Mal wieder etwas Ami-Dreck. Zufällig ist die Band nach der deutschen Hauptstadt benannt...
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Mal wieder etwas Ami-Dreck. Zufällig ist die Band nach der deutschen Hauptstadt benannt...
"Lieber entdeckte ich einen Satz der Geometrie, als daß ich den Thron von Persien gewänne!"
Thales von Milet (Philosoph, Staatsmann und Mathematiker 624 v.u.Z. - 546 v.u.Z.)
Dekadente, amerikanische Musik.
Wolle.
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Steffen Heitmann (†)
„Ich habe mich noch nie, nicht einmal in der DDR, so fremd in meinem Land gefühlt.“
Aufgewachsen bin ich ja mit AFN (American Forces Network) und vor allem Country-Musik. Später dann auch jede Menge Rock- und Pop-Musik, aber ich hatte schon recht früh einen Hang zur sog. "Weltmusik" und musste dafür damals noch in die entsprechenden Schallplatten-Abteilungen grösserer Geschäfte gehen. Ansonsten hörte ich dann als Jugendlicher auch verstärkt Sender wie Alger Chaine 3 in französischer Sprache auf Langwelle.
Neben klassischer Musik, vor allem Bach und Telemann, hörte ich also praktisch alle Genres der Musik mehr oder weniger parallel, wenn auch in der zeitlichen Abfolge nicht alle gleichmässig häufig.
Irgendwann nach dem Studium wurde ich dann zwar einerseits beinahe völlig "unpolitisch", andererseits aber hörte ich englischsprachige Musik und gerade englischsprachige Mainstream-Musik nur noch ganz selten. Irgendwie verband ich mit dieser Musik ein schlechtes Gefühl. Diese Musik erinnerte mich daran, wie man sich als Jugendlicher hat täuschen lassen von Medien und Politik.
Das ist heute noch genauso. Ab und an höre ich noch bisweilen diese englischsprachige Mainstream-Musik, meist aus Nostalgie, aber generell schaudert es mich irgendwie. Ich hatte mich auch einmal während meiner BW-Zeit übelst betrunken und ein Roséwein der Herkunftsbezeichnung Listel blieb mir bis heute noch in Erinnerung. Da schaudere ich heute noch, wenn ich nur die entsprechende Form der Flasche sehe. Und so etwa geht es mir mit englischsprachiger Mainstream-Musik.
Generell mag ich es auch, wenn ich mich mit der Musik im Allgemein oder dem Text im Speziellen identifizieren kann, wenigstens teilweise.
So sang ich z.B. in England gerne solche Lieder der IRA, wenn ich beispielsweise auf der Pferdekoppel unterwegs war.
Jetzt in Peru wieder auch verstärkt Huayno oder Cumbia.
Das ist äquivalent der Volksmusik, wie sie noch in den 80er Jahren populär war in der BRD, z,B. im "Musikantenstadl".
Und weiterhin sehe ich auch gerne Videos, wo eine Geschichte erzählt wird, und die nicht von abstossenden Bildsequenzen nur so wimmeln, wie es heute bei "westlicher" Musik, u.a sog. "Latino"-Musik, üblich geworden ist.
Also z.B. so etwas aus Usbekistan. "Yurak" bedeutet "Herz". Also so etwas traurig-nachenkliches ...
Wie auch solche moralisierenden Videos ... auch aus Usbekistan ...
oder auch frivol-lustiges, Satire aus Peru, obwohl es durchaus dem Alltag entspricht und nicht überzeichnet ist. Von Stalin Zapata. Solche Vornamen stören hier keinen.
"Und wenn wir es nicht mehr erleben werden, Vater, so wissen wir doch eins, dass es die nach uns erleben werden, nicht? Und das ist doch auch ein Trost."
(aus dem Film 'Heimkehr', 1941)
Es steht doch oben "Was hört ihr gerade?", da ist doch alles möglich.
Simples und auch Schöngeistiges, Rachmaninoff bis KISS. Jeder was er gerade in seiner persönliche Situation und Gefühlslage braucht.
Anrüchig oder verdammenswert sollte da eigentlich nichts sein, und das davon die deutsche Kultur zusammenbricht muss erst noch bewiesen werden. Auch in den verruchten 30ern wurde Swing mit all seinen Ausschweifungen gelebt. Dennoch hat gleichzeitig die Klassik überlebt.
Zum Hören klassischer Musik gibt es auch heute noch Gelegenheit in vielen Konzerthäusern.
Gute Nacht.
Wolle.
NB: Oh Musik fehlt.
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Steffen Heitmann (†)
„Ich habe mich noch nie, nicht einmal in der DDR, so fremd in meinem Land gefühlt.“
Rumpelstilz hat wenigstens kapiert, worauf es ankommt. Wenn einer, wie er es tut, fortlaufend seinen Horizont erweitert, kann man davor nur den Hut ziehen.
Anders sind die Dinge gelagert, wenn man als Deutscher trotz besseren Wissens an seiner Orientierung an der englischsprachigen Welt festhält, wie ein Säugling an einem Schnuller. Keine Weiterentwicklung. Auf Rock und Pop eingestellt, von der Wiege bis zur Bahre.
« La haine impie accroîtrait vos misères »
("Der gottlose Hass erhöht euer Elend")
Warum vergesse ich bei meiner Aufzählung immer wieder Joh. Seb. Bach, das womöglich größte Musikgenie aller Zeiten?
Ein Dank geht an Rumpelstilz, für die Erwähnung Bachs, und natürlich könnte man auch noch Telemann und viele weitere deutsche Schöpfer anführen, um der Veramerikanisierung Europas etwas entegen zu halten. Das hat rein gar nichts mit "elitärem Gehabe" zu tun.
« La haine impie accroîtrait vos misères »
("Der gottlose Hass erhöht euer Elend")
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Timothy Snyder: „Putins Lieblingsautor Iwan Iljin beschreibt eine verworrene und zerbrochene Welt, die Russland mit Gewalt heilen müsse, und zwar mithilfe eines starken Führers, der die Demokratie zum reinen Ritual macht. Das Projekt heißt: Die Welt ist nicht sie selbst, solange sie nicht russische Werte lebt.“
Kennt noch jemand Gloria Gaynor? Toller Soul!
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"Ich glaube, ich bin jetzt in einem Alter, in dem ich Leute von Anfang an doof finden darf. Ich habe ja nicht ewig Zeit."
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