Zitat:
Zunächst einmal, wie gesagt, weil sie den Tagesspiegel nicht lesen. Sodann vielleicht, weil eine deutsche Kultur jenseits der Sprache für sie schwer zu erkennen ist? Ansonsten ist die "Verteidigung" auf Schulhöfen, in Schwimmbädern, auf nächtlichen Bahnstationen und Straßen doch schon recht elanvoll angelaufen! Dass es mit der intellektuellen Verteidigungsunfähigkeit ein bisschen schwieriger ist, bezeugt dieser Kommentar, schon richtig, aber: "Es gibt ein Recht auf Meinungsfreiheit, so dürfen auch die Dummen ihre Meinungen äußern." Dieser Aussage muss ich, Allah sei’s geklagt, leider zustimmen, auch wenn ich konzediere, dass der Autor sich bloß vorsätzlich dumm stellt. Doch wer will da einen Unterschied machen?
Und das Positive, Genosse? "Vorschläge" (Brecht)? Ich bin für eine eher libertäre Lösung. Befristung der Sozialleistungen auf fünf Jahre pro Kopf und Leben (außer für schicksalhaft Bedürftige), nur Sachleistungen bis zur Abschiebung für all die Hunderttausenden illegal hier Aufhältigen, perspektivisch eine Zwei-Staaten-Lösung für Deutschland, NRW könnte das Refugium all derer werden, die eher in einem muslimischen Land leben wollen, in einem Kalifat meinethalben. Muslime, die das nicht wollen, sollen selbstverständlich von der Entmischung ausgenommen werden. Aber dieser perverse Mechanismus aus für Fremde zahlen und sich dann von ihnen anblödeln und attackieren zu lassen, muss aufhören, und er wird aufhören, entweder auf politischem Wege oder durch den Zusammenbruch des Sozialssystems, "und ich freu' mich darauf" (Katrin Göring-Eckardt).
Zitat:
Seyran Ateş: Ursächlich für das Versagen einer Idee von Multikulturalismus in Deutschland sei die Akzeptanz selbst noch autoritärster Weltbilder, die gutgeheißen würden aber „letzten Endes ein Weg in die soziale Katastrophe“ bedeutet.
Zitat:
Ateş ist zu so etwas wie einer Hassfigur der islamistischen Szene geworden. Aber sie wird nicht nur aus der illegalen Szene heraus angegriffen.
Auch wenn wir es hier sonst nicht empfehlen, aber wer Seyran Ateş noch nicht kennt, wer sich interessiert, der soll gerne ihren Wikipedia-Eintrag lesen als ersten Einblick darüber, welchen Drangsalierungen und Gefahren die 1963 Geborene über Jahrzehnte hinweg ausgesetzt ist – und das nicht etwa in irgendeinem Land jenseits der Demokratie, sondern mitten unter uns, mitten in Deutschland.Sicher aus einer Vielzahl bester Gründe ist sie heute Trägerin des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse – immerhin eine symbolische Geste, aber letztlich auch ein schwacher Trost und eine schwache Entschuldigung des deutschen Staates, hier so kolossal versagt zu haben.