Zitat Zitat von Bolle Beitrag anzeigen
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Nur dass die Hochwasserkatastrophen in ihrer Gesamtheit und ihrem Ausmaß eher abgenommen haben! Im 19. und 18. Jahrhundert war noch nichts mit CO2 und menschgemachten Klimawandel und 1342 bei der schlimmsten Flut die Deutschland je erlebt hat, schon gar nicht! Man muss nicht jeden populistischen Satz 1 zu 1 übernehmen.
Natürlich gab es immer schon Phasen aussergewöhnlicher Klima-Extreme. Keine Frage.

Jeder, der schon mal Sinusschwingungen unterschiedlicher Frequenzen gemischt und das Ergebnis auf einem Oszi betrachtet hat, weiss von den additiven und subtraktiven Ergebnissen auf der Zeitachse.

Und genau da liegt das Problem bzw. die Fragestellung.

In dem chaotischen System unserer Atmosphäre spielen schätzungsweise ein Dutzend Einflussfaktoren eine mitbestimmende Rolle. Additiv und/oder subtraktiv. Je nach Phasenlage.

Und jetzt stellt sich eben die Frage, welcher dieser Einflussfaktoren in einem bestimmten Moment dominiert und welche Auswirkungen es hat, wenn sich auch nur ein einziger dieser Faktoren verändert und was zu dieser Veränderung führte.

In kurzen Worten: Welche klimatischen Entwicklungen diesen mittelalterlichen Katastrophen vorangingen und in welchem Zeitraum, wurde sehr wahrscheinlich nicht überliefert.

Oder noch kürzer: Ist es nicht so, dass der derzeitige Wandel über einen viel kürzeren Zeitraum erfolgt, als noch vor 500 Jahren? Wir wissen es schlicht nicht, weil man über "Normalität" damals nicht schrieb.