Und das ist auch falsch. Es gibt nicht DIE Nichtwähler. Es gibt Nichtwähler aus Grund A, Nichtwähler aus Grund B, Nichtwähler aus Grund C, usw. usf.
Nicht jeder Nichtwähler hat etwas mit der AfD am Hut, obwohl es solche sicherlich gibt, nicht jedem Nichtwähler ist arm, nicht jeder Nichtwähler hat keine Ahnung von Politik.
Diese Pauschalisierung dienen nur der Vereinfachung, damit man seine festgelegten Denkstrukturen nicht aufbrechen kann.
Über die Struktur von Nichtwählergruppen gibt es ganze Abhandlungen und Forschungen und keine einzige ernstzunehmende hat meines Wissens nach je final die Nichtwählergruppe inkl. ihrer Motive umfassend und ausreichend erklärend beschreiben können.
Ich habe in diesem Strang nichts davon gesagt in diese Richtung und auch nicht von einem Warnsignal gesprochen, dass die Großparteien fürchten sollten. Keine Ahnung wie du darauf kommst.
Es gibt keine "tatsächliche" Legitimation. Das Wahlrecht und Wahlsystem ist wie es ist. Da interessiert es nicht, ob sich an der Wahl 40% nicht beteiligen oder nur 10% nicht beteiligen.
Denn das habe ich dir vorher auch schon gesagt: Es ist ein WahlRECHT und keine WahlPFLICHT. Wer nicht wählt, warum auch immer, hat vom WahlRECHT in dem Sinne Gebrauch gemacht, dass er zum Ergebnis kaum bzw. nicht beiträgt.
Wenn diejenigen, die wählen, dann eben das Ergebnis bestimmen, muss derjenige, der nicht gewählt hat, damit leben. Das hat mit Legitimation nichts zu tun.
Um beim Bsp. USA zu bleiben. Schaue dir mal das an:
https://de.statista.com/statistik/da...schaftswahlen/
Die Wahlbeteiligung ist in den USA traditionell schwach. Betrachtet man den Zeitraum von 1908 bis 2012, gab es mit sagenhaften 65,4% Wahlbeteiligung 1908 die höchste. Seit 1972 gab es keine einzige Wahl mehr, die 60% Wahlbeteiligung hatte.
Da sind unsere 70%+ noch eine traumhaft hohe Wahlbeteiligung.