. Als unmittelbar nach dem Einmarsch russischer Soldaten in die Ukraine das erste von inzwischen insgesamt elf Sanktionspaketen verhängt wurde, verkündete die deutsche Außenministerin mit kaum verhohlener Genugtuung in der Stimme: “Das wird Russland ruinieren.” Stellvertretend für viele andere deutsche und westliche Politiker spricht Baerbock im Hinblick auf den Ukraine-Krieg von einem “Vernichtungskrieg”. Wenn die Ukraine aufhöre zu kämpfen, bedeute dies das Ende der Ukraine als Staat, war einige Zeit der mit viel Pathos vorgetragene Slogan, den deutsche Politiker in die Kameras sprachen. Russland führe einen imperialistischen Angriffskrieg mit dem Ziel der Eroberung von Territorien, empörte sich das politische Establishment in Deutschland.


    Das ist natürlich grober Unfug. Die Ursache des Krieges – das wurde hier vielfach geschrieben und von Russland auch immer klar geäußert – ist die Ausdehnung der NATO, durch die Russland seine Sicherheitsinteressen verletzt sieht. Diese Sicht ergibt sich nicht ohne Grund, denn die Ausdehnung der NATO verstößt gegen die Grundsätze der Schlussakte von Helsinki. Sicherheit ist demnach ein inklusives und kein exklusives Konzept. Grundsätzlich gilt die Freiheit der Bündniswahl, allerdings darf kein Land seine Sicherheit auf Kosten der Sicherheit eines anderen Landes erhöhen. Dagegen wurde verstoßen, allerdings nicht von Russland.


    Darüber will man in Deutschland partout nicht diskutieren, verbreitet weiterhin die Mär vom “anlasslosen Überfall”, sanktioniert auf Teufel komm raus und schwingt die moralische Keule. Russische Waren wurden aus den Regalen des deutschen Einzelhandels geräumt, russische Sportler von internationalen Wettbewerben ausgeschlossen, die Einreise für russische Bürger in den Schengenraum wurde mit nahezu unüberwindbaren Hindernissen versehen. Die Berichte über Butscha, wo Russland laut westlicher Auffassung ein Massaker unter Zivilisten angerichtet haben soll, wurden medial breitgetreten.


    Die deutsche Außenministerin fordert ein eigenes Tribunal zur Aburteilung ausschließlich russischer Kriegsverbrechen. Der Internationale Strafgerichtshof (IStGh) stellte einen Haftbefehl gegen Russlands Präsidenten Wladimir Putin und die Kinderbeauftragte Russlands, Maria Lwowa-Belowa, aus. Der Vorwurf: Sie sollen persönlich für die massenweise, illegale Deportation von ukrainischen Kindern nach Russland verantwortlich sein. Die Antwort darauf, dass man die Kinder aus einer Kampfzone gebracht habe und sie jederzeit wieder zurück zu ihren Eltern könnten, wenn diese sich meldeten oder ausfindig gemacht würden, will man im Westen als Argument nicht gelten lassen. Geht es um Russland, dann gibt es nur eine große deutsche Sehnsucht: Strafe und Erniedrigung.


    Der Sinn all dieser Maßnahmen ist, so zumindest die offizielle Erklärung, Russland durch massiven äußeren Druck zur Rückkehr zum Völkerrecht zu bewegen. Russland müsse verlieren lernen, begründete Roderich Kiesewetter (CDU) die Waffenlieferungen an die Ukraine und machte damit deutlich, dass es nicht nur um eine Rückkehr zum Völkerrecht geht, sondern ums Siegen. Russland soll am Boden liegen. Seitens der Politik wurde immer wieder auf das deutsche Völkerstrafgesetz verwiesen und faktisch dazu eingeladen, gegen Russen und Russland zu klagen.


    Gerade dieses Gesetz und die damit verbundene Anmaßung, gegenüber aller Welt Recht sprechen zu können, könnte Deutschland noch schwer auf die Füße fallen, denn prinzipiell erlaubt das Gesetz auch Klagen gegen ukrainische und israelische Kriegsverbrechen. Mit welcher verbalen Akrobatik man sich dann um die Strafverfolgung Netanjahus, Selenskijs und ihrer Helfershelfer drücken wird, ist daher die spannende Frage. Dass man sich drücken wird, steht dagegen außer Zweifel, zumal deutsche Ermittlungsbehörden nicht unabhängig, sondern weisungsgebunden sind.

    Und genau hier wird der offensichtliche Widerspruch auch überdeutlich. Anlässlich des unverhohlen angekündigten Genozids im Gazastreifen durch Israel, der geplanten Vertreibung, der weltweit kritisierten Brutalität des Vorgehens der israelischen Armee passiert in Deutschland nichts. Deutsche Politik verurteilt die israelischen Gräueltaten nicht, sondern sucht den Schulterschluss mit der rechtsnationalistischen israelischen Regierung.

    Wo sind die Forderungen nach Sanktionen, nach Ausschluss israelischer Sportler von den Olympischen Spielen? Wann wird Israel vom westlichen Zahlungssystem SEPA abgetrennt und wann verbannen deutsche Einzelhändler israelische Waren aus den Regalen? Wann endlich prangert die deutsche Außenministerin den israelischen Zivilisationsbruch an?
    Die Antwort ist klar und einfach: “Das wird niemals passieren.”


    Allein die Tatsache, dass dies noch nicht einmal diskutiert und Israels Regierung in ihrer rasenden Wut und ihrem blinden, von Rassismus getragenen Hass gegen die Palästinenser noch nicht einmal zur Mäßigung ermahnt wird, zeigt, wie wenig regelbasiert die “regelbasierte Ordnung” ist, für die Deutschland sich stark macht. Es zeigt auch das ganze Ausmaß der Unglaubwürdigkeit deutscher Politik. Deutschland ist unglaubwürdig, unehrlich und ungerecht. Damit fällt Deutschland als moralischer Taktgeber, als der sich das politische und mediale Establishment selbst sieht, völlig aus. Deutsche Politik ist nicht wertebasiert, sondern von tiefer Doppelmoral und damit unter ethischen Gesichtspunkten wertlos.

    Der Umgang und die Haltung zu den beiden Konflikten macht zudem deutlich, dass die “regelbasierte Ordnung” dringend durch ein internationales Rechtssystem abgelöst werden muss, vor dem alle Staaten tatsächlich gleich sind. Aus Deutschland sind für eine solche Reform jedoch keine Impulse zu erwarten, denn Deutschland hat zum einen im aktuellen geopolitischen Sturm den moralischen Kompass längst verloren und sieht sich zum anderen als Profiteur des herrschenden globalen Unrechtssystems. Das Land kann daher keinen Beitrag zu einer gerechteren, weil in Recht fundierten Weltordnung leisten. Deutschland steht damit einer alten Gewohnheit folgend erneut auf der falschen Seite der Geschichte. Paradoxerweise macht das gerade die Nibelungentreue zu Israel deutlich. ...

    .
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  3. #21923
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    Standard AW: Krieg in Israel ab 7.10.2023

    Zitat Zitat von Lykurg Beitrag anzeigen
    Überall, wo die armen, verfolgten Hebräer ihre Raketen hinschießen, war natürlich ein Hamas-Bunker (auch da im Kindergarten...auf jeden Fall)
    Im Rahmen der selbstlosen Selbstverteidigung muss man auch riesige Bomben einsetzten, weil quasi ganz Gaza untertunnelt ist.
    Die Wiedergeburt des Abendlandes kann nur aus der Erneuerung der Familie erwachsen. Eugen Fischer
    Geschichte handelt fast nur von […] schlechten Menschen, die später gutgesprochen worden sind. Friedrich Nietzsche
    "Globalisierung ist nur ein anderes Wort für US-Herrschaft.“Henry Kissinger

  4. #21924
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    Standard AW: Krieg in Israel ab 7.10.2023

    Zitat Zitat von Nachbar Beitrag anzeigen
    Die Satire hat sich von der Bühne in die Außenpolitik verlagert.
    -
    spiegel.de
    Baerbock appelliert an Golfstaaten für gemeinsame Friedenslösung
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    Annalena Baerbock ist erneut seit Beginn des Israel-Gaza-Kriegs in der Region.
    Es geht um die Geiseln, die humanitäre Lage – und die Zukunft. »Gießt kein weiteres Öl ins Feuer«, mahnt die Außenministerin.

    --
    Frage:
    Wer steht denn bedingungslos an der Seite Israels, egal was es tun und wen auch immer tötet, wie jetzt über 11.000 SEMITEN?
    => Vielleicht Deutschland?

    Wie kommt dann diese Person dazu zu behaupten, die Semiten sollen kein weiteres Öl in Feuer gießen?
    => Doch nur damit Israel, der Beschützer Deutschlands und der USA, die Besetzung, die nunmehr 56 Jahre andauert, noch weitere 50 Jahre fortzusetzen, bis die SEMITEN ausgelöscht wurden und das ganze Gebiet dem Wandervolk der Israeli gehört.

    Und man beachte: sie mahnt!
    => über solche Formulierungen, die hohl sind, lacht die ausländische europäische Politik.

    Deutschland mahnt immer, und tut hinter geschlossenen Türen das Gegenteil.
    Hauptsache Profit.
    --
    Nun berichten auch die Medien darüber, vielleicht haben sie Mut gefasst, nachdem sie hier reingelesen haben.
    -
    Gaza-Krieg spült Geld in deutsche Kassen
    Deutschlands Rüstungslieferungen an Israel haben sich in einem Jahr verzehnfacht
    [Links nur für registrierte Nutzer]
    --
    Kommentar:
    Deutschland weiß eben, an wen es seine Waffen verkaufen muss, damit es den hohen Profit erzielen kann.
    Vor der Kammera wird dann zum Frieden ermahnt und ein gutes Gesicht gezeigt.

    Der BÜRGER freut sich bereits über den nächsten Neuzugang, ausgelöst durch deutsche Waffen.:

    Lieferung bsp. an:
    # Türkei = Besetzung des Irak
    # Türkei = Besetzung Syriens
    # Türkei = Besetzung der EU-Insel Zypern
    # Israel = bisher: Tötung von über 11.000 SEMITEN
    # Ukraine = hier kann am meisten profitiert werden, Waffen gegen Russland, das Deutschland einst zum Exportweltmeister machte, da billigste Rohstoffpreise
    Antwort bei Anstand und nicht Duzen für: Zack1, Stanley_Beamish, Larry Plotter, Hitman, XARRION, SingSing, ABAS, Nathan, mabf, Le Bon, Würfelqualle, witcher, Flaschengeist. Ötzi, Götz, GSch, tosh, Empirist, Ruprecht, Pommes, Mäcki. Hay, Kotzfisch, Minimalphilosoph, Schlummifix
    Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten. (hellenische Mysterien, Dionysos, später als Plagiat im Christentum)

  5. #21925
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    Standard AW: Krieg in Israel ab 7.10.2023

    Zitat Zitat von matty2580 Beitrag anzeigen
    Wie furchtbar, bevor ich dass Bild von der Süddeutschen Zeitung nicht zwischen speicher darf, kann ich es nicht posten.....

    Na gut, dann poste ich den Link halt direkt, bevor mein langsames Tablet stirbt.....
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    Die Lösung für den größten Brandherd im nahen Osten ist natürlich die 2 Staaten Lösung.

    Illegal besetzte Gebiete durch Israel müssen an den neuen Palästinenser Staat zurück gegeben werden, und erst dann können beide Völker friedlich nebeneinander existieren.
    Genau! Weil es Dir nicht gelungen ist, stelle ich den informativen und gehaltvollen Artikel der Sueddeutschen Zeitung hier nachfolgend im Volltext ein.

    Die berechtigte und begruendete Forderung zum Abzug der israelischen Besatzungstruppen und israelischen Siedler, mit anschliessender Bildung einer Zwei-Staaten-Loesung, greift allerding zu kurz. Zussetzlich muss der Staat Israel fuer die seit 1967 in den besetzten Gebieten verursachten Personen- und Sachschaeden den arabischen Palaestinensern eine Entschaedigungsleistung zahlen.

    In Bezug auf den Gazastreifen und Golanhoehen sind das Reparationsleistungen.

    In Bezug auf die Westbank (Westjordanland) sind es die Profite welche von den israelischen Siedlern und israelischen Unternehmen durch Ausbeutung und des rechtswidrig besetzen Landes erwirtschaftet wurden. Die generierten Profite muessen zumindest zu 50 % abgeschoepft und dann an die rechtsmaessigen Eigentuemer ausgezahlt werden. Dabei koennen die Werte aller durch die Israelis auf dem Grund und Boden der enteigneten arabischen Palaestinenser errichtet Privat- und Firmenimmobilien, angerechnet werden.

    Sueddeutsche Zeitung / 20. Oktober 2023

    Palästinenserstaat
    Ein unerfüllter Traum


    Warum die Zwei-Staaten-Lösung kaum noch eine Chance haben dürfte, Wirklichkeit zu werden.
    von Alexandra Föderl-Schmid


    Die Terrorattacken der Hamas haben die Palästinenserfrage wieder auf die geopolitische Tagesordnung katapultiert. Dabei hatte die Frage nach einem eigenen Staat für die Palästinenser selbst für arabische Länder zuletzt keine Priorität - im Gegenteil. Ein Land nach dem anderen schloss seit 2020 ein Abkommen mit Israel, es schien so etwas wie eine neue Normalität im Nahen Osten einzuziehen.

    Zuletzt dürfte auch ein Vertrag mit Saudi-Arabien unterschriftsreif gewesen sein. Kronprinz Mohammed bin Salman, der De-facto-Herrscher des Königreichs, sprach in einem Interview mit Fox News sogar davon, dass "das Leben der Palästinenser erleichtert" werden solle. Dabei verfolgen die Saudis vor allem eigene Interessen. Die palästinensische Führung, so hieß es, dürfe im Gegenzug mit großzügigen saudischen Finanzhilfen rechnen und weiter darauf hoffen, dass die Tür für eine spätere Staatsgründung geöffnet bleibt.

    Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas indes hat keine Möglichkeit, noch direkten Einfluss zu nehmen. Er ist 87 Jahre alt, ein Präsident ohne Land und ein Anführer ohne Volk, der von seinen arabischen Brüdern immer seltener eingeladen wird und auch in den palästinensischen Gebieten immer weniger zu sagen hat.

    Die militanten palästinensischen Gruppen wiederum sehen in der Entwicklung nichts anderes als einen Ausverkauf.

    Vertreter der Hamas, des Islamischen Dschihad und der Volksfront zur Befreiung Palästinas verdammten Ende September die saudischen Verhandlungen mit Israel als "Verrat am Blut der Märtyrer und am arabischen Volk". Zugleich kündigten sie an, den Kampf gegen Israel zu eskalieren. Eineinhalb Wochen später kam es zum Massaker in Israel.

    Die Hamas hat ein Jahr nach ihrer Gründung 1987 in ihrer Charta ein klares Ziel definiert:

    "Die Islamische Widerstandsbewegung", so heißt es darin, "ist eine spezifisch palästinensische Bewegung, treu Gott ergeben. Der Islam dient ihr als Lebensentwurf. Sie strebt danach, das Banner Gottes über ganz Palästina, jeder Handbreit davon, aufzupflanzen."

    Auch wenn die Charta von der Führung verbal mehrmals abgeschwächt wurde, der Anspruch bleibt: auf ganz Palästina - vom Mittelmeer bis zum Jordan. Ein Existenzrecht Israels wird ignoriert.

    Abbas gehört dagegen zu den Architekten dessen, was man Zweistaatenlösung nennt. Er erarbeitete 1977 mit dem israelischen General Mattityahu Peled die "Prinzipien für den Frieden", in denen erstmals eine Zweistaatenlösung skizzierte wurde - gegen den Widerstand des damaligen Palästinenserführers Jassir Arafat.

    Auf dieser Grundlage allerdings begann der Oslo-Friedensprozess, zu den Unterzeichnern des Abkommens am 13. September 1993 gehörte auch Abbas, der damals als Außenminister fungierte. Vom Ziel der Staatsgründung ist Abbas weiter entfernt denn je.

    Friedensgespräche mit den Israelis gibt es seit 2014 nicht mehr.

    Die rechtsreligiöse Regierung in Jerusalem propagiert offen den Anspruch auf das gesamte Land zwischen Mittelmeer und Jordan.

    Als Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu bei seiner Rede in der UN-Generalversammlung Ende September eine Karte des "Neuen Nahen Ostens" hochhielt, da konnte man Israel als kleinen dunklen Fleck im Zentrum entdecken. Der von ihm als Israel gekennzeichnete Bereich umfasste das Westjordanland und den Gazastreifen.

    Mitglieder der seit Jahresbeginn amtierenden rechtsreligiösen Regierung in Israel erheben ganz offen Anspruch auf "Groß-Israel". Die beiden Minister Itamar Ben-Gvir und Bezalel Smotrich fordern offen die Annexion palästinensischer Gebiete. "So etwas wie Palästinenser gibt es nicht", so Smotrich. Sie treten für die Vertreibung großer Teile der palästinensischen Bevölkerung aus dem Westjordanland ein.

    Die UN erkennen 5,5 Millionen Palästinenser als Flüchtlinge an

    Neben 600.000 jüdischen Siedlern leben dort mehr als zwei Millionen Palästinenser, im Gazastreifen sind es 2,23 Millionen. Nach der Staatsgründung Israels 1948 und dem Sechstagekrieg 1967 wurden Hunderttausende Palästinenser vertrieben oder haben ihr Zuhause verlassen. Die meisten begaben sich in Nachbarländer. In Jordanien sind drei von zehn Millionen Einwohner palästinensischen Ursprungs, in Libanon rund eine halbe Million - acht Prozent der Bevölkerung. In Syrien leben rund 400.000.

    Ein 1949 gegründetes Flüchtlingshilfswerk der UN, UNWRA, kümmert sich um die Palästinenser. Israel kritisiert die UNRWA seit Jahren und wirft ihr vor, dass die Organisation mittlerweile 5,5 Millionen Palästinensern den Flüchtlingsstatus zuerkennt. Die Palästinenser selbst und auch die Nachbarstaaten dringen deshalb auf den Flüchtlingsstatus, weil damit der Anspruch auf einen eigenen Staat aufrecht bleibt - zumindest formal, auch wenn real keine Verwirklichung in Sicht ist.

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    Geändert von ABAS (13.11.2023 um 16:17 Uhr)
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  6. #21926
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    Standard AW: Krieg in Israel ab 7.10.2023

    Zitat Zitat von Politikqualle Beitrag anzeigen
    .. ich fang mal damit an , weil von dir ja nur Polemik kommt , wieso denn : Unrechtsregime Israel ...
    Du meinst das ich versuche nicht vorhandene Geschichtskenntnisse mit Polemik zu kompensieren!

    Stranghinweis:

    Israel verstoesst gegen Resolutionen des UN Sicherheitsrates und beweist sich als Unrechtsstaat

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  7. #21927
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    Standard AW: Krieg in Israel ab 7.10.2023

    Israel wird keine Entschädigung an die Palästinenser zahlen, Russland nicht an die Ukraine, und Deutschland auch nicht an Polen, weil man Schmerz, Tod, und Elend nicht in Form von Geld entschädigen kann, und selbst tausend Entschuldigungen nicht helfen....

    Polen ist ein gutes Bsp. dafür, und fordert aktuell 1,3 Billionen Euro von Deutschland als Reparationen. Vergessen sind Milliarden über Milliarden Reparationen der DDR an Polen. Während die BRD sich über den Marshall Plan schnell erholt hat, zahlte die DDR bis zum Exodus Reparationen an die Sowjetunion und Polen. Die BRD zahlte wenig, und die DDR blutete regelrecht aus..... Kilometerweise wurden Schienen abgebaut, in die Sowjetunion und Polen transportiert, ganze Betriebe, wie Karl Zeis Jena, bis auf den letzten Stein, inklusive Personal. Dazu kommen Milliarden über Milliarden deutschen Steuergeld über die EU. Polen reicht das immer noch nicht, nicht unser Land, Milliarden von Reparationen aus der DDR, Steuergeld über die EU. Deutschland ist für Polen ein Geldautomat.

    Hier sieht man doch gut, dass kein Geld der Welt ausreicht menschlichen Schmerz entschädigen zu können.....

    Israel muss die illegal besetzten Gebiete zurück geben. Und zusammen mit einer echten 2 Staaten Lösung gibt es wenigstens eine Chance auf Frieden.

  8. #21928
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    Standard AW: Krieg in Israel ab 7.10.2023

    Zitat Zitat von matty2580 Beitrag anzeigen
    Israel wird keine Entschädigung an die Palästinenser zahlen, Russland nicht an die Ukraine, und Deutschland auch nicht an Polen, weil man Schmerz, Tod, und Elend nicht in Form von Geld entschädigen kann, und selbst tausend Entschuldigungen nicht helfen....

    Polen ist ein gutes Bsp. dafür, und fordert aktuell 1,3 Billionen Euro von Deutschland als Reparationen. Vergessen sind Milliarden über Milliarden Reparationen der DDR an Polen. Während die BRD sich über den Marshall Plan schnell erholt hat, zahlte die DDR bis zum Exodus Reparationen an die Sowjetunion und Polen. Die BRD zahlte wenig, und die DDR blutete regelrecht aus..... Kilometerweise wurden Schienen abgebaut, in die Sowjetunion und Polen transportiert, ganze Betriebe, wie Karl Zeis Jena, bis auf den letzten Stein, inklusive Personal. Dazu kommen Milliarden über Milliarden deutschen Steuergeld über die EU. Polen reicht das immer noch nicht, nicht unser Land, Milliarden von Reparationen aus der DDR, Steuergeld über die EU. Deutschland ist für Polen ein Geldautomat.

    Hier sieht man doch gut, dass kein Geld der Welt ausreicht menschlichen Schmerz entschädigen zu können.....

    Israel muss die illegal besetzten Gebiete zurück geben. Und zusammen mit einer echten 2 Staaten Lösung gibt es wenigstens eine Chance auf Frieden.
    Die verjudete Regierung in Polen beherrscht juedisches Verhandlungsgebahren. Man muss stets mehr fordern als man tatsaechlich will. Den Polen reicht voellig aus wenn die judenknechtige BRD Regierung ihnen 650 Milliarden EUR zahlt.
    Arabischen Palaestinensern fehlen leider die wichtigen Kenntnisse ueber juedische Schacherei. Das muss sich aendern!
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  9. #21929
    SchwanzusLongusGermanicus Benutzerbild von ABAS
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    Standard AW: Krieg in Israel ab 7.10.2023

    Zitat Zitat von Erik der Rote Beitrag anzeigen
    Im Rahmen der selbstlosen Selbstverteidigung muss man auch riesige Bomben einsetzten, weil quasi ganz Gaza untertunnelt ist.
    Man koennte auch Giftgas bzw. besonders preiswertes Karbidgranulat verwenden und anschliessend die Tunnelsysteme in Gaza waessern. Ein andere Option ist brennendes Napalm in die Tunnensyteme einzuleiten oder kleine Phosphorsprengsaetze zu verwenden.

    Damit haben die US Kriegsverbrecher in Vietnam gute Erfahrungen gemacht aber trotzdem verloren.
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  10. #21930
    Lord Laiken
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    Standard AW: Krieg in Israel ab 7.10.2023

    Zitat Zitat von matty2580 Beitrag anzeigen
    Israel wird keine Entschädigung an die Palästinenser zahlen, Russland nicht an die Ukraine, und Deutschland auch nicht an Polen, weil man Schmerz, Tod, und Elend nicht in Form von Geld entschädigen kann, und selbst tausend Entschuldigungen nicht helfen....

    Polen ist ein gutes Bsp. dafür, und fordert aktuell 1,3 Billionen Euro von Deutschland als Reparationen. Vergessen sind Milliarden über Milliarden Reparationen der DDR an Polen. Während die BRD sich über den Marshall Plan schnell erholt hat, zahlte die DDR bis zum Exodus Reparationen an die Sowjetunion und Polen. Die BRD zahlte wenig, und die DDR blutete regelrecht aus..... Kilometerweise wurden Schienen abgebaut, in die Sowjetunion und Polen transportiert, ganze Betriebe, wie Karl Zeis Jena, bis auf den letzten Stein, inklusive Personal. Dazu kommen Milliarden über Milliarden deutschen Steuergeld über die EU. Polen reicht das immer noch nicht, nicht unser Land, Milliarden von Reparationen aus der DDR, Steuergeld über die EU. Deutschland ist für Polen ein Geldautomat.

    Hier sieht man doch gut, dass kein Geld der Welt ausreicht menschlichen Schmerz entschädigen zu können.....

    Israel muss die illegal besetzten Gebiete zurück geben. Und zusammen mit einer echten 2 Staaten Lösung gibt es wenigstens eine Chance auf Frieden.
    100% Bullshit.

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