Zitat Zitat von amendment Beitrag anzeigen
Ein nachvollziehbares Postulat, das allerdings nicht meine diesbezügliche Einstellung widerspiegelt.

Ich bevorzuge jederzeit einen Staat bzw. eine Gesellschaft, dessen Bürger gebildet und ideologisiert sind! Der jetzige "Zustand", der zumindest auf mich eher wie eine administrative Mängelverwaltung wirkt, ist mir eindeutig zu ideologielos.

Weder Demokratie noch Liberalität sind für mich Werte, die mit einer "heißen" politischen Leidenschaft mithalten können. Und es müssen ja nicht gleich Ernst Jüngers "Stahlgewitter" sein, wenn man sich in unserem politischen Alltag etwas mehr Leben erhofft...

Politiker vom Schlage eines Wehner, Strauß oder Cohn-Bendit erfüllen schon das, was ich mir unter einem leidenschaftlichen Politiker vorstelle...

Und noch etwas: Ich will nicht das Gefühl haben, dass ich gut verwaltet werde. Ich will zu einer guten Führung aufblicken können!
Tja das ist halt so ein Ding mit der Ideologie....ein bischen ist sicher zu empfehlen schliesslich bilden Ideologien wie auch Religionen Gemeinschaften die zusammenhalten....allerdings frisst die Revolution halt seine Kinder und mit Ideologien und Religionen ist das ähnlich. Jede Religion und jede Ideologie hat ihre Extremisten welche sich selbst nicht als Extremist sehen und meinen ihre Einstellung sei normal, die Mitte, oder die einzige korrekte Auslegung. Die Gefahr die von diesem Extremismus ausgeht ist weitaus zerstörerischer für eine Gesellschaft als der Vorteil der durch eine Ideologisierung erreicht wird.

Übrigends der Liberalismus kann man duchaus auch als Ideologie verstehen und auch hier gibt es Extremismus - zB sehe ich die Auflösung von Nationalstaaten, Grenzauflösungen, bis hin zur vergemeinschaftlichung von Eigentum, Anarchie aber auch Genderideologie etc als extremistische Strömungen des Liberalismus.