Aktualisiert am 06. Oktober 2019, 17:08 Uhr
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat seine Drohung wahr gemacht: Einer Militäroffensive an der syrischen Grenze gegen kurdische Milizen steht nichts mehr im Wege, Waffen und Soldaten sind vor Ort.
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Nach der Ankündigung einer baldigen militärischen Offensive gegen kurdische Truppen in Nordsyrien hat die Türkei an der türkisch-syrischen Grenze Waffen und Truppen bewegt.
Die Nachrichtenagentur DHA berichte am Sonntag, dass Soldaten im südosttürkischen Grenzort Akcakale Panzer und Artilleriegeschütze aufstellten. Die Waffen seien auf den gegenüberliegenden syrischen Ort Tel Abyad gerichtet worden.
Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete in der Nacht auf Sonntag von neun Transportern mit Militärfahrzeugen sowie einem Bus mit Soldaten, die den südosttürkischen Grenzort Akcakale erreicht hätten. Sie seien aus der Provinzhauptstadt Sanliurfa gekommen. Dort hatte die
[Links nur für registrierte Nutzer] im März ein Kommandozentrum für die lange geplante Offensive eingeweiht.
Erdogan: Einsatz könnte "heute oder morgen" beginnenPräsident
[Links nur für registrierte Nutzer] hatte am Samstag vor Parteimitgliedern in Ankara angekündigt, die Türkei stehe kurz vor einem Militäreinsatz in Syrien, der "sowohl aus der Luft als auch mit Bodentruppen" ausgefochten werde.
Der Einsatz könne "heute oder morgen" beginnen. Erdogan hatte die Offensive zuerst im Dezember 2018 angekündigt und und die Drohung seitdem mehrfach wiederholt.
Erdogan sieht in YPG Ableger der PKKZiel einer Offensive wären die kurdischen YPG-Milizen östlich des Flusses Euphrat, die an der türkisch-syrischen Grenze Gebiete kontrollieren. Die Türkei betrachtet die YPG als Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und damit als Terrororganisation. Sie fordert in Nordsyrien seit langem eine Zone unter ihrer alleinigen Kontrolle.