Zitat Zitat von Chronos Beitrag anzeigen
Natürlich gab es immer schon Phasen aussergewöhnlicher Klima-Extreme. Keine Frage.

Jeder, der schon mal Sinusschwingungen unterschiedlicher Frequenzen gemischt und das Ergebnis auf einem Oszi betrachtet hat, weiss von den additiven und subtraktiven Ergebnissen auf der Zeitachse.

Und genau da liegt das Problem bzw. die Fragestellung.

In dem chaotischen System unserer Atmosphäre spielen schätzungsweise ein Dutzend Einflussfaktoren eine mitbestimmende Rolle. Additiv und/oder subtraktiv. Je nach Phasenlage.

Und jetzt stellt sich eben die Frage, welcher dieser Einflussfaktoren in einem bestimmten Moment dominiert und welche Auswirkungen es hat, wenn sich auch nur ein einziger dieser Faktoren verändert und was zu dieser Veränderung führte.

In kurzen Worten: Welche klimatischen Entwicklungen diesen mittelalterlichen Katastrophen vorangingen und in welchem Zeitraum, wurde sehr wahrscheinlich nicht überliefert.

Oder noch kürzer: Ist es nicht so, dass der derzeitige Wandel über einen viel kürzeren Zeitraum erfolgt, als noch vor 500 Jahren? Wir wissen es schlicht nicht, weil man über "Normalität" damals nicht schrieb.
Vieles an der gegenwärtigen Katastrophe ist hausgemacht und hat nur bedingt mit Klimawandel zu tun! Erstens die Zersiedlung der Landschaften mit ihrer Flächenversiegelung. Verrottete Infrastruktur! Straßen mit Schlaglöchern und Rissen im Asphalt bilden nun mal bessere Angriffsflächen für Wasser. Baugrund wo nie hätte gebaut werden dürfen. Wohnbebauung bis direkt an Flußufer........
Dann kommt das Wetter - Regen über Wochen, die Böden vollgesaugt wie ein Schwamm. Dazu noch eine Extremwetterlage mit Starkregen der nicht versickern kann und marode Kanalisationen überlaufen lässt. Über Bausünden wie Tiefgaragen und Souterrain-Wohnungen will ich gar nicht anfangen.....
Und da haben wir sie die Katastrophe....ganz ohne Klimawandel und CO"!