Krieg ist Frieden! Freiheit ist Sklaverei! Unwissenheit ist Stärke!
Die drei Parolen der inneren Partei prangen am
Ministerium für Wahrheit. Ozeanien wird mit harter Hand regiert. Die Bevölkerung unterdrückt und kontrolliert. Die
Gedankenpolizei überwacht jeden Schritt der Bevölkerung.
Neusprache, die von der Partei eingeführte Amtssprache, ersetzt oder streicht schädliche Begriffe wie »Gerechtigkeit«, »Moral«, »Demokratie«. Fernsehgeräte, die den ganzen Tag den Staatssender zeigen, können sämtliche Wohnzimmer akustisch und visuell überwachen - zur Erinnerung steht »Big Brother is watching you« auf Plakaten überall in Ozeanien.
Kunst wird zensiert oder verboten. Die Geschichte neu geschrieben. Freie Meinungsäußerung und Bürgerrechte gibt es schon lange nicht mehr. Das bloße Denken an Widerstand gegen die Partei und den Staat wird als
»Gedankenverbrechen« mit dem Tode bestraft.
Wir schreiben das Jahr 1984. Genau da, also heute vor 30 Jahren, hatte George Orwell dieses düstere Szenario verortet, als er im Jahre 1948 seinen Roman »1984« veröffentlicht. Sicherlich hat sich die Welt (neben einigen Staaten, die die Romanvorlage bis heute allzu wörtlich auslegen) anders als in der Orwell’schen Prophezeiung entwickelt.
Trotzdem ist das Buch immer noch eine deutliche Mahnung und sensibilisiert, wenn es um den Umgang mit staatlicher Gewalt, Bürgerrechten, Überwachung, Kultur und Medien geht.
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