Zitat Zitat von OneDownOne2Go Beitrag anzeigen
Je nach Betrachtung mag das durchaus relevanter sein, für die Aussage, dass es mehr weiße als schwarze Opfer bei Gewaltanwendung durch die Polizei gibt, finde ich aber die absoluten Zahlen wichtiger. Es wird ja der Eindruck erweckt, die Polizei habe gar kein größeres Hobby, als unschuldige Schwarze umzubringen, und das ist einfach Bullshit, und selbst, wenn wir "unschuldig" aus dem Satz streichen, stimmt es noch immer nicht.

Ich sage gar nicht, dass es keine rassistischen Cops gibt, die gibt es mit Sicherheit, aber ich bestreite, dass es strukturell ein Problem gibt. Die Polizei in den USA agiert in einem ganz anderen Umfeld, als zum Beispiel die deutsche Polizei. Selbst, ohne das moralisch bewerten zu wollen muss man doch feststellen, dass sie alleine durch die freie Verfügbarkeit von Schusswaffen einem ganz anderen Grundrisiko ausgesetzt ist, als das irgendwo in Europa der Fall ist. Entsprechend geht die US-Polizei ganz anders vor, das merkt man selbst dann, wenn man ihnen als Tourist begegnet. Mit US-Cops zu diskutieren ist generell keine besonders gute Idee, wie unfair man sich in dem Moment auch behandelt fühlen mag, noch schlechter ist, aggressiv zu reagieren, und ich denke nicht, dass dieser Umstand irgend einem Amerikaner verborgen ist.

Schwarze neigen - meiner Erfahrung nach - generell dazu, jede Form von Kritik sofort als rassistisch motiviert zu rezipieren, das betrifft auch jede Aktion der Polizei. Etwas überspitzt formuliert, viele würden sich auch noch als Opfer rassistischer Polizisten darstellen, wenn die blutige Hand einer Leiche aus dem Kofferraum hängen würde, und sie die Pistole noch im Gürtel stecken hätten. Nicht schwer vorzustellen, dass das bei der Polizei "nicht so gut" ankommt. Die Wahrscheinlichkeit, dass man es bei einem Neger mit irgend einer Form von Straftäter zu tun hat, ist um ein Vielfacher höher, als bei jeder anderen Ethnie in den USA, das muss nicht mal ethnische Gründe haben, das kann alleine an der Sozialstruktur der Bevölkerung dort liegen, aber woran auch immer es liegt, es bleibt ein Fakt. Und das wird auch ein Polizist nie vergessen, wenn er es mit einem Schwarzen zu tun hat. Das mag im Einzelfall unfair sein, aber so ist das Leben dann eben. Und all das blendet BLM komplett aus, die "Empörung" ist auch bei Vorbestraften, die unter Drogen stehen und Widerstand bei Polizeimaßnahmen leisten, genau die gleiche.

Komplett hirnrissig sind privilegierte weiße Kids, die jetzt ihre "soziale Verantwortung" entdecken und meinen, mit hochgereckter Faust durch die Gegend zu rennen und seltsame Parolen - white silence is violence too - zu skandieren, wäre ein Statement mit dem Anspruch, ernst genommen zu werden. Wie Greta auf Speed, in noch etwas blöder....
Ganz genau so ist es.
In den USA hatte ich auch mehrmals mit der Polizei (den verschiedenen Arten davon) zu tun.
Möglicherweise war es positiv, weiß zu sein. Auch wenn schwarze Polizisten darunter waren.
Sicherlich war es positiv, daß ich allen Anweisungen ohne mit der Zucker zu wimpen folgte.

Wenn die alles gesichert haben und die Situation im Griff haben, entspannt es sich immer. Dann kann man auch ganz normal reden und sogar manchmal diskutieren.

Das ist übrigens keineswegs nur in den USA so.