nIterview Carolin vR, Stationsleitung auf einer Covid-Intensivstation am Klinikum rechts der Isar
+ Frau von Ritter, wie geht es Ihnen und Ihren Kolleg*innen auf einer von zwei Covid-Intensivstationen am Klinikum rechts der Isar? +
Carolin: Wir haben 14 Patient*innen und sind damit voll belegt. Die meisten liegen im künstlichen Koma und werden beatmet. Es ist für uns alle eine sehr herausfordernde Situation mit dieser neuen Krankheit, über die man noch nicht viel weiß. Wir erfinden uns selber täglich neu und versuchen, unsere Konzepte möglichst gut darauf anzupassen.
+ Welche Schwierigkeiten gibt es denn zum Beispiel? +
Carolin: Weil wegen der Infektionsgefahr beide Türen zu den Patientenzimmern – auf Intensivstationen nennt man das Boxen – geschlossen sein müssen, hören wir die Signaltöne der Geräte nicht, wenn wir mal kurz nicht im Zimmer sind. Eine Kollegin hatte jetzt die super Idee, Babyphone in die Boxen zu stellen. Problem gelöst! Natürlich ist es nicht immer so einfach.
+ Wie hoch ist denn der Verbrauch an Schutzkleidung pro Pflegekraft und Schicht? +
Carolin: Das ist recht unterschiedlich und hängt davon ab, wie häufig man den Raum verlassen muss, und sei es nur kurz. Wenn wir ressourcenschonend arbeiten können, braucht eine Pflegekraft pro Schicht schätzungsweise zehn Paar Handschuhe – sie können bis zu fünf Mal desinfiziert werden – fünf bis sieben Schutzkittel und eine FFP2-Maske. Ärztinnen und Ärzte brauchen aber deutlich mehr, weil sie von Patient zu Patient gehen, während sich Intensivpflegekräfte in ihrer Schicht um zwei Patienten kümmern.
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nach dem 1. Webastofall mit der Chinesin hätte man sofort alle Einreisenden zumindest in Quarantäne stecken müssen, das macht nicht mal jetzt




