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solg
[...]
Dabei unterhältst und streitest du dich hier im Forum strangübergreifend die ganze Zeit mit einem nationalistisch gesinnten Konvertiten, obwohl Nationalismus im Islam (vor allem! im arabischen Islam) überhaupt keine Bedeutung und schon gar nicht über der bzw. auch nur in der Nähe der Religion zu stehen hat. [...]
Um noch ein bißchen zur Verwirrung beizutragen, sei an Malcolm X, Mohammed Ali (legte den "Sklavennamen" ab) und die Black Muslims erinnert. Die Nation of Islam war sogar ziemlich stark "national" auf Neger ausgerichtet, trotz der paradoxen Situation, daß sich auch Moslems am atlantischen Sklavenhandel beteiligten.
Interessanterweise überschnitt sich der Black-Muslim-Hype in den USA mit dem sog. "islamischen Erwachen" in Asien.
Aber das ist sicher Zufall und hat auch nichts mit dem Kampf gegen den Kommunismus/arabischen/afrikanischen Sozialismus zu tun. Oder doch?
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Genau, im Kampf gegen den Kommunismus war alles erlaubt. Die Amerikaner kamen zu dem Schluss, dass die Münchner Muslime, also die früheren Nazikämpfer, nicht geeignet waren, um den Islam glaubwürdig in der Welt zu vertreten. In der Sowjetpresse wurde deren Vergangenheit immer wieder hervorgehoben. Sie wurden zu einer Belastung.
sueddeutsche.de: In diese Lücke stieß dann die arabische Muslimbruderschaft.
Johnson: Die radikalen Muslimbrüder waren für diese Rolle viel besser geeignet: Sie waren jung, ehrgeizig, gut vernetzt mit der islamischen Welt und gut ausgebildet. Dieser interne Kampf ist jedoch der Grund, dass in München eine Moschee gebaut wurde - es war der letzte Versuch der deutschen Behörden, die Muslime an die Bundesrepublik zu binden.
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"Die CIA gab damals Hunderte Millionen Dollar aus. Sie heuerte auch Leute an, die für von Mende gearbeitet hatten und versuchte, ihre Ziele mit Geheimoperationen zu erreichen: Sie schickte Agenten auf die Pilgerfahrt nach Mekka, die nach ihrer Rückkehr auf Pressekonferenzen berichteten, wie die Sowjetunion den Islam unterdrückte. Auch die Konferenz der blockfreien Staaten in Bandung 1955 wurde von Bayern aus im Sinne der Amerikaner beeinflusst."
Uppsala. Die Muslimbrüder als Proxies der Angelsachsen übernehmen die 1973 neu gebaute Münchner Moschee?
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"Es gab noch ein Motiv: Washington verfolgte genau, wie seit den fünfziger Jahren neue, unabhängige Staaten entstanden, die noch nicht wussten, ob sie eher dem kapitalistischen oder dem kommunistischen Modell folgen sollten. Der damalige US-Präsident Dwight D. Eisenhower war sehr religiös und davon überzeugt, dass der Westen in der muslimischen Welt punkten könnte, weil er Religionsfreiheit garantierte - und nicht den Atheismus propagiere wie die UdSSR."
Auch das noch; Religionsfreiheit für den Islam. Aber jetzt wirds richtig fies für Stürzi & Co.:
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sueddeutsche.de: Welche Rolle spielte die Münchner Moschee nach 1973 für die Bruderschaft?
Johnson: Mahdy Akef, der bis 2010 die Bruderschaft angeführt hatte, war von 1984 bis 1987 Oberimam in Freimann. Die Moschee war sowohl ein sicheres Rückzugsgebiet als auch eine Drehscheibe, von der aus sie ungestört planen und andere Länder infiltrieren konnten. Das Führungsgremium war ein Who's who des politischen Islams. Viele dieser Leute hatten keinerlei Bezug zu München, sie stammten etwa aus Ägypten, Syrien und Pakistan. Die Muslimbrüder waren so dominant, dass sie die türkischen Migranten aus der Organisationsebene heraushalten konnten, obwohl diese in der Mehrheit waren.
Das ist auch etwas Besonderes: Der politische Islam kam nicht mit den Gastarbeitern nach Deutschland, wie man annehmen würde.
'https://www.sueddeutsche.de/politik/politischer-islam-moschee-in-muenchen-im-kampf-gegen-den-kommunismus-war-alles-erlaubt-1.1050755-0#seite-3
Aber wie sagen die Islamexperten hierzuforum: Nichts hat mit nichts zu tun.