Was mir zu Peru einfällt, das waren die nervenden Indios die überall in den deutschen Einkaufsstraßen musizierten.
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Was mir zu Peru einfällt, das waren die nervenden Indios die überall in den deutschen Einkaufsstraßen musizierten.
Ich werde in Lateinamerika immer auf spanisch angesprochen und extrem gut behandelt in Hotels und Restaurants. Spanisch ist für mich leichter auszusprechen denn z.B. französisch und auch viele Wörter im Englischen mit Wurzeln aus dem französisch gefallen mir nicht. Was mir nicht gefällt für Lateinamerika istderen Hang zum Sozialismus. Andererseits haben die Idioten in Kanada die Liberalen, ehemals Kommunisten ins Amt gehievt...
Dazu eine Frage. Wie klingt deren Spanisch?
Als ich mal in den USA in einer Gegend war, die extrem durch deutsche Einwanderung geprägt war, klangen die Leute durchaus etwas deutsch -- selbst wenn sie gar kein Deutsch sprachen. Der Akzent hatte sich über gute 100 Jahre als lokaler Dialekt vererbt.
Gibt's das im Spanischen auch?
Wie prävalent sind den Schlangenbisse dort ausserhalb der tropischen Gebiete, und besonders wie weit verbreitet ist die
Lanzenotter (Genus Bothrops)?
Ich denke nun öfter über einen 2. Wohnsitz nach, doch da ich ein passionierter Hobbygärtner bin wären Zustände wie in brasilianischen
Kaffeeplantagen für mich unzumutbar.
Im Spanischen gibt es das auch und ein Peruaner kann sicher auch verschiedene Dialekte unterscheiden. Ich aber als Nicht-Muttersprachler nicht. Ich erkenne noch nicht einmal, wenn mich ein Mexikaner anspricht ... :)
In England liegen die Dialekte sicher auch weiter auseinander. Z.B. Englisch in Schottland. Da erkenne ich zumindestens die Dialekte, die ich leicht verstehe, und die, mit denen ich immense Probleme habe .... :haha:
Englisch in Yorkshire mit seinem "u" in "pub" oder "love" ist ja auch recht einfach, aber bei Englisch aus den Midlands und das um London ist schon nicht mehr so einfach für mich. Dasselbe in den USA. Da gibt es zwar das Englisch des Südens, das dem in England näher ist, und diesen Nordstaaten-Dialekt, aber da kann ich die Herkunft auch häufig nicht richtig deuten.
Bei Spanisch höre ich höchstens den Unterschied zwischen Spanisch aus Spanien und aus Amerika.
Spanisch ist weltweit eigentlich ziemlich einheitlich, bis auf die verschiedenen Sprachmelodien und einige begriffliche Eigenheiten jedes Ortes. Deutsche Mundarten unterscheiden sich zB. wesentlich mehr untereinander.
Eine Ausnahme bildet Argentinien, wo man sich wirklich etwas genauer hineinhören muss...
Habe 1998 eine kleine Rundreise durch Südamerika gemacht! Angefangen mit Kolumbien (Bogota) über Ecuador (Quito), danach Peru (Lima, Machu Picchu) und zum Schluss in Bolivien (Sucre, La Paz, Titicacasee) und kann nur positives berichten! Nette Leute und sehr gastfreundlich und Null Probleme gehabt und das alles per Rucksack in Hotels, Jugendherbergen etc... :dg:
Das Thema hat mich auch interessiert und interessiert mich noch immer etwas, aber ich konnte bisher noch niemanden finden, der dazu etwas aus eigener Erfahrung sagen konnte.
Die Führer im Urwald erzählen vielleicht auch nur das, was ihnen opportun erscheint, aber diese sagten, in der Nähe von Plantagen oder Siedlungen gäbe es keine Schlangen. Selber gesehen habe ich auch nur Vogelspinnen in der Borke von Bäumen.
Auf irgendwelchen Karten soll es die Lanzenotter im Norden des tropischen Regenwaldes geben. Also Region Loreto und angrenzende Regionen. Im Internet las ich mal auch etwas von einem Hund, der von einer Lanzenotter gebissen wurde, und das aber dank Gegengift vom Tierarzt überlebt hat.
Die Leute in ländlichen Gebieten haben eigentlich immer mehrere Hunde und Katzen und die halten das meiste Getier fern. Die Hunde aus Wachsamkeit und die Katzen wegen ihres Spieltriebes.
Oxapampa liegt ja auf 1800 m Hóhe und nachts ist dort nicht schwülwarm. Wenn es nur um einen Garten geht, haben auch die meisten Grundstücke im Zentrum von Oxapampa einen Garten. Und in den Hotels von Oxapampa und La Merced, beides Städte in der Selva central, habe ich rein gar nichts an Mücken, Spinnen oder sonst etwas ähnlichem bemerkt.
Das Gleiche in Iquitos am Amazonas. Auch im Regenwald selbst sind die meisten Stellen mückenfrei, nur an manchen Stellen kommen sie zu Hunderten und Tausenden. In Iquitos selbst kann man aber auch des abends an der Uferpromenade des Itaya (Zufluss des Amazonas) im Freien sitzen, ohne das eine einzige Mücke kommt. Jedenfalls habe ich das so im Juni letzten Jahres erlebt.
Zu Grundstücken in und um Oxapampa habe ich einmal einen Link zur Immobilienfirma Müller in Oxapampa angefügt: http://www.mullerinmobiliaria.com/ "S/." bedeutet "soles" oder PEN. Musst Du halt umrechnen.
Ich finde den Strang sehr interessant und wollte Dich, Rumpelstilz auch gerne noch etwas fragen :
Warum lebst du in Peru ?
Wie kam es dazu ?
Hast Du dort auch deutsche Freunde ?
Was ich nicht verstehe viele Mestizen sehen ja sehr asiatisch aus, warum bezeichnen sie Asiaten als Chinos, wenn sie selbst teilweise genauso aussehen ? ( Ok, die Frage ergibt keinen Sinn. Bitte vergessen ). : )
Gefallen Dir die Menschen- die Mentalität dort ?
Hast du dort einen 2. Wohnsitz oder wohnst du dort ganz und wirst dort bleiben ?
Vermisst Du irgendwas besonders aus DE ?
Eigentlich durch Zufall, wieso so oft im Leben. Ein Verwandter arbeitete für eine Firma, die ein Stahlwerk in Peru errichtete. Er heiratete eine Peruanerin. Letzendlich lernte ich dann meine Frau kennen.
Bereits Ende 90er Jahre verliess ich die BRD aus wirtschaftlichen Gründen. Ich arbeitete als Ingenieur in einer speziellen Technologiesparte, die rigoros abgebaut wurde. Zumindest gegen Ende der 90er Jahre blieben von über 20 meist mittelständischen Firmen nur drei übrig. Über unseren "Club der Ehemaligen" weiss ich, dass nur diejenigen eine neue und adäquate Anstellung fanden, die ins Ausland gingen. Zuerst arbeitete ich in der Schweiz, dann in England.
Irgendwann beschlossen wir auf Anraten eines argentinischen Bekannten, nach Südamerika überzusiedeln. Zuerst fassten wir Argentinien oder Uruguay ins Auge. Später dann Peru.
Heute lebe ich eigentlich in Peru, weil ich hier Verwandte habe und Land, Leute und Kultur recht gut kenne. In der BRD habe ich natürlich auch Verwandte und die sind auch hilfsbereit, aber wenig erreichbar, da immer im Berufsstress. Überstunden usw.
Nein. Vor etwa 30 Jahre hatte ich einige entfernte Bekannte, die ich über Verwandte kannte. Einer von denen betrieb eine BMW-Niederlassung, hatte aber familiäre Probleme, die schliesslich zum Bankrott führten. Danach hat er Selbstmord begangen.
Die Frage gibt schon Sinn. Andere als Chinesen zu bezeichnen, vor allem, wenn es Einwanderer aus Ostasien sind, gibt auch Sinn. Aber wieso sie sich selbst als "Chinesen" bezeichnen, das weiss ich nicht. Ich weiss auch nicht, wann solche Selbstbezeichnung aufkam.
Die Einwanderung von Ostasiaten begann etwa um 1880, hatte ihren Höhepunkt aber vor 100 Jahren. D.h. heute wandern zwar in Massen keine Japaner mehr ein, aber immerhin noch recht viele Chinesen. Gerade Chinesen schliessen auch Scheinehen mit Peruanerinnnen, weil sie keine anderen Möglichkeiten haben, eine Aufenthaltserlaubnis zu bekommen.
Die Menschen gefallen mir generell schon. Die Frauen alleine vom Aussehen. Vor allem Indianerinnen, die dunkelhäutiger sind als ich und "asiatisch" aussehen. Von denen gibt es auch hier in Lima recht viele, da Lima durch Zuwanderung aus den Provinzen Perus gerade zu explodiert. Ich denke, die meisten Einwohner Limas über 40 Jahre sind nicht in Lima geboren, sondern Provinzler.
Die Mentalität gefällt mir auch. So typische "Latino"-Worte wie "tranquilo" (= ruhig) oder "paciencia" (= Geduld), kennt man in Lima eigentlich nicht. Stattdessen hört man recht oft "apúrate (= beeil dich). Und das Wichtigste ist das “ama sua” (=stiehl nicht),“ama llulla” (= lüge nicht), “ama quella” (= sei nicht faul). Das ist noch aus der Zeit der alten Inkas, hat sich aber bis heute erhalten.
Im allgemeinen Strassenverkehr, wo man eigentlich nur Egoisten sieht, ist das nicht sichtbar, aber schon bei einer Fahrt im Bus oder in einer Warteschlange sieht man, dass die Leute sich gerne einmischen und in einer gewissen Form auch streitsüchtig sind, aber immer ohne Schimpfworte oder Schubsen oder ähnliches. Die Leute äussern recht schnell Unmut oder Zustimmung zu Dingen, die ihnen aufstossen und z.B. eine schwangere Frau findet auch im vollen Bus immer einen Sitzplatz, weil es immer ein paar Umstehende gibt, die nicht ruhen, bis ihr Ziel erreicht ist, nämlich dass diese schwangere Frau sitzt.
Ich habe ausser in Lima nirgendwo einen zweiten Wohnsitz auf der Welt. Nur in Lima selbst habe ich zwei Wohnsitze.
Essensmässig oder so eigentlich nichts, weil es mittlerweile in jedem Supermarkt verschiedene Wurst- und Käsesorten gibt. Auch deutsches Bier wie Paulaner oder Flensburger, was ich aber kaum trinke, da ich kein Geschmacksfanatiker bin. Ich kann die Geschmäcker bei Bier sowieso nicht auseinanderhalten. Deswegen trinke ich selbst hier gerne "Brahma" aus Brasilien, wo die Flasche S/. 3 kostet, während "Cristal", "Pilsen Callao" oder "Cusqueña" respektive S/. 4, 4,50 oder 6 kosten.
Ansonsten vermisse ich ab und an eine Fahrt an der Mosel oder am Rhein, einen Gang durch Rüdesheim oder über die Oderbrücke in Frankfurt/Oder. In Sachsenhausen, wo ich aufgewachsen bin, gehe ich auch gerne in eine Äppelwoi-Schenke wie Daut-Schneider. Aber diese Sehnsucht ist nur ab und an und auch nicht so stark, dass ich unbedingt einen Flug buchen wollte.
Auf der anderen Seite gibt es auch immer mehr hässliche Dinge, wie z.B. die Uferpromenade am Main auf der Sachsenhäuser Seite zwischen Alter Brücke und Eisernem Steg. Da waren die Grasstreifen zu beiden Seiten des Weges immer grün, solange ich mich erinnern kann. Und 2015 und 2016, jedesmal, wenn ich Sommer oder Herbst dort war, waren diese Rasenstreifen nur noch braune Erde, obwohl es in Frankfurt/Main ja auch ab und an regnet.
Was mir z.B. in Frankfurt am Main auch nicht gefällt, ist dieses dauernde Aufpassen, dass man nicht gegen die "falschen" Leute läuft. So etwas kannte ich in Ansätzen schon als Jugendlicher, aber hier in Peru kann ich auch nach Mitternacht durch einen Park oder eine einsame Strasse gehen und wenn mir ein Pulk Jugendlicher entgegenkommt, sind das niemals "Halbstarke" und keiner von denen wird mich auch nur scheel ansehen, weil er sich in der Gruppe stark fühlt.
Ich habe heute einmal meine Freundin beim Gang ins Hospital begleitet.
Das war das staatliche Krankenhaus Hospital Cayetano Heredia in einer Gegend, die vor zwei Jahrzehnten noch ein Elendsviertel ohne asphaltierte Strassen und ohne fliessendes Wasser war.
http://www.iperu.org/wp-content/uplo...no-heredia.jpg
Hier deren Web-Seite: http://www.hospitalcayetano.gob.pe
Obwohl meine Freundin schon seit einigen Jahren nicht mehr offiziell arbeitet, hat der gesamte Besuch in der Notaufnahme nichts gekostet. Alles hat ihre staatliche Krankenversicherung bezahlt. Ohne jede Zuzahlung.
Die Aufnahmeprozedur ging auch recht schnell. Da sie in diesem Hospital schon eine Krankenakte hat, musste sie nur ihre Personalausweisnummer angeben, auf einem Formular unterschreiben und einen Fingerabdruck abgeben. Dann wurde der Rest des Formulares vom Computer ausgedruckt.
In der Notaufnahme praktisch keine Wartezeit. Nur später wurde es etwas voller. Die Räumlichkeiten alle in halbwegs gutem Zustand. Zumindest in England hat es teilweise auch so ausgesehen. Auf den Gängen standen Reihen von fahrbaren Betten in der Hauptsache mit alten Menschen, die meisten davon Frauen. Manche schliefen, andere hatten sichtbar Schmerzen. Die meisten schienen aber keine Unfallopfer zu sein. Die junge Ärztin trug einen Mundschutz.
Ich kenne ja nun schon einige private Kliniken, aber nun habe ich auch einmal ein staatliches Krankenhaus von innen gesehen.
Habe heute abend mal an einer Demonstration für die Freilassung des ehemaligen Alberto Fujimori teilgenommen. Seit mehr als vier Jahrzehnten war ich auf keiner Demonstration mehr und habe Parolen gerufen ... :D
U.a. "terrorismo nunca más" (= nie wieder Terrorismus).
Die heutige Demonstration war ortsfest, also kein Marsch, und deutlich kleiner, aber ich habe nur einige Videos vom letzten Jahr gefunden.
https://www.youtube.com/watch?v=By9M0b37RE4
Laut der dt. Wikipedia ist die Partei Fuerza Popular von Keiko Fujimori, der Tochter des ehemaligen Präsidenten Alberto Fujimori, "rechtspopulistisch" ...
Zwei Fragen hätte ich noch :
- Hungern da manche Menschen, also gibt es dort bittere Armut ?
- Hast du das Gefühl, dass Ureinwohner oder Mestizen und Weiße getrennt voneinander leben ?
In Lima selbst habe ich noch nie jemanden gesehen, der um Nahrung bettelt. In La Oroya, einer Bergarbeiterstadt in den Anden auf 3700 Höhe, kam allerdings 2015 mal ein Junge zum Betteln in ein Restaurant, der sah schon etwas merkwürdig aus. Die ärmste Region ist Huancavelica. Da war ich allerdings noch nie.
Generell gibt es in Peru relativ wenig Bettler und Penner. Also weitaus weniger als in der BRD oder in Frankreich z.B.
In Lima, oder besser gesagt, in Callao, habe ich einmal am Puente Colonial eine Frau gesehen, die war recht dunkelhäutig und hatte nur einen schmutzigen Slip an. Sie hatte einen kurzen Topf-Haarschnitt, wie er eigentlich nur bei Indianern im Urwald üblich ist. Sie schlenderte also barbusig den Bürgersteig entlang und fischte aus einem Papierkorb einen Yoghurtbecher, wo sie mit einem kleinen Plastiklöffel die Reste herauskratzte. Richtig hungrig schien sie aber auch nicht zu sein, sonst wäre sie wohl nicht so gemütlich dahin geschlendert.
Ich war vor kurzem auch auf dem Verkehrsübungsplatz in Ancón, nördlich von Lima. Da ist schon einmal die Zufahrt über Kilometer nicht asphaltiert. Dann sind die Häuser im Umkreis zu etwa 90% Hütten aus Holz. Die meisten sind sog. Fertigbau-"Häuser", aber eben aus Holz. Dort gibt es zwar Strassenlaternen und auch auch Strom, aber kein Wasser. Morgens fahren dort verschiedene Tanklaster herum und füllen die Zisternen auf, die jedes Haus hat. Diese Zisternen sind grosse Plastikbehälter, die mindestens 1000 Liter fassen.
Das ist also sicher eine Kategorie von Arme-Leute-Gegend, wie es sie in ganz Lima inkl. aller ländlichen Distrikte kaum gibt. Aber die Leute, die dort morgens die Hänge herabkamen, um zur Arbeit zu gehen o.ä., sahen alles andere als hungrig aus und hatten ein ganz gewöhnliches Erscheinungsbild. Also, wenn diese Leute später in Lima herumlaufen, sind sie in keiner Weise irgendwie auffällig.
Ich denke, noch vor hundert Jahren haben sie sicher getrennt voneinander gelebt, aber heute sind Rasse und/oder Hautfarbe kein Kriterium mehr, mit dem sich die verschiedenen Einkommensgruppen voneinander abgrenzen.
Ausserdem gibt es auch verschiedene Mentalitäten in verschiedenen Distrikten (= Stadtbezirken). So sind z.B. die Distrikte, in denen es wie in Europa aussieht, eher von einer gewissen Indifferenz der Bewohner geprägt. Viele sind sogar stolz darauf, nicht den Nachbarn zu kennen. In den mehrstöckigen Wohnhäusern grüsst oft nur die Hälfte der Bewohner.
Dagegen sind in den ärmeren Distrikten die Leute viel redseliger und geselliger. Heute in Villa el Salvador auf einer grossen Leuchtreklame der Bier-Marke Cristal den Spruch gelesen: "El barrio nos une" (= "Das Wohnviertel eint uns").
Das stimmt. Die Leute sprechen einen auch ungefragt an und erkundigen sich, wie es einem geht. Das jemand einen Nachbarn nicht grüssen würde, ist ein Unding. Und in diesen Vierteln spielen auch die Einkommensunterschiede kaum eine Rolle. Wer sich gerade einen neuen Pick-Up oder SUV gekauft hat, grüsst trotzdem seinen Nachbarn, der mit dem Bus fährt.
Die meisten sog. "Weissen" oder hellhäutigen Mestizen gibt es traditionsgemäss noch in diesen Stadtvierteln, die ein sehr europäisches oder reiches Erscheinungsbild, also Villengegend, haben. Heute sind aber die Zuwanderer aus den Provinzen derartig zahlreich, dass gerade bei Studenten z.B. die Hellhäutigen absolut in der Minderheit sind.
Also die getrennte Lebensweise ist nun endgültig aufgeweicht worden.
Danke, Danke, Danke für diese Antwort ( auch für die Letzte ). :top: :appl:
Ich glaube mir würde es dort gefallen in dem Land auch in Lima, aber wohl am meisten in den etwas ärmeren Stadtbezirken. Das was Du beschreibst, die Art des Miteinanders dort, kenne ich auch so aus dem Land wo ich mal war und................................. das mit dem" sich gerne mit Fremden unterhalten und sich grüßen als Nachbarn ", das Neid auf anderer ihren Reichtum sehr wenig vorkommt. Und ich finde es sehr gut, dass sich die Unterschiede auflösen, bzw. es solche getrennte Lebensweise nach der Kultur/Rasse nicht mehr so stark dort gibt. Kann es sein, dass es auch auf alle anderen Länder Lateinamerikas zutrifft oder nur in Peru ? Ich habe das so auch nicht in Mexiko erlebt, also genauso wie in Peru. :)
Zumindest nicht in Brasilien. Gated Communities vs Favelas und so...?
Andere Länder kenne ich kaum. In Chile war ich nur einen Tag im Stadtzentrum von Santiago und eine Woche auf der Osterinsel, die aber geografisch zu Polynesien gehört. Dann noch einen Tag in Sao Paulo in Brasilien und andere Länder kenne ich höchstens vom Umsteigen mit dem Flugzeug. Also nur deren Flughäfen von innen.
Hier einmal zwei Videos zum Thema "Hayno". Hayno ist die Musik der Indianer aus dem Hochland. Hier in Lima wird das häufig mit "Unterschichtenmusik" u.dergl. assoziiert. Ich mag den Huayno und werde deshalb oft belächelt oder mit dummen "rassistischen" Sprüchen angemacht. Sowohl von Verwandten als auch von meinen Freundinnen. Meine sog. "Verlobte" (= novia) weigerte sich kürzlich sogar beharrlich in einer Peña (= Restaurant mit Live-Musik) mit mir Huayno zu tanzen. Und sonderte dazu noch reichlich "rassistischen" Müll ab. Als sog. "Brauner" bin ich natürlich besonders sensibel und hätte mir gerne ein paar Saalordner (SA !!!) gewünscht ... :crazy:
https://www.youtube.com/watch?v=xMcI4MXqeWM
Die roten Plastikkästen sind Bierkästen. Der Firma "Backus". Die vertreibt die Marken Cristal und Pilsen Callao.
https://www.youtube.com/watch?v=dGdHW7BxfWg
Diese Aufnahmen stammen aus sog. Armen- oder Unterschichtsvierteln. Aber Hayno ist nicht automatisch Saufen und Unterschicht !!! :basta:
Im Einkaufszentrum MegaPlaza Lima Norte (http://www.megaplaza.com.pe/) gibt es ein grosses Meerwasseraquarium mit den bekannten tropischen Fischen, wie sie jeder Meeresaquarianer kennt. Auch Kofferfische sind in diesem Aquarium.
http://image.ibb.co/jbhBSk/19489628_...62354520_n.jpg
Nur die Korallen sind nicht echt, sondern Nachbildungen.
http://image.ibb.co/c0nZf5/19511696_...14820318_n.jpg
Der Distrikt Independencia, in dem sich dieses Einkaufszentrum befindet, war noch vor 30 Jahren ein Elendsviertel ohne Strom und fliessend Wasser und ohne asphaltierte Strassen.
Gegenlichtaufnahme in San Miguel, Lima. Hier in der Avenida Riva Agüero habe ich fast ein Jahr lang gewohnt.
http://image.ibb.co/gfH8OQ/19244201_...07330113_n.jpg
So sieht die korrekte Beschriftung eines gewerblich genutzten Kfz. in Peru aus. Nummernschild auch an der Seite sowie Angaben zum Gewicht und zu den Abmessungen.
http://image.ibb.co/eksEDQ/IMG_20170626_191338.jpg
Immerhin hat der ehemalige Analphabet, Habenichts, Schweinehirte und refugee Fancisco Pizarro aus Spanien mit seinen 4 Brüdern und knapp 200 spanischen Banditen und Desperados das Land der Inkas- geschwächt dürch Bürgerkrieg und Pocken- einst erobert, und Lima gegründet. Die Nachkommen der einst mittellosen europäischen refugees aus Spanien sind heute die Herren und Oberschicht. Vae Victis....wehe den Besiegten.
Mal ein Gedanken, in den USA wird gesagt das Land gehört den Indianern und wurde von den Weißen geraubt. Da frage ich mich wem gehört Mittel und Südamerika bei einer extremen Durchmischung der Bevölkerung.
Man könnte fast meinen wegen des Wohlstandes der USA ist es so wichtig wem das Land mal gehört hat.
Was denn für rassistische Sprüche ? Auf die Indianer bezogen oder Deine Abstammung ? Ok, wohl eher auf die Indianer. Der Tanz erninnerte mich an den Shuffle-Tanz, den die Jugendliche zu Technomusik tanzen.
Haben sie wohl bei den Indios abgekuckt. Na ja oder ist halt Zufall. Kannst Du den auch tanzen den Huayno ?
:D:dg:
Also besonders schwer ist der ja nicht. Aber schon mutig, da nicht so ein steifer, Standart- Tanz, sondern halt eher wild und sehr schnell. Darum auch witzig, wenn Ältere den tanzen. Auf Dauer nervt die Musik etwas. Doch am Anfang gefiel mir der Sound, hat mich an die Indianer- Feste- Tage in Mexiko erinnert, wo dann verkleidete als Indianer und deren Nachfahren, die alte Musik machen und auf den Straßen dazu getanzt wurde, ähnlich wie dieser Tanz. Fand ich ganz toll als Kind.
Meine Güte, deine Vorstellungen sind vielleicht naiv und speisen sich aus der Abbildung der heutigen Immigrationspolitik der hiesigen im Westen herrschenden selbstzerstörerischen Elite, welche du einfach auf frühere Zeiten überträgst. Dabei musst du nur einfachste Informationsquellen im Netz befragen, um zu erkennen das du falsch liegst, wenn du dich für Geschichte in deiner Jugend nicht interessiert haben solltest. Hier z.B.:
https://www.thoughtco.com/the-spanis...tadors-2136564
Und du siehst das die Konquistadoren keine mittellosen europäischen Flüchtlinge gewesen sein konnten. Ein bisschen den Hirnkasten anstrengen hätte auch geholfen den Schwachsinn nicht zu glauben, welchen das System etwa auch zu den Germanen, Kelten und anderen verbreitet.
Denn: Die Konquistadoren kamen aus Spanien, aus Portugal, aber auch aus Italien, Frankreich, Holland und dem Deutschen Reich. Zu überwiegenden Teil natürlich aus Spanien. Und setzte sich überwiegend aus dem unteren Adel zusammen. Arm konnte man deshalb nicht sein, weil man Bewaffnung, Ausrüstung, Reise, Verpflegung selbst finanzieren musste. Logischerweise können es deshalb keine Analphabeten, Habenichtse, Schweinehirten und Refugees gewesen sein, sondern...?
Ich bin nicht naiv, ich bin informiert. Francisco Pizarro war in seiner Heimat Estremadura Analphabet, Habenichts und Schweinehirte. Er war einer von Dutzenden unehelich geborenen Söhne eines armen kleinen spanischen Landadligen, der nicht bei ihm, sondern bei seiner Mutter, einer armen Magd, in sehr ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen ist. Seine arme Mutter hatte weder Geld für seine Ausbildung, Erziehung oder Schulbildung. Sein Vater kümmerte sich nicht um ihn, und hat ihn nicht mal anerkannt. Er blieb sogar zeit seines Lebens Analphabet. Das zeigte sich bei seiner Ermordung ganz deutlich. Auf seine einfache Herkunft und seine Betätigung als Schweinehirt in seiner Kindheit hat er später oft hingewiesen.. Die Schweinezucht in dieser Gegend Spaniens ist ohnhin Normalität. Noch heute.
Egal wie böse die Spanier waren die indische Bevölkerung haben sie weder dezimiert noch ausgerottet.
Er mag aus einem verarmten Landadel zu stammen, dennoch hat es ausgereicht die Ausstattung und die Reise aus der eigenen Tasche zu bezahlen. Und nicht, wie es die heutigen Refugees tun, schon vor der Küste Afrika von den Schlepperschiffen der NGOs aufgefischt zu werden, noch dort verpflegt und dann nach Europa eingeschleust. Dort von der europäischen Sklavenbevölkerung mit deren Hände Arbeit auf der sozialen Wohlfahrtsstaathängematte bis zum Lebensende wohlversorgt. Auch kann er sich soviele der indigenen Frauen mit Gewalt nehmen, die Söhne totschlagen, es bleibt ohne Folgen.
Hier das Wort Refugee mitteinzunehmen ist pervers, sowohl für die Konquistadoren, als auch für die einströmenden mohammedanischen Fremdlinge.
Nein. Er hat es nicht aus eigener Tasche bezahlt. Lies nach. oder lass es...wie du willst.
Francisco Pizarro | National GeographicEin schreibunkundiger Schweinehirte zerstört in den Anden die Hochkultur der Inka.
Tod eines Eroberers vor 475 Jahren - Francisco Pizarro wird ermordet ...Francisco Pizarro wächst bei seiner Mutter in sehr ärmlichen Verhältnissen auf und genießt keine besondere Erziehung und Schulbildung. Er bleibt Analphabet
Francisco Pizarro und die Schlacht gegen das Inkareich -
Die Eroberung Perus durch Francisco Pizarro
Fälschlicherweise ? Häh ? Er war der typische refugee. Er war zwar weder Araber noch Neger oder Musel, aber er kam als armer Glücksritter in die neue Welt, zwar nicht um H4 zu erbetteln und zu erschleichen, sondern um mit Gewalt und Mord zu rauben, zu plündern, und zu vergewaltigen. Reich zu werden, und sich Frauen, Land und Schätze anzueignen. Wie unsere refugees. Ein Unterschied gibt es allerdings. Niemand dort hat refugee welcome geplärrt, im Gegenteil, die Indios haben alles getan, die Spanier wieder aus dem Land zu jagen.
Hayno tanze ich eben nach "freier Interpretation" .... :crazy:
"matando cucarachas" (= Küchenschaben zertreten) nennt man das hier ...
Etwas anderes, was ich hier gut finde, ist das Einüben von Tänzen, vor allem im Sportunterricht der Schulen, aber auch in Tanzschulen und auf öffentlichen Plätzen. Diese Tänze erscheinen mir meist wie spanische Volkstänze. Ein Schüler erklärte mir jedoch einmal auf Nachfragen, sie tanzten gerade zwei Volkstänze aus Venezuela und einen aus Japan.
Ach so, ist doch lustig, :lach: Ich wundere mich, dass es solche Leute gibt, die auch noch mit 60-70 so jung geblieben sind wie Du ( ich las mal dass du wohl um die 60 bist besser gesagt, auf einem Foto hier, schien es so ) - reden (oder schreiben ) wie 30- Jährige. Und umgekehrt kenne ich einige, die sind mit 30 schon so konservativ und langweilig wie manche Rentner.
Zitat:
Etwas anderes, was ich hier gut finde, ist das Einüben von Tänzen, vor allem im Sportunterricht der Schulen, aber auch in Tanzschulen und auf öffentlichen Plätzen. Diese Tänze erscheinen mir meist wie spanische Volkstänze. Ein Schüler erklärte mir jedoch einmal auf Nachfragen, sie tanzten gerade zwei Volkstänze aus Venezuela und einen aus Japa.
Ich finde gut, dass eben in diesen Ländern generell mehr Musik gehört und getanzt wird. Dass es in allen Ländern dort sehr viele Kriminelle gibt, weiß ich nichts von....
Ich finde gut, dass du dich so dort anpasst, dich nicht abschottest und dich auch gerne mit den Ärmeren abgibst. Manche leben woanders und sind etwas arrogant, sie vergleichen alles mit ihrem Land, wollen anscheinend, dass es überall so ist wie in ihrem Ursprungsland. Du dagegen bist nicht so.
Mir ist aufgefallen, dass ich jetzt vieles tue, was eigentlich junge Leute tun.
Ich gehe ins Fitness-Studio. Zum ersten Mal in meinem Leben.
Ich habe meinen (peruanischen) Führerschein gemacht (um den deutschen nicht umtauschen zu müssen).
Ich war seit vier Jahrzehnten zum ersten Mal wieder auf einer politischen Demonstration und habe dort Parolen gerufen. "Nie wieder Terrorismus" usw. War pro-Fujimori.
Ich gehe seit etwa drei Jahrzehnten auch wieder in Diskotheken.