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Ganz recht. Das ist übrigens genau der Grund, warum der Westen in beiden Kriegen über so eine überlegene Propagandamacht verfügte. Man mußte im Gegensatz zum Gegner immer auf die öffentliche Meinung, weltweit und im eigenen Land, Rücksicht nehmen.
Die amerikanische Gesellschaft z.B. war vor beiden Kriegen sehr gespalten, was die Zustimmung zum Kriegseintritt betraf.
Der Zentrumspolitiker, Publizist und spätere Finanzminister Matthias Erzberger z.B. beklagte die völlig fehlende Außenpropaganda des deutschen Reiches vor Eintritt in den ersten Weltkrieg. Deutschland war prpagandistisch 1914 ein Entwicklungsland. Und das blieb im Großen undganzen auch 1939 so. Und es ist der Grund dafür, warum der Westen mit seinen Geschichtsverdrehungen immer wieder durchgekommen ist und die Weltmeinung beherrschte und bis heute beherrscht.

Und der Grund für diese Meinungsüberlegenheit: USA und England waren 1914 schon entwickelte Demokratien, das deutsche Reich nicht. Man glaubte in Berlin, den Krieg 1914 noch genau so führen zu können wie 1870. Ein großer Fehler.
Könntest du den Zusammenhang zwischen "waren entwickelte Demokratien" und "dem systematischen Verbreiten von Lügen- und Schauermärchen" mir noch einmal erläutern? Meines Wissen bedeutet Demokratie "Herrschaft des Volkes", also ein Staat, in dem der Mehrheitsmeinung des Volkes und sein Wohl im Vordergrund steht.

Nur damit das klar, ENde des 19. Jahrhunderts hat London noch auf weiße Briten und Iren (Bergarbeiterstreiks) Militär aufgefahren und schießen lassen, als die ob der widirgen Arbeitsumstände und schlechten Bezahlung demonstrierten, während im wahren Deutschland, nicht besetzt und frei, ab 1880 die ersten Sozialgesetzgebungen von Altersrente, Invalidenrente, Krankenversicherung, Witwenrente etc. seinen Lauf nahm und das Wohl des deutschen Volkes viel weiterverbreitet war, als auf der Insel der Demokratie.

Gut, die Deutschen hatten nicht diese Superreichen a la City of London. Aber der Masse des Volkes ging es im Vergleich zu den Briten, sehr viel besser.