Ich komprimiere deinen Beitrag jetzt mal der Einfachheit halber auf diese wirklich infame Unterstellung.
Nein, die Mitmenschen waren mir nicht egal. Es war ganz einfach während der verschiedenen Grippewellen seit den Sechzigern (die immer wieder als Hongkong-Varianten A, B, C usw. benannt wurden) keine Gefährdung anderer Menschen bekannt, und schon gar nicht, dass man wegen Grippe zum Arzt ging oder gar in die Intensivabteilung eines Krankenhauses eingewiesen wurde.
Sicher mag das damals fehlende mediale Trommelfeuer eine größere Besorgnis verhindert haben, aber man wusste aus dem Verwandten- und Bekanntenkreis, dass alle Grippen relativ harmlos verliefen und nach etwa zwei Wochen auskuriert waren.
Da war nix von Beatmung und ähnlichen drastischen medizinischen Maßnahmen zu hören.
Und was das angeblich "auf die Mitmenschen geschissen" betrifft, ist das wirklich eine unverschämte Behauptung.
Wer erkältet war und bei dem eventuell der Verdacht einer Grippe bestand, blieb einfach dem Arbeitsplatz fern, um die Kollegen nicht anzustecken.
Sogar bei einer ganz harmlosen Erkältung hieß es "komm mir nicht zu nahe, denn ich möchte dich nicht anstecken".
Man sah ganz einfach bei den früheren Grippewellen keine Notwendigkeit und Gefährlichkeit, umfangreichere Schutzmaßnahmen zu praktizieren.





