Chronos bei aller Liebe....
Nehmen wir an, du warst dir der Folgen in den Sechzigern und Siebziger Jahren nicht bewusst. War dir bewusst, dass man Krankheiten anstecken kann? Ich würde sagen: Ja, dir war klar dass es Krankheiten gibt, die ansteckend sind, aber bei einer Grippe hast du das nicht angenommen weil die Medien und Politik (auch Ärzte) das nicht an dich weitergegeben haben.
Lassen wir das als Fakt im Raum stehen. Später jedoch wusstest du es. Und hast DENNOCH keine Masken getragen als du (schon etwas älter) zur Risikogruppe gehört hast. Du selbst wolltest dich also nicht schützen vor der Grippe, obwohl du wusstest, dass du erkranken kannst. Auch hast du keine Maske getragen als du selber etwas hattest. Das ist das, was du geschrieben hast. Und zwar, weil die Anderen auch keine Maske getragen haben.
Du hast also in Kauf genommen, dass du dich anstecken kannst, aber auch dass andere sich an dir anstecken können.
Das ist genau die Quintessenz! Es war früher nicht nötig, weil die Leute genug Arbeit hatten. Wenn einer deswegen die Fleppen bekommen hat, dann ist der einfach auf die andere Straßenseite gegangen und hat dort weitergearbeitet. Heute ist dem nicht so. Heute machen einem sogar Zugereiste die Arbeitsplätze streitig. Da hat man Angst. Angst so wie die Zielgruppe von Viren/Bakterien (Alter, geschwächtes Immunsystem, Vorerkrankungen) und daher auch jenen, bei denen eine Immunisierung per Impfung durchaus sinnvoll ist (wegen der höheren Wahrscheinlichkeiten [Wink an Trantor]).Wer erkältet war und bei dem eventuell der Verdacht einer Grippe bestand, blieb einfach dem Arbeitsplatz fern, um die Kollegen nicht anzustecken.
Sogar bei einer ganz harmlosen Erkältung hieß es "komm mir nicht zu nahe, denn ich möchte dich nicht anstecken".
Man sah ganz einfach bei den früheren Grippewellen keine Notwendigkeit und Gefährlichkeit, umfangreichere Schutzmaßnahmen zu praktizieren.
Die Menschen gehen trotzdem arbeiten. Obwohl sie krank sind. Nun könnte der Arbeitgeber das unterbinden. Auch die Kollegen. Aber die lassen das alle zu. Und so kann der Kollege dann alle anstecken wenn er denn wollte/könntees möglich wäre. Sagen tut auch keiner was. Auch die haben die spärlich gesäte Arbeit nötig. Schweigt jeder.
Wir haben demnach ganz andere Voraussetzungen wie du damals. Das sind alles Auswirkungen einer veränderten gesellschaftlichen Situation, die AUCH beginnt mit dem Reinholen von unzähligen Menschen aus dem Ausland in unser Sozial- und Arbeitssystem und weitergeht mit der Globalisierung, der Effektivitäts-/Produktivitätssteigerung sowie wettbewerbsfähigkeit. Weil niemand mehr ein Mensch ist. Sondern nur noch eine Nummer.
Stirbt diese Nummer wird sie durch eine neue ersetzt.
Wenn du also schreibst, dass ihr Maßnahmen ergriffen habt, um Andere und euch zu schützen, indem ihr z.B. nicht zur Arbeit seid weil ihr euch krank gefühlt habt, dann IST das schon eine Maßnahme. Das hat doch gereicht oder nicht? Wieso reicht das dann heute nicht? Die Antwort lautet nicht: "Weil Corona gefährlicher ist."
Sondern die Antwort lautet: Weil wir die Menschen derart abhängig gemacht haben von ihrer Arbeit, dem Konsum, der Ablenkung durch Urlaub/Freunde(Unterhaltung)/Freizeit und dem Obrigkeitsgehorrsam, dass sie nicht mehr fähig sind so gradlinig zu denken und deswegen muss man ALLEN vorschreiben was sie zu tun haben. Das Dumme dabei ist halt, dass bei einer Pandemie (sollte es eine sein!) EIN Trottel ausreicht um alle anzustecken. Selbst wenn demnach 80 Mio. Menschen sich an alles halten und 1 Trottel macht das nicht reicht der eine Trottel aus.
Du siehst also, dein Verhalten in den 60er, 70er basiert auf das Unwissen durch Nicht-Informationen. Dein Verhalten zu Zeiten der Grippe in den 2000er Jahren und danch basiert auf: Macht ja auch kein Anderer so dann wirds nicht so schlimm sein. Und dein jetziges auf "Die sagen mir das ist schlimmer, also mach ichs."
Die haben dich doch schon vorher die ganze Zeit "belogen", vielleicht früher noch aus eigener Unwissenheit oder der Angst vor eine Panik. Aber heute? Sind sie alle vertrauenswürdiger? Das glaubst du? Oder global gesehen, du glaubst, dass wenn ein kleines Land, welches Waren importiert, die Möglichkeit hat Corona weitestgehend zu ignorieren nach dem Motto "das ist doch nichts"? Die werden mitmachen. Die ganze Welt macht mit. Nicht weil sie denkt, dass Corona existiert oder nicht, das ist unerheblich. Sondern weil die Sanktionen und Folgen einer Nicht-Testung, Nicht-Impfung so schwerwiegend für deren Wirtschaft und Leben wäre, dass sie sich so bedroht fühlen, dass sie mitmachen.
Denn genau dasselbe findet bei uns statt. Ein Großteil hat ANGST, dass ihr Leben als Nicht-Getestete, Nicht-Geimpfte derart beschnitten wird, dass sie nicht mehr leben können.
In Kindergärten ist das der Fall. In einigen Ländern MUSS man geimpft sein sonst darf man nicht mehr arbeiten. Das wird noch knüppeldick kommen. Alles vorhersehbar.
Und damit du wieder einen Satz hast auf den du dich beziehst, denn fast alle ziehen bei mir meist nur einen Satz heraus:
Ich halte dich nicht für einen Menschenfeind oder für einen, dem die Mitmenschen direkt und unmittelbar egal sind. Sondern der es in Kauf nimmt obwol er es besser wissen müsste und könnte, wenn er wollte. Denn die Mechanismen sind dir ja bekannt (wenn bei uns einer krank war, erschien er nicht zur Arbeit, damit er keinen ansteckt; und die anderen taten das auch, damit ich mich nicht anstecke). Sie gelten halt nur gesellschaftlich nicht, oder nicht hoch geachtet und deswegen verzichtest du darauf (wieso sollte ich mit Maske herumlaufen, dann wäre ich ja der Einzige, das sieht ja blöd aus). Anstatt eben, wie ich es auch schrieb, auf die Gesellschaft in dem Sinne zu scheißen, weil du sie schützen willst durch dein Handeln (indem du bei Krankheit entweder zu hause bleibst oder öffentlich ne Maske trägst um keinen anderen anzustecken). Nicht weil dir die Menschen egal sind. Sondern weil du den Menschen um dich herum egal bist. Und darum machst du mit. Weil genau jene dir dann wiederum auch egal sind......
Dieser Teufelskreis zieht sich durch das gesamte Land, und diese Unethik, Unmoral und Nicht-Empathie ist genau das, was Frundsberg hier so eindrucksvoll wiedergegeben hat. Wir sollen alle aufeinander herumhacken, denn das lenkt von denen ab, die die Gesellschaft und uns alle so geformt haben wie wir sind. Nein das war eben nicht die Gesellschaft und die bekam dann ihre Politik/Medien so wie sie es bestellt hat! Das wäre Trantors Ansicht (das unterstelle ich dummdreist). Sondern wir bekommen geliefert und man sugeriert uns, wir hätten es so bestellt. Und das kann ich sogar belegen! Aus der Geschichte.
Was ist damals in den frühen 19xx Jahren passiert? Was hat man dem deutschen Volk angetan, dass sie sich später dazu entschlossen sich zu wehren? WOLLTE das Volk es so? Nein die bekamen das alle vor den Latz geknallt und dann in den 30er Jahren war halt Sense. Es ging so nicht weiter. Und auch da hatten "wir" doch Demokratie oder nicht? Gewählte Volks(ver)treter. Nur musste die Politik Interessen vertreten. Dummerweise nicht die für die Deutschen. Und genauso ist das heute wieder. Wir haben keine demokratischen Mittel uns zu wehren. Das sieht man auch.
Nur macht es das nicht besser wenn wir aufgeben. Uns aufgeben und einfach mitmachen ala "Ich kann eh nichts ändern". Ich kann nichts ändern an Steuern. Ich kann nichts ändern an der Gleichgültigkeit meiner Mitmenschen. Aber an der Gleichgültigkeit muss ich nicht mitmachen! Ich muss nicht "freiwillig" Steuern zahlen oder mich an jeder Lesben-/Schwulendemo dranhängen. Oder jeden Beschluss der Regierung fressen und auch geistig aufsaugen.
Ich muss kein Mitläufer sein! Und das gilt nunmal auch für dich. Denn dafür möchte ich dich nicht halten.![]()




