Im Zweifel ja, wobei dumm das falsche Wort ist. Für die Bewertung der Fragestellung fehlende/ nicht ausreichende mathematische Kompetenzen kommt eher hin. Es ist ja nun kein großes Geheimnis, dass die meisten Mediziner und auch Biologen in der Mathematik gelinde gesagt nicht die hellsten Kerzen auf der Torte sind. Das RKI macht z.B. Folgendes: Es nimmt die Zahlen einer nicht repräsentativ erhobenen Stichprobe (sprich bis jetzt 162000 positive Ergebnisse). Die nimmt es als Grundgesamtheit, sprich es nimmt an, dass das alle Infizierten in Deutschland seien. Das ist aber schon einmal grundfalsch. Diese verfälschte Stichprobe wird zwei Grundgesamtheiten, nämlich den in der Intensivmedizin behandelten Patienten und den Verstorbenen, gegenübergestellt. Das ist ein gravierender Fehler, für den ich in der Vorlesungsreihe "Statistik in der Produktionstechnik" definitiv durch die Prüfung gefallen wäre. Die Stichprobe kann man aber auch nicht unfallfrei auf die Grundgesamtheit hochrechnen, weil die Probanden vorher nach Merkmalen der Krankheit ausgesucht wurden (Zeigt Symptome, war in Kontakt mit Infizierten, was in Risikogebiet). Wenn man also hier den Anteil positiver Tests an der Testanzahl nimmt (gelegentlich macht das RKI das, nutzt diese wesentliche Zahl aber nicht), kommt man auf einen verfälschten, tendentiell zu hohen Durchseuchungsgrad. Der lag in seinem Maximum in der KW14 bei 9,1%. Seitdem sinkt er kontinuierlich ab. Das ist ein umfangreiches Feld, es bleibt jedoch die Erkenntnis: Die Zahlen des RKI sind Bullshit, Drosten macht es nicht besser, die Zahlen des Streeck sind ein erster Lichtblick. Doch auch die könn(t)en einfach nur der Anfang sein. Wenn das Politgesindel denn wollte. Das genießt aber erst einmal die erzeugte Stimmung, innerhalb derer man allerlei Sauereien durchsetzen kann, der Pharmaindustrie neue Pfründe zuschanzen kann und dafür vom Volk sogar noch mit steigenden Umfragewerten belohnt wird.












