AW: 75. Tag des Sieges/der Kapitulation: Fragen an die Deutschen
Wie wir ja durch Schwipper und seine Aktenfunde wissen, wollte die Sowjetunion 1940 noch ihren finnischen Feldzug wieder aufnehmen und natürlich Danzig und Ostpreußen erobern, nur der schnelle Sieg der deutschen Wehrmacht im Westen hielt sie da von ab.
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herberger
Wie wir ja durch Schwipper und seine Aktenfunde wissen, wollte die Sowjetunion 1940 noch ihren finnischen Feldzug wieder aufnehmen und natürlich Danzig und Ostpreußen erobern, nur der schnelle Sieg der deutschen Wehrmacht im Westen hielt sie da von ab.
Einen Scheißdreck hat Schwipper gefunden. Der Mann hat nie ein Archiv von innen gesehen.
Das Dokument das er auf Seite 34 abdruckt hat er aus einer russischen Aktenpublikation, nämlich Naumow, Das Jahr 1941.
Lew Besymenski hat genau dasselbe Dokument bereits 2002 abgedruckt.
Besymenski, Stalin und Hitler, Berlin 2003, S. 279 f.
Überhaupt ist das einzige besondere an Schwipper das er russisch kann und die russischen Aktenpublikationen gelesen hat.
Also nur die Dokumente die die Russen freiwillig abdrucken.
Was darüber hinaus geht bei der Schwipper-Lobhudelei ist nichts als heisse Luft, um seine Position durch reine Chimären stark zu machen.
Reines bluffen, weil man faktisch nichts zu sagen hat.
AW: 75. Tag des Sieges/der Kapitulation: Fragen an die Deutschen
Er hat seine eigene Übersetzung des Dokumentes.
Interessanterweise steht bei Besymenski:
"nach Mittelfinnland einzudringen"
Bei Schwipper steht:
"In Mittelfinnland einzufallen"
Da merkt man das der Mann seinen Bias hat.
Die Rote Armee wird wohl kaum in einem eigenen Dokument davon reden das sie irgendwo "einfällt". Das ist überhaupt gar keine Militärsprache, sondern moralisierende Pressesprache.
Das zeugt doch davon das er überhaupt nicht neutral an die Sache herangeht.
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Lichtblau
Er hat seine eigene Übersetzung des Dokumentes.
Interessanterweise steht bei Besymenski:
"nach Mittelfinnland einzudringen"
Bei Schwipper steht:
"In Mittelfinnland einzufallen"
Da merkt man das der Mann seinen Bias hat.
Die Rote Armee wird wohl kaum in einem eigenen Dokument davon reden das sie irgendwo "einfällt". Das ist überhaupt gar keine Militärsprache, sondern moralisierende Pressesprache.
Das zeugt doch davon das er überhaupt nicht neutral an die Sache herangeht.
Eine Rezension aus Amazon
Zitat:
Zusatz, 4.12.16
Inzwischen gibt es eine erste "offizielle" Äußerung zu diesem Buch. Sie erschien am 29.11.16 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und wurde von Dr. Rolf-Dieter Müller verfasst, einem ehemaligen Direktor des Militärgeschichtlichen Forschungsamts in Potsdam.
Müllers Kommentar ist ein Beispiel für die völlig fehlende Bereitschaft der beamteten deutschen Historiker, sich mit den von Schwipper in seinem Buch behandelten Fragen auseinanderzusetzen; in diesem Falle hat man sicherheitshalber einen Pensionär in die Schlacht geschickt. Aber auch dessen Elaborat ist wenig eindrucksvoll, schon das erste Wort, "Verschwörungstheorien", bezeugt Müllers Unwillen, sich mit Schwippers Buch ernsthaft zu befassen.
Er bestreitet, dass die Rote Armee für einen solchen Angriff auf den Westen überhaupt in der Lage war, da sie ja schon 1939 im Krieg gegen Finnland nur einen mäßigen Erfolg feiern konnte, sagt aber nichts zu der Frage, wie und warum die Roten Armee, allein in den von der Wehrmacht bis Oktober 1941 eroberten Gebieten mindestens 5 Millionen Soldaten stationiert hatte. Man muss sich doch vor Augen halten, dass die Wehrmacht schon 1941, in weniger als einem halben Jahr, drei Millionen sowjetische Gefangene machte, dass ohne Zweifel eine weitere Million Rotarmisten in den Kämpfen getötet wurden und vermutlich mindestens eine weitere Million den deutschen Angriff überlebte, denn sonst wäre 1942 kein Widerstand gegen die Wehrmacht mehr möglich gewesen.
(Anmerkung, 18.3.17: Im Zusammenhang mit der Stärke der Roten Armee im Sommer 1941 ist auch bemerkenswert, dass letztere in der Lage war, sich im August 1941 - also noch während ihres Rückzuges - mit etwa 120 000 Mann und 1000 Panzern (allerdings von Typ T 26) am britischen Angriff auf den damals neutralen Iran zu beteiligen. Näheres dazu kann man in der allwissenden Wikipädie nachlesen).
Um all diese Probleme zu verbergen greift Müller auf das primitivste aller Argumente zurück: er spricht Schwipper seine Qualifikation zu einer solchen Analyse rundweg ab und sagt zum Inhalt des Buches praktisch gar nichts. Also, wenn das alles ist, was man an Argumenten aufbieten kann, darf der Leser Schwippers Darstellung guten Gewissens akzeptieren.
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herberger
Wie wir ja durch Schwipper und seine Aktenfunde wissen, wollte die Sowjetunion 1940 noch ihren finnischen Feldzug wieder aufnehmen und natürlich Danzig und Ostpreußen erobern, nur der schnelle Sieg der deutschen Wehrmacht im Westen hielt sie da von ab.
Schwippper macht intensiven Gebrauch vom Halder Kriegstagebuch.
Hier zum Beleg ein paar Beispiele:
22. Juli 1940
"Russisches Problem in Angriff nehmen. Gedankliche Vorbereitungen treffen. Dem Führer ist gemeldet..." (S. 240)
1. Februar 1941
"f) Präventivangriff Russen?" (S. 301)
17. Februar 1941
"b) Äußerung des Führers über Russland: Er sei betroffen über die Nachrichten über russische Luftwaffe. Auseinandersetzung sei unvermeidlich." (S. 299)
8. März 1941:
"Übersicht über Feindkräfte ergibt eine starke Zusammendrängung der Masse an der russischen Westgrenze." (S. 301)
6. Juni 1941
"Ostraum: zunehmende russische Fliegertätigkeit" (S. 301)
6. Juni 1941
"Zahlenmässig also stark, aber altes Material, nach Erfahrungen in Finnland nicht fähig zur Artl. Bekämpfung." (S. 301)
Damit zeigt er das er das KTB Halder als Quelle anerkennt.
Aber solche Passagen sucht man bei ihm vergeblich:
Halder KTB, 31. Juli 1940:
"Ist aber Rußland zerschlagen , dann ist Englands letzte Hoffnung getilgt. Der Herr Europas und des Balkans ist dann Deutschland.
Entschluß: Im Zuge dieser Auseinandersetzung muß Rußland erledigt werden. Frühjahr 1941.
Je schneller wir Rußland zerschlagen , um so besser. Operation hat nur Sinn , wenn wir Staat in einem Zug schwer zerschlagen . Gewisser Raumgewinn allein genügt nicht. Stillstehen im Winter bedenklich.
Daher besser warten, aber bestimmter Entschluß, Rußland zu erledigen. Notwendig auch wegen der Lage an der Ostsee. 2. Groß-Staat an Ostsee nicht brauchbar. Mai 41. 5 Monate Zeit zur Durchführung. Am liebsten noch in diesem Jahre. Geht aber nicht, um Operation einheitlich durchzuführen." (Bd 2, S. 49.)
28. Januar 1941:
"b) Barbarossa: Sinn nicht klar. Den Enländer treffen wir nicht. Unsere Wirtschaftsbasis wird nicht wesentlich besser." (Bd. 2, S. 261.)
22. Mai 1941:
"Vorlage von Fliegeraufnahmen der Staffel Rowehl im russischen Grenzgebiet. Die umfangreichen Verstärkungsarbeiten (besonders auch Panzergräben) längs der Grenze treten deutlich hervor. Zahlreiche Kabelgräben beweisen die Vorbereitung durchlaufender Abwehrstellungen. Die Bilder bestätigen unsere Auffassung von der Entschlossenheit des Russen, an der Grenze zu halten." (Bd 2., S. 426.)
Der Entschluß zu Barbarossa fällt also im Juli 1940.
Dem Generalstabschef Halder ist also der Sinn von Barbarossa nicht klar! Wie kann er ein Präventivkrieg sein?
Noch 4 Wochen vor dem Angriff ist also die deutsche Auffassung das die Russen sich an der Grenze verteidigen wollen.
Schwipper zitiert Halder also wo es ihm passt, und wo es ihm nicht passt lässt er es einfach.
Ein derart selektiver Umgang mit einer Quelle ist zutiefst unwissenschaftlich. Damit hat der Mann doch fertig.
Schwippers Buch setzt den vollständig ahnungslosen Leser voraus, und genau ist auch seine Zielgruppe.
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Lichtblau
Ein derart selektiver Umgang mit einer Quelle ist zutiefst unwissenschaftlich. Damit hat der Mann doch fertig.
Schwippers Buch setzt den vollständig ahnungslosen Leser voraus, und genau ist auch seine Zielgruppe.
Klar, und im Gegenzug zitierst du hier ständig offizielle Sowjetpropaganda. Eine "Vorgeschobene Verteidigung" ist dann die riesige, angriffsbereite Invasionshorde Stalins aus 190 Divisionen an der sowj. Westgrenze gewesen, oder wie? Das ist für dich dann "objektiv" und "wissenschaftlich".
AW: 75. Tag des Sieges/der Kapitulation: Fragen an die Deutschen
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Lykurg
Klar, und im Gegenzug zitierst du hier ständig offizielle Sowjetpropaganda. Eine "Vorgeschobene Verteidigung" ist dann die riesige, angriffsbereite Invasionshorde Stalins aus 190 Divisionen an der sowj. Westgrenze gewesen, oder wie? Das ist für dich dann "objektiv" und "wissenschaftlich".
Vlt war es auch eine invasionsbereite Angriffshorde.
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Jedenfalls ein vollkommen dümmlicher "Schwipper hat was belegt"-Kult, weil man keine Argumente hat.
Es kann ja nie in diesen Rezensionen angegeben werden, worin nun sein Beleg bestehen soll. Höchstens von irgendwelchen ominösen Dokumenten ist die Rede, die nie näher spezifisiert werden können.
Ein leicht zu widerlegender Popanz.
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herberger
Eine Rezension aus Amazon
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sagt aber nichts zu der Frage, wie und warum die Roten Armee, allein in den von der Wehrmacht bis Oktober 1941 eroberten Gebieten mindestens 5 Millionen Soldaten stationiert hatte
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Was ist denn das für eine behinderte Logik?
Die Sowjetunion soll nicht aufmarschieren dürfen, gegen einen Feind dessen Ziel erklärtermassen die Vernichtung der SU war?
Am 22. März 1933 stellte die Prawda in einem Artikel „Wohin geht Deutschland?“ fest: „Die Nationalsozialisten haben ein außenpolitisches Programm gegen die Existenz der UdSSR entwickelt“, und forderte von der deutschen Regierung, klar zu sagen, wohin sie steuert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsc...gsvorbereitung
Das hätte das Faschistenpack wohl gerne das wir sie noch um Erlaubnis fragen wo wir unsere Truppen hinlegen.
Wahrscheinlich dürfen wir sie nur nach Fernost verlegen, damit die Wehrmacht friedlich einmarschieren kann, oder wie soll ich diese Logik verstehen?
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Lichtblau
Was ist denn das für eine behinderte Logik?
Die Sowjetunion soll nicht aufmarschieren dürfen, gegen einen Feind dessen Ziel erklärtermassen die Vernichtung der SU war?
Am 22. März 1933 stellte die Prawda in einem Artikel „Wohin geht Deutschland?“ fest: „Die Nationalsozialisten haben ein außenpolitisches Programm gegen die Existenz der UdSSR entwickelt“, und forderte von der deutschen Regierung, klar zu sagen, wohin sie steuert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsc...gsvorbereitung
Das hätte das Faschistenpack wohl gerne das wir sie noch um Erlaubnis fragen wo wir unsere Truppen hinlegen.
Was damals die Nationalsozialisten versemmelten...schaffen heute die NATO und die EU.Bald gehört auch Weißrussland zur westlichen/europäischen "Wertegemeinschaft"...irgendwie ist der Putin zu schläfrig und nachlässig.:cool: