
Quatsch --> in fernbeheizten Wohnungen in der EX-DDR wurden die Heizungen seit Ende der 1950er auf 23°-Hawaiihemd-Wohnzimmertemperatur gestellt.
Wem es zu warm war, der hat mit dem Öffnen der Fenster reagiert.
Ich hatte Ende der 1980er in Ostberlin ein Arbeitszimmer da musste ich den Heizkörper vollständig mit Textilien umwickeln, damit er nicht soviel Wärme abgibt.
Einst Anführer einer Moped-Gang!
Trust-no-1
Sanktionen gegen Russland Polen fordert Stopp von Nord Stream 1
Die Gaspipeline Nord Stream 2 liegt derzeit auf Eis. Nun soll auch Nord Stream 1 stillgelegt werden – das fordert der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki vor dem Treffen mit Bundeskanzler Olaf Scholz.
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Das ist ja ganz schön frech - oder hat der Polski das von Einflüsterern aus Washington?
Einst Anführer einer Moped-Gang!
Trust-no-1
Die Politikversager in einschliesslich Deutschland und anderer Laender die Gas aus Russland importieren sind
sich nicht bewusst in was fuer eine fatale Lage sie sich durch den angekuendigten Stop von North Stream 2
bringen. Das bereits fertiggestellte gigantische Projekt wurde ueberwiegend von westlichen Investoren finanziert
die sich als Betreiber betaetigen wollen. Im Fall der Untersagung des Betriebes kommen auf die Regierungen hohe
Schadenersatzforderungen einschliesslichen entgangen Gewinn zu, die im zweistelligen Millarden EUR
Bereich liegen. Die Zivilklagen haben allerbeste Aussicht auf Erfolg. Die Schadenersatzahlungen muessen dann
auf die Energiepreise umgelegt werden, wie es bereits bei den geleisteten Schadensersatzzahlungen fuer die
vorzeitige Einstellung des Betriebes von Nuklearkraftwerken den Fall ist.
Folgende westlichen Energiekonzeren haben in North Stream 2 investiert:
ENGIE, OMV, Shell, Uniper und Wintershall Dea
Die Lobbyisten dieser maechtigen Konzeren werden entweder die Inbetriebnahme durchsetzen oder die
Deutsche Regierungen und Regierungen, respektive die Steuererzahler anderer gasimportierender EU
Laender zahlen sich sonst dumm und daemlich an Schadenersatz. Nach grober Schaetzungen werden
ca. 30 Milliarden EUR Schadenersatzleistungen seitens der Zivilgerichte den Investoren,
zuerkannt, falls es tatsaechlich zu einem politischen Aus von North Stream 2 kommen sollte.
Anteilseigner und Finanzinvestoren
Die Projektgesellschaft Nord Stream 2 AG wurde gegründet, um die Pipeline durch die Ostsee zu planen, zu bauen und später zu betreiben. Die Firma hat ihren Sitz in Zug (Schweiz), die Unternehmensanteile werden von der Gazprom international projects LLC, eine Tochtergesellschaft der PJSC Gazprom, gehalten. PJSC Gazprom ist mit einem Anteil von 15 Prozent an der globalen Gasproduktion der größte Gaslieferant der Welt.
Die Nord Stream 2 AG hat mit ENGIE, OMV, Shell, Uniper und Wintershall Dea Finanzierungsvereinbarungen für das Projekt unterzeichnet.
Der Anteilseigner und die Finanzinvestoren von Nord Stream 2 verfügen über einzigartige Erfahrungen in der Erdgasproduktion, beim Bau von Transportinfrastruktur sowie in der zuverlässigen und sicheren Lieferung von Erdgas in die europäischen Märkte.
[Links nur für registrierte Nutzer]NZZ / 23.02.2022
DIE NEUSTEN ENTWICKLUNGEN
Nord Stream 2: Die USA bringen Sanktionen gegen die Betreibergesellschaft auf den Weg
Die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2, die russisches Gas durch die Ostsee nach Deutschland führen soll, ist fertig verlegt. In Betrieb gehen wird sie aber bis auf weiteres nicht. Der Konflikt im Überblick.
• Die US-Regierung verhängt Sanktionen gegen die Nord Stream 2 AG. Er habe seine Regierung angewiesen, Sanktionen gegen die Gesellschaft und ihre Manager zu verhängen, teilte US-Präsident Joe Biden am Mittwoch (23. 2.) mit. Der im schweizerischen Zug ansässige Nord Stream 2 AG, einer Tochter des russischen Gaskonzerns Gazprom, oblag und obliegt Bau und Betrieb der fertiggestellten, aber noch nicht in Betrieb gesetzten Ostsee-Pipeline Nord Stream 2. Bisherige US-Sanktionen hatten sich gegen Personen, Einrichtungen und Schiffe gerichtet, die am Pipeline-Bau beteiligt waren, aber – aus Rücksicht auf Deutschland – nicht gegen die Betreibergesellschaft und ihre Führung. Biden verwies auf die Eskalation im Ukraine-Konflikt. Die Entscheidung zu Nord Stream 2 sei ein weiterer Teil einer ersten Tranche von Sanktionen. Man habe sich eng mit Deutschland koordiniert, das am Dienstag die Zertifizierung der Pipeline gestoppt habe.
• Die deutsche Bundesregierung stoppt vorerst die Zertifizierung von Nord Stream 2. Dies teilte Bundeskanzler Olaf Scholz am Dienstag (22. 2.) an einer Medienkonferenz mit. Scholz begründete den Schritt mit den jüngsten Entscheidungen von Russlands Präsident Wladimir Putin in der Krise mit der Ukraine. Die Zertifizierung der Nord Stream 2 AG bzw. einer Tochtergesellschaft von ihr als unabhängiger Transportnetzbetreiber nach EU-Recht ist Voraussetzung dafür, dass die im vergangenen Jahr fertiggestellte Pipeline in Betrieb gehen kann.
• Angesichts der dramatischen Zuspitzung der Ukraine-Krise hat der republikanische Abgeordnete im amerikanischen Repräsentantenhaus, Jim Banks, Deutschland aufgefordert, die Gas-Pipeline Nord Stream 2 sofort zu stoppen und Waffen an die Ukraine zu liefern. «Deutschlands Kapitulation vor Russland bei Nord Stream und anderen Themen ist etwas, bei dem sich der Rest der Welt - vor allem die Amerikaner - an den Kopf fassen», sagte Banks der Deutschen Presse-Agentur am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz. Viele Amerikaner zweifelten Deutschlands Verlässlichkeit an.
• Die EU hat nach Angaben der Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen umfangreiche Vorkehrungen für den Fall eines Stopps russischer Gaslieferungen getroffen. Um das Risiko von Engpässen abzuschwächen, habe die EU-Kommission in den vergangenen Monaten mit wichtigen Flüssiggasexporteuren gesprochen, etwa den Vereinigten Staaten, Katar und Ägypten, damit diese ihre Lieferungen aufstockten, sagte von der Leyen am Dienstag (15. 2.). Ausserdem habe man mit wichtigen Flüssiggas-Importeuren wie Japan und Südkorea ausgehandelt, dass diese der EU eigene Bestellungen zur Verfügung stellten.
Was ist Nord Stream 2?
Die Nord-Stream-2-Pipeline soll russisches Erdgas aus arktischen Feldern über St. Petersburg durch die Ostsee nach Deutschland transportieren. Sie landet an der deutschen Ostseeküste in Lubmin bei Greifswald an. Die Pipeline verläuft parallel zur 2012 fertiggestellten Leitung Nord Stream 1. Wie diese soll Nord Stream 2 eine Jahreskapazität von 55 Milliarden Kubikmetern haben.
Der Bau oblag dem im schweizerischen Zug angesiedelten Unternehmen Nord Stream 2 AG, einer Tochter des staatlichen russischen Energiekonzerns Gazprom. Die am 10. September 2021 fertiggestellte, aber noch nicht in Betrieb genommene Pipeline hat laut Firmenangaben eine Länge von insgesamt 2460 Kilometern (zwei Stränge à 1230 Kilometer). Für den Betrieb des deutschen Teils der Pipeline hat die Nord Stream 2 AG im Januar 2022 eine deutsche Tochtergesellschaft, die Gastransportgesellschaft Gas for Europe GmbH mit Sitz in Schwerin, gegründet.
Warum ist die Pipeline nicht in Betrieb?
Eine Inbetriebnahme der Pipeline ist vorerst nicht zu erwarten, weil Bundeskanzler Olaf Scholz am 22. Februar 2022 einen Stopp des Zertifizierungsverfahrens angekündigt hat. Scholz begründete den Schritt mit den jüngsten Entscheiden des russischen Präsidenten Putin im Konflikt mit der Ukraine.
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Ende Januar hat die Nord Stream 2 AG deshalb die erwähnte Tochter Gas for Europe nach deutschem Recht gegründet. Diese soll Eigentümerin des deutschen Teilstücks werden und dieses betreiben. Damals teilte die Bundesnetzagentur mit, sie wolle die Prüfung nach der Einreichung aller Unterlagen fortsetzen und einen Entscheidungsentwurf erstellen, der dann der EU-Kommission zur Stellungnahme übermittelt wird. Das ist nun bis auf weiteres hinfällig.
Welchen Einfluss hat der Konflikt um die Ukraine?
Überschreitet Russland mit militärischen Kräften die Grenze zur Ukraine, «wird es Nord Stream 2 nicht mehr geben»: Dies bekräftigte der amerikanische Präsident Joe Biden anlässlich des Besuchs des deutschen Bundeskanzlers Olaf Scholz am 7. Februar 2022 in Washington. Scholz nahm an der gemeinsamen Pressekonferenz das Wort Nord Stream 2 zwar nicht in den Mund, doch widersprach er Biden nicht. Vielmehr sagte er, man werde im Falle einer Invasion gemeinsam mit den Alliierten einschliesslich der USA «alle notwendigen Schritte ergreifen».
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Wer bezahlt für Nord Stream 2?
Die Projektkosten für den Bau von Nord Stream 2 werden mit 9,5 Milliarden Euro beziffert. Gazprom, der grösste Gasförderer der Welt, beteiligt sich direkt insgesamt mit rund 5 Milliarden Euro daran. Zudem bringen die europäischen Energiekonzerne Engie (Frankreich), OMV (Österreich), Shell (Niederlande/Grossbritannien), Uniper und Wintershall Dea (beide Deutschland) als Finanzinvestoren bzw. Kreditgeber die Hälfte der Projektkosten ein. Wird das Projekt definitiv gestoppt, dürften Schadenersatzforderungen aufs Tapet kommen.
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Wie gross ist die Abhängigkeit?
Heute bezieht Europa etwa 30 bis 40 Prozent seines Erdgases aus Russland. Davon wird knapp die Hälfte durch die Ukraine transportiert. Dieser Transport verteuert das russische Erdgas. Etwa 2 Milliarden Dollar an Transitgebühren fallen jedes Jahr an. Zumindest ein Teil davon könnte mit der Inbetriebnahme von Nord Stream 2 der Ukraine entgehen. Auch EU-Länder, allen voran die Slowakei, würden Transiteinnahmen verlieren.
Deutschland ist noch etwas stärker von russischen Erdgas abhängig: Es bezieht über 50 Prozent seiner Lieferungen aus Russland. Sollten diese Lieferungen im Zuge von Sanktionen oder Gegensanktionen ganz ausbleiben, könnte der Bedarf – vor allem in wärmeren Monaten – für einige Zeit aus bestehenden Gaslagern gedeckt werden. Im nächsten Winter könnte der Ersatz des russischen Gases indessen zu einer grossen Herausforderung werden.
Um wie viel Erdgas geht es?
Die Transportvolumen durch die Ukraine haben sich auch schon ohne Nord Stream 2 klar verringert. Durchquerten im Jahr 2018 noch 87 Milliarden Kubikmeter Erdgas von Gazprom das Land, waren es 2020 nur noch 65 Milliarden Kubikmeter. Und es werden noch weniger. Gazprom verpflichtete sich durch den Transitvertrag bis 2024 nur noch darauf, 40 Milliarden Kubikmeter durch ukrainische Röhren zu transportieren. Was danach kommt, ist unklar. Mit Nord Stream 2 könnten aber 55 Milliarden Kubikmeter Gas abgedeckt werden. Weitere 31,5 Milliarden Kubikmeter Gas kann die Turk-Stream-Pipeline transportieren, die Anfang 2020 in Betrieb gegangen ist und die Ukraine im Süden umgeht.
Immer weniger Gas geht durch die Ukraine
Dennoch ist für viele Beobachter klar, dass Gazprom auch mit den neuen Leitungen die Ukraine nicht völlig aussen vor lassen kann. Nur sie kann dem russischen Konzern dank ihren gewaltigen unterirdischen Speicherkapazitäten die Flexibilität bieten, die er für Spitzenlastzeiten benötigt.
Braucht Europa mehr Erdgas aus dem Ausland?
Der alte Kontinent versorgt sich derzeit vor allem mit Gas aus Russland, den Niederlanden und Norwegen. Von den jährlich benötigten 480 Milliarden Kubikmetern müssen laut Experten in den nächsten Jahren für rund 120 bis 140 Milliarden Kubikmeter andere Quellen gefunden werden, da die Förderkapazitäten in den Niederlanden und in Grossbritannien abnehmen.
Zudem kann durch Gas der ungeliebte Atomstrom oder klimaschädlicher Kohlestrom ersetzt werden. Für eine Übergangsphase bis zu einem massiven Ausbau der erneuerbaren Energien wird Europa daher tendenziell abhängiger von fremden Gasvorkommen.
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" Streicht die Kuechenabfaelle fuer die Aussaetzigen! Keine Gnade mehr bei Hinrichtungen!
Und sagt Weihnachten ab! " (Sheriff von Nottingham)
Kein Problem, wenn aus Frankreich zu gleichen Mengen und Konditionen übernommen wird.
Interessante Frage nebenbei: Wie wird die Reaktion in Frankreich sein, wenn z.B. die deutsche grüne Aussenministerin fordert "Müssen Atomkraftwerke stilllegen, auch wenn es für die Franzosen schmerzhaft ist"?
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