Da ist Russland auch wieder einen Schritt voraus.
Der autonome Torpedo Poseidon als neuer Typ der nuklearen Abschreckung
Mitten im Atlantischen Ozean verlassen mehrere 20 Meter lange Torpedos ein russisches Atom-U-Boot. Mit eigenem atomaren Antrieb bewegen sie sich langsam in eintausend Meter Tiefe über tausende Kilometer auf den amerikanischen Kontinent zu, dann beschleunigen sie auf eine Geschwindigkeit, die jede Abwehr unmöglich macht, und bringen kurz vor der amerikanischen Küste die in ihnen befindlichen Atombomben zur Explosion, jede mit einer Sprengkraft von mehreren Megatonnen TNT. Riesige Wellen von radioaktivem Ozeanwasser, bis zu hunderte Meter hoch, vernichten daraufhin die amerikanischen Ostküstenstädte, darunter Boston, New York, Washington und Philadelphia. Zur gleichen Zeit wird auch die nordamerikanische Westküste mittels riesiger Wellen angegriffen, ebenso ausgelöst von russischen Atomtorpedos. Seattle, San Francisco, das Silicon Valley, Los Angeles und San Diego sind vollkommen ausgelöscht. Die beiden Machtzentren der USA existieren nicht mehr.
Dieses Szenario ist keine Science Fiction. Es ist der Ernstfall des russischen atomar angetriebenen und bewaffneten Torpedos Poseidon. Als Konzept gibt es diesen Typ einer nuklearen Unterwasserwaffe für den nuklearen Zweitschlag schon länger, doch erst jetzt hat man in der militärischen Führung der USA und der NATO realisiert, dass sie kurz vor der Einsatzbereitschaft steht und nicht nur ein Bluff von Wladimir Putin ist, wie lange vermutet wurde.
Am 21. April 2021 erwähnte Russlands Präsident Wladimir Putin den Atomtorpedo in einer öffentlichen Rede. Er erklärte, dass an dem Projekt weiter gearbeitet werde. Auch Nils Andreas Stensønes, der Chef des norwegischen Geheimdienstes, bestätigte, dass sich das Poseidon-Projekt bereits in einer fortgeschrittenen Testphase befindet.[Links nur für registrierte Nutzer]Mit dem atomar angetriebenen und bewaffneten Poseidon verfügt Russland künftig über eine Form der nuklearen Abschreckung, für die es bislang keinerlei Abwehrmöglichkeiten gibt. Der atomare Antrieb ermöglicht dem 20 Meter langen Torpedo, unbegrenzte Entfernungen zurückzulegen. Außerdem kann er als autonome Unterwasserdrohne eingesetzt werden. Es wäre so möglich, dass der Torpedo in großer Tiefe in einer Art „Schlafmodus“ verharrt und nach gewisser Zeit auf ein Signal oder eigener Programmierung hin aktiv wird.
Aufgrund des atomaren Antriebs und damit einer nahezu unbegrenzten Reichweite ist der Poseidon nicht darauf angewiesen, von einem U-Boot bis zur feindlichen Küste transportiert zu werden. Er kann an jeder Küste zu Wasser gelassen werden und dann den Weg zu seinem Ziel autonom zurücklegen. Insofern ist der Atomtorpedo zugleich eine interkontinentale Unterwasserdrohne.
Mit dem Poseidon zeigt Russland sein Bestreben, seine Verteidigung künftig vermehrt auf vollautomatisierten autonomen Waffensystemen aufzubauen. Dadurch soll eine effektive Abschreckung zu deutlich verringerten Kosten erreicht werden.




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