Zitat Zitat von Mandarine Beitrag anzeigen
Meine stabilen Aktien von Pfizer Inc. und Coca-Cola haben mir bisher 17% eingebracht, + Dividenderendite von ca. 2,7 - 3,8 % obendrauf. Welche Bank zahlt dir schon so viel Zinsen ? Wieso also eine Aktie (Lufthansa) die ein Totalverlust bedeuten könnte ? Börse heißt doch nicht gleich ,,alles oder nichts" .. das wäre für mich auch der verkehrte Weg. Auf meiner Wunschliste stehen noch..

- Unilever
- Great Wall (baut inzwischen in Bulgarien) baut/verkauft u.a. E-Autos in China für unter < 8000,-€
- Johnson & Johnson (inzwischen wieder hochgeschossen, habe gepennt)


eventuell und unter Beobachtung (günstige Klein(st)wagen)

- Fiat/FCA
- Renault (Dacia, Lada)

Ich weiß, vor ein paar Wochen sagte ich noch, ich wolle nichts mehr kaufen Wie man es zur Zeit macht, könnte falsch sein. Die Börsen könnten so richtig einkrachen und es ergebe sich die Chance zum nachkaufen. Oder auch eine Inflation die dafür sorgt, dass viele ihre Aktien wieder verkaufen müssen um zu essen. Wer weiß es schon. Richtig ist aber, dass alles wieder hochgefahren wird. Sarkasmus ON: 40 Millionen tote gegenüber einer zerstörten Industrie wäre nur eine Handvoll Erdnüsse. Sarkasmus OFF

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bezüglich Lufthansa sollte man warten und schauen was noch alles kommt. Für mich ist es nichts.

ps.. Der Deutsche ist nicht gewillt Risiken einzugehen. Deswegen halten nur 7% der Bundesbürger Wertpapiere.
Das Gute speziell bei der Lufthansa ist ja gerade, daß es staatliche Hilfszusagen gibt. Insofern ist das Insolvenzrisiko, falls überhaupt vorhanden, sehr klein.
Das verschafft Dir bei einer LH eben einen Vorteil, den Du bei einer anderen Firma in dieser Lage nicht hättest. Immer wenn das Überleben einer Aktie oder auch der Staatsfinanzen eines Landes, egal, eine politische Frage wird, kann der Anleger sich freuen. Er trägt dadurch viel weniger Risiko als er eigentlich müßte. Zugegebenerweise ist das nicht gerecht, weil das Risiko dann vom Anleger auf den Steuerzahler übertragen wird. Aber da ich gleichzeitig Steuerzahler bin, hält sich mein schlechtes Gewissen in Grenzen, davon zu profitieren.

Vergleich Lufthansa/Coca Cola:

-LH stand noch vor 2 jahren bei 30. Das Insolvenzrisiko ist aus den beschriebenen Gründen sehr klein. In den nächsten Jahren ist aber locker eine Vervierfachung des Kurses möglich. Dann wäre sie da, wo sie gerade vor 2 Jahren noch war.

- Coca Cola: der Chart gefällt mir gar nicht so gut. Vor allem, wenn sie als save heaven- Aktie gelten soll. Die Aktie stand bereits im Jahr 1998 da, wo sie jetzt steht. Zwischenzeitlich stand sie auch mal um mehr als 50% tiefer. Ein langfristiger sicherer Erfolg sieht anders aus. Wenn Du damit 17% gemacht hast, hattest halt einen günstigen Einstiegskurs. Wenn Du sie aber im Jahr 1998 gekauft hättest, wäre Deine Performance abgesehen von den Dividenden exakt 0.
Da gibt es deutlich bessere Substanzwerte. Das siehst Du nicht an der Dividende, das ist oft mehr Schein als Sein. Schau auf 2 Dinge:
1.) wenn der Chart über mindestens 20 Jahre kontinuierlich von links unten nach rechts oben läuft, selbst Crashes wie der jetzige nicht allzuviel daran ändern: dann hast Du eine gut gemanagte Firma. (klingt etwas simpel, ich weiß, aber der langfristige Kursverlauf ist tatsächlich einer der wichtigsten Indikatoren überhaupt bei solchen Werten).
2.) wenn über viele Jahre der Gewinn der Firma kontinuierlich wächst.
Wenn diese beiden Voraussetzungen erfüllt sind, dann hast Du eine Top-Firma mit einem erstklassigen Management.
Was Du dann aber nicht hast, das ist eine Aktie mit den größten Chancen.
Die hast Du eben z.B. bei einer LH oder einem "fallen Angel", einem Turnaraound-Kandidaten oder allgemein in einer Aktie, wo eine große Phantasie drin steckt. Vor allem, wenn Du noch die Absicherung durch die Staatsgarantie, oder zumindest Ankündigung im Rücken hast wie eben bei der Lufthansa. Damit wälzt Du ein großen Teil Deines Risikos auf den Staat ab. Kann trotzdem immer noch schief gehen. Aber sehr attraktiv bleiben solche Aktien trotzdem.