Der Spiegel titelt heute:
Kampf gegen die Hamas: Israel braucht seinen Todfeind
Im letzten Abschnitt heißt es:
„Obwohl die Hamas ein Todfeind Israels ist, liegt es nicht im Interesse des Landes, die Islamisten im Gazastreifen zu stürzen. Inzwischen sind dort nämlich Gruppen aktiv, die noch radikaler und unberechenbarer sind als die Hamas - dazu gehören unter anderem Dschihadisten, die sich der Terrorgruppe "Islamischer Staat" zugehörig fühlen“.
Das klingt schlüssig. Diese Gruppen waren es auch, die in unregelmäßigen Abständen (vor der Eskalation) primitive Signalraketen über die Mauer, auf israelische Äcker schossen.
Das weiß die Netanjahu-Gang genau.
Und auch, dass Hamas versuchte, diese Angriffe zu unterbinden.
„Bis Mitte Juni hatten die von der Hamas kontrollierten Sicherheitskräfte dafür gesorgt, dass die brüchige Waffenruhe mit Israel weitgehend eingehalten wurde. Sie nahmen unter anderem Mitglieder des Islamischen Dschihad und anderer Terrorgruppen fest, die Raketen auf Südisrael abgefeuert hatten“.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-980300.html
Das Regime braucht Feindbilder. Alles andere wäre für sie kontraproduktiv.
Erst war es Arafat, der für ALLES verantwortlich gemacht wurde und weshalb Bulldozer-Sharon Verhandlungen verweigerte. Dann war es die Uneinigkeit der Palästinenser (die die Zionisten selbst geschürt haben). Das ging soweit, dass Abbas sich 2007 zum Handlanger des Regimes machte und in Gaza aufs eigene Volk schießen ließ.
Heute ist es die Einheitsregierung und ganz besonders Hamas, deren Aufstieg und Machtzuwachs die Zionisten in den 80er Jahren tatkräftig förderten (obwohl sie offen zur Vernichtung Israels aufriefen).
Aber die Zionisten sahen Hamas als nützliches Instrument an, um Zwietracht unter den Palästinensern zu sähen.
Ein Teil der Geschichte von der heute keiner mehr etwas wissen will. Totgeschwiegen, wie vieles, was den wahren Charakter des Regimes und seiner verbrecherischen Ideologie enthüllt.
Landraub in Palästina war und ist von Anfang an Teil ihrer Weltanschauung.
Den praktizieren sie auch in „friedlichen“ Zeiten oder während Waffenstillständen, bzw. „Friedensgesprächen“.
Ihre Losung für Palästina, die gleichzeitig inoffizielle Staatsdoktrin Israels ist und vom Rassisten Zangwill stammt lautet:
>Ein Land ohne Volk, für ein Volk ohne Land.<.
Das heißt, die Palästinenser (und natürlich ihre legitimen Rechte) sind für Israels Gewaltherrscher Luft. Sie existieren nicht.
Heute sind sie „bescheidener“. Heute wollen sie „nur“ das Land vom Jordan bis zum Meer und wenn möglich palästinenserfrei.
Die Liebermanns, Benetts, Weißglass`, Feiglins, Jaalons und wie sie alle heißen, würden nur zu gerne die Menschen mit vorgehaltener Waffe aus ihren Häusern treiben, so wie ihre Vorbilder 1947/48 und wie es im Buch von Ilan Pappe (Die ethnische Säuberung Palästinas) beschrieben ist.
Was Gaza heute besonders braucht, ist unsere uneingeschränkte Solidarität.
Bleib standhaft Volk von Gaza
Geh nicht auf die Knie
Palästina wird leben, die Besatzer werden weichen!
Michael Heart schrieb 2009 einen Song, anlässlich des Massakers von 2008/2009 („Gegossenes Blei“), bei dem lt. UN-Angaben über 1400 Palästinenser (hauptsächlich Zivilisten) im israelischen Bomben- und Granatenhagel starben, oder bei lebendigem Leibe mit Phosphor verbrannt wurden.
Darunter 460 Kinder und 106 Frauen.
Dies ist ein Lied der Hoffnung für die Palästinenser in Gaza
We Will Not Go Down (Gaza) - Michael Heart
(Vorsicht, Video enthält verstörende Bilder)
http://www.youtube.com/watch?v=dlfhoU66s4Y