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Nein




Was nicht so bekannt ist, zur deutschen Aufrüstung kam es erst, als die deutsche Delegation 1933 beim Völkerbund eine allgemeine Abrüstung verlangte, im Vertrag von Versailles war geschrieben spätestens ab 1928 soll es eine allgemeine Abrüstung geben. Die beiden Westmächte lehnten die Abrüstung ab. Außerdem forderte Deutschland ein Verbot zum Bau von schweren Bombern. Es war ja ersichtlich das diese Bomber auch Zivilisten in ein Krieg einbinden. Nur Deutschland hatte ab 1919 abgerüstet.
Nach dem das alles abgelehnt wurde beschloss man in Deutschland eine Aufrüstung und die allgemeine Wehrpflicht und eine Luftwaffe einzuführen.
Eine Abrüstung anzustreben klingt nicht nach Lebensraum im Osten!
Der FC Bayern München halten sich nicht für etwas besseres, sie sind es!
Das es sich um ein Bruch des Versailler Vertrages durch die Siegermächte handelte, wir hier nicht erwähnt.Deutschland hatte den Versailler Vertrag nie einseitig gebrochen.
Sein Nachfolger Franz von Papen mit dem "Kabinett der Barone" verschärfte nun noch einmal die außenpolitische Strategie, die von Stresemann überwunden, aber schon unter Brüning wieder als Option entdeckt worden war, nämlich den Versuch, Großbritannien und Frankreich gegeneinander auszuspielen. In den Mittelpunkt war nun die Abrüstungsfrage getreten: Der Versailler Vertrag hatte die allgemeine Abrüstung zum Ziel erklärt und die deutschen militärischen Restriktionen nur als deren ersten Schritt definiert. Aber seit Jahren schleppten sich die Verhandlungen am Rande des Völkerbunds über die Umsetzung der Vertragsregelungen hin, und in Deutschland wurde nun - von der NSDAP geschürt - der Ruf nach "Gleichberechtigung" auch in der Rüstungsfrage immer lauter. Frankreich war angesichts der inneren Entwicklung beim Nachbarn nicht bereit, seinen letzten Trumpf, die militärische Überlegenheit, preiszugeben. Auch nach der Eröffnung der Abrüstungskonferenz im Februar 1932 gab es keine Annäherung, und die deutschen Drohszenarien wurden drastischer.
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Geändert von marion (24.12.2022 um 08:35 Uhr)
Für Frankreich trifft das zu, England versuchte zu vermitteln.
Auch hier gilt wieder: Zwar waren die Deutschen im Recht, ihre Forderungen legitim, aber nicht ohne Weiteres durchsetzbar. Realpolitik hätte beharrlich weiterverhandelt, der Herr Reichskanzler nutzte die Sackgasse, um auszusteigen, falls das Scheitern der Abrüstungsverhandlungen nicht von vornherein von IHM kalkuliert war.
Man sollte auch hier einfach mal die Perspektive des Gegners einnehmen, auch wenn's schwerfällt: Frankreich wollte das Reich militärisch unten halten, weil es Furcht vor Revanche hatte und Deutschland auf Militarisierung und Polarisierung der Gesellschaft zusteuerte (SA, HJ, Gleichschaltung, völkische Propaganda).
Es gab vorderhand keine kriegerischen Ambitionen der Alliierten* gegen das Reich, das ja bereits am Boden und zerstückelt war. Die Reichsführung dagegen hatte das vitale Interesse, Versailles zu revidieren. Wer diese Ausgangslage ignoriert, dreht sich natürlich weiter endlos im Kreis und kommt über die Schimäre vom unverstandenen Friedensfürsten Adi nicht hinaus.
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* Mit der Rheinlandbesetzung waren die Franzosen ja bereits auf die Schnauze gefallen.
Geändert von brain freeze (24.12.2022 um 09:49 Uhr)
Ex septentrione lux
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Eben, und die haben sich nicht mal selber an diesen Vertrag und zugehoerige Abmachungen gehalten. Nur drauf hingewiesen, wenn sie mal wieder unverschaemte Forderungen geltend mache wollten. Die Forderungen Hitlers und der Reichsregierung zur Revision der Versailler Folgen waren eher bescheiden und keineswegs kleinlich. Aber selbst das ging eben manchen zu weit.
Die Frage muss also eher lauten wollten die Versaillesprofiteure weiter an ihrem Unrecht festhalten oder wollten sie Frieden.
Wahrheit Macht Frei!
Das wollte er, in einem vernünftigen Rahmen, es ging ja nicht an das diese beiden Westmächte laufend den Friedensvertrag zu ihrem Vorteil brechen.
Noch ein Fall Frankreich schloss mit der Sowjetunion ein Militärbündnis ab zum Missfallen der Polen. Militärbündnisse waren nach den Versailler Vertrag verboten. Die deutsche Reaktion war die Stationierung deutscher Truppen im Rheinland, und zusätzlich ein Bündnis mit Polen.
Ich soll mich entscheiden oder Hitler soll sich entscheiden, das ist ja wie Geld oder Leben.
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